Login
Trainerservice
Schliessen
Login

Spannender Großer Preis der Sparkasse Krefeld

Palace Prince erst nach Kampf

Krefeld 16. August 2015

Am Ende hatte er – wie allgemein erwartet – den Großen Preis der Sparkasse Krefeld auch gewonnen. Doch für den 20:10-Favoriten Palace Prince wurde es keinesfalls ein Spaziergang, wie man es nach Papierform eigentlich hätte erwarten können. Der Dreijährige des Gestüts Höny-Hofs marschierte heute zwar in der mit 55.000 Euro dotierten Krefelder Gruppe-III-Prüfung eingangs zur Geraden in einer Haltung auf, als könnte er mit der Konkurrenz nach Belieben umspringen, doch wurde es auf dem letzten Wegstück der geforderten 2.050 Meter für ihn noch einmal ziemlich eng. Unter dem französischen Nachwuchsjockey Eddy Hardouin brachte der Dreijährige aus dem Stall des Kölner Trainers Andreas Löwe letztendlich nur einen Kopfvorteil über die Linie.

Für gewaltigen Alarm hatte insbesondere der aus Hannover in den Krefelder Stadtwald gekommene Iquitos des Stalles Mulligan gesorgt. Ein Hengst, der sich erstmals in der Gruppe-Klasse versuchte und bei bereits weich gewordenem Geläuf wie auch regnerischem Wetter gleich eine Vorstellung gab, die für die Zukunft sicherlich noch einiges Gute erwarten lässt. 

Der vehemente Endkampf zwischen dem 20:10-Favoriten und seinem von Hans-Jürgen Gröschel in Langenhagen bei Hannover betreuten Herausforderer hatte zu guter Letzt eine gewaltige Lücke von sechs Längen zum restlichen Feld aufgerissen, welches am Ende von Devastar, einem weiteren Newcomer, angeführt wurde. Platz vier nahm zwei Längen dahinter Iraklion ein.

Der enorme Vertrauensvorschuss für den Favoriten Palace Prince basierte vor allem auf seinem jüngsten zweiten Platz im IDEE 146. Deutschen Derby hinter dem neuen Hamburger Triumphator Nutan. Auf dem Horner Moor war der Areion-Sohn bereits von Eddy Hardouin geritten worden, und es würde keineswegs überraschen, wenn der Franzose auch bei den Folgestarts des Hengstes weiterhin an Bord bliebe.

Mögliche Ziele für den Dreijährigen, der auch der Höny-Hofer Zucht entstammt, sind im Herbst vor allem noch 53. Preis von Europa am 27. September auf seiner Kölner Heimatbahn. Überdies wäre ein Start in den renommierten Champion Stakes im englischen Ascot am 17. Oktober noch eine Option, die Trainer Andreas Löwe für Palace Prince alternativ ziehen könnte.

Dann wird auf der Insel sicherlich endgültig der Herbst eingezogen sein, der heute schon im gesamten Rheinland und damit auch in der Krefelder Region eine Art vorgezogene Visitenkarte abgab. Der Großkamfptag im Stadtwald war kurz gesagt: ein Sparkassenrenntag mit herbstlicher Anmutung mitten im Sommer und mit einer nahezu ständigen Kulisse von aufgespannten Regenschirmen. 

Dies von Anfang an und auch bereits beim Sparkassen-Leasing-Preis, als die dreijährige Peace of Paradise zum Auftakt die Favoriten Niyama und Ebeltoft düpierte. Unter Andreas Helfenbein ließ die Sholokhov-Tochter von Dr. Alexandra Margarete Renz auch in der Schlussphase keinen Gegner mehr herankommen, nachdem die Pflegebefohlene von Trainer Markus Klug sofort nach dem Start bereits das Heft in die Hand genommen hatte.

Dies war allerdings nur ein kleiner Coup im Vergleich zum dem, was Klugs Rath-Heumarer Stall danach noch im starpac-premum-Pokal als Überraschung parat hatte. Man mochte es kaum glauben, aber auf den Erfolg des inzwischen offenbar verbesserten dreijährigen Call me Frenklin mit Maxime Pecheur im Sattel gab es eine Superquote von 614:10 auf Sieg. Und da die zweitplatzierte Debütantin Königsland genauso unterschätzt worden war wie der Scorpion-Hengst von Innisbeg Racing, schoss die Quote für die Zweierwette hoch bis auf 15.005:10.

Wie ein Kontrastprogramm wirkte dagegen die Toto-Ausschüttung auf Gestüt Hof Westerbergs Western Dancer, der gleich anschließend den Sparkassen-Finanzkonzept-Preis knapp gegen Copy Cat und Dutch Gal gewann, wobei auf dem Hickst-Kandidaten Andreas Suborics saß, dem das Krefelder Publikum beim ersten Wiedersehen nach langer Zeit natürlich einen herzlichen Applaus zollte.

