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Schiergen-Schützling gewinnt American St. Leger

US-Erfolg für Lucky Speed

Arlington Park/USA 16. August 2015

Es war schon ein historischer Sieg, zu dem Stall Hornoldendorfs Hengst Lucky Speed in der vergangenen Nacht in Arlington Park in den USA kam. Kurz vor 23.00 Uhr gewann der Schützling von Trainer Peter Schiergen das mit 350.000 Dollar dotierte American St. Leger, nachdem der Silvano-Sohn Mitte Juli im kanadischen Woodbine als Vierter in den Nijinsky Stakes bereits einen guten Einstand auf der anderen Seite des Atlantiks gegeben hatte. Besonders glücklich zeigte sich nach der Grade-III-Prüfung sein Reiter, Andrasch Starke. Für den erfolgsverwöhnten Stalljockey des Kölner Stalles Asterblüte war es nämlich der erste Treffer in den USA.

Um den Sieg sicherzustellen, musste er den vom Gestüt Hof Ittlingen gezogenen Gewinner des Deutschen Derbys vor zwei Jahren auf dem letzten Wegstück allerdings recht energisch ausreiten, nachdem Lucky Speed unterwegs an fünfter Stelle stets eine ideale Ausgangslage gehabt hatte und auch jederzeit frei galoppieren konnte. Derweil wurde vorne von Alpha Kitalpha und Az Ridge eine stramme Pace gesetzt.

Als einigermaßen hartnäckiger Gegner erwies sich für Lucky Speed nämlich vor allem der Ire Panama Hat, den der Fünfjährige zuletzt mir dreiviertel Länge aber gut in den Griff bekam, und keineswegs, wie eigentlich zu erwarten gewesen war, der Favorit Hyper. Er endete erst vier Längen hinter den vorderen Protagonisten auf dem dritten Platz. Lucky Speed absolvierte die Distanz von rund 2.700 Metern in einer ausgesprochen guten Zeit 2:46,50 Minuten. 

Die weiteren deutschen Gäste agierten beim gestrigen Großkampftag in Arlington Park allerdings weniger erfolgreich. Für den aktuellen italienischen Derby-Sieger Goldstream, der vor einigen Wochen in den Gütersloher Stall von Trainer Andreas Wöhler gekommen war und der inzwischen Australian Bloodstock gehört, sprang in den mit 450.000 Dollar dotierten Secretariat Stakes lediglich ein vierter Platz heraus.

Den über rund 2.000 Meter führenden Grade-I-Test dominierte bei strömendem Regen eindeutig der irische Galileo-Sohn Highland Reel, der mit Seamie Heffernan im Sattel klar vor Closing Bell sowie Force the Pass die Szene beherrschte und zugleich für seinen Trainer Aidan O’Brien bereits den vierten Treffer in diesem Top-Rennen sicherstellen konnte.

Bei nach wie vor heftigen Niederschlägen sah man anschließend auch nicht viel von der Fährhoferin Lacy, die in den Beverly D. Stakes unter Eduardo Pedroza nie besser ins Bild gelangte, sodass früh abzusehen war, dass die Stute aus den Quartier von