Ein weiterer Außenseiter-Treffer folgte aber schon im Vermögens-Verwaltungs-Rennen der Sparkasse, in dem sich Rainer Euls Fladin nach einem zähen Ringen gegen Shaw, Banzai und Initiator durchzusetzen verstand, was dann auch die endgültige Reihenfolge für die Viererwette war. Sarah Weis, die Trainerin des von ihrem Mann Alexander Weis gerittenen Toylsome-Sohnes, hätte es vorher fast angekündigt und klar kundgetan, dass Fladin bei den Starts zuvor aufgrund der extrem sommerlichen Temperaturen zweimal ziemlich unter Wert geschlagen gewesen wäre.

Im Altersvorsorge-Pokal fand dann auch noch der bis auf 17:10 heruntergewettete Siempre Manduro seinen Meister, und zwar in Gestalt von Gestüt Weiherweisens Cloud aus Axel Kleinkorres Quartier, der vom Franzosen Olivier Placais geritten wurde. Hieran war aber kaum viel Sensationelles dran, war der Schimmel doch immerhin als zweiter Favorit in die Partie gegangen.

Einen bis zuletzt tadellos durchziehenden Miracle S erlebte die Krefelder Zuschauer gegen Ende des Tages dann noch im Sparkassen-Girokonto-Pokal. Was auch vonnöten war, denn ansonsten hätte nicht der von Daniel Klomp betreute Wallach im Besitz von Martinus Maria van der Heijden gewonnen, sondern der Lokalmatador Spirit Danon. Aber das schien Adrie de Vries auf Miracle S partout nicht zulassen zu wollen.

So wie auch der direkt aus den USA und vom Airport in den Stadtwald gekommene Andrasch Starke keinerlei Anzeichen von Jetlag zeigte und im Sattel der dreijährigen Ammerländerin Royal Solitaire früh darauf bedacht war, im abschließenden Vermögensaufbau-Rennen den Sieg gegen die nicht ungefährliche La Facella für den Stall Asterblüte von Trainer Peter Schiergen endgültig sicherzustellen.


 

Champions League

Weitere News

  • Windstoß-Halbbruder imponiert in der German Racing Champions League in Köln

    Weltstar auch der Star im Derby?

    Köln 17.06.2018

    Weltstar, der Halbbruder des letztjährigen Derbysiegers Windstoß, ist spätestens seit diesem Sonntag einer der ersten Anwärter auf den Sieg im IDEE 149. Deutschen Derby am 8. Juli in Hamburg. Mit einer beeindruckenden Speedleistung gewann der von Champion Markus Klug in Rath-Heumar trainierte Soldier Hollow-Sohn am Sonntag vor 11.000 Zuschauern das 183. Oppenheim-Union-Rennen (Gruppe II, 70.000 Euro, 2.200 m) in Köln. Im dritten Wertungslauf der German Racing Champions League und der bedeutendsten Vorprüfung für das Rennen des Jahres überrollte der 35:10-Favorit auf den letzten einhundert Metern mit Jockey Adrie de Vries von einem der letzten Plätze ganz an der Außenseite noch alle zwölf Konkurrenten.

  • Favoriten bleiben in den Top-Rennen auf der Strecke

    Sky Full of Stars und Nantany siegen

    Hannover 16.06.2018

    Wie so oft schon gab es auf der Neuen Bult auch heute innerhalb eines sportlichen Programms mit insgesamt neun Rennen zweimal Listen-Meriten zu gewinnen. Sowohl für den Großen Preis der Sparkasse Hannover als auch den Großen Preis der Wohnungswirtschaft war die Bühne ausschließlich reserviert für Stuten. Eine Ausschreibungspraktik, die vor allem von Besitzern und Züchtern schon seit langelm äußerst geschätzt wird. Die erste der beiden Entscheidungen ging dabei an Gestüt Karlshofs Sky Full of Stars, während sich die Außenseiterin Nantany des Stalles Blackbrook den zweiten Tageshhöhepunkt an die Fahnen heften konnte.

  • Beeindruckender Erfolg gegen Julio in Dresden

    Albertville gewinnt wie sie will

    Dresden 16.06.2018

    Beeindruckender Erfolg der dreijährigen Stute Albertville (39:10) am Samstag auf der Galopprennbahn in Dresden. Die von Peter Schiergen für den Stall Antanando trainierte So You Think-Tochter, beim vorletzten Start in Köln nur knapp hinter dem späteren klassischen Sieger Ancient Spirit und anschließend in Krefeld zum zweiten Mal erfolgreich, machte sich im bwin BBAG Auktionsrennen Dresden (52.000 Euro, 1.200 m) unter Amateur-Champion Vinzenz Schiergen leicht von der Konkurrenz frei.

 
 

Newsletter abonnieren

GERMAN RACING

Erlebnissport der Extraklasse.
Unter der Dachmarke “GERMAN RACING” werden spannende Pferderennen und stimmungsvolle Veranstaltungen auf den deutschen Rennbahnen abgehalten. Seit 188 Jahren bestehen Pferderennen als ältester organisierter Sport in Deutschland. Ein echter Klassiker!

Imagefilm

GERMAN RACING Imagefilm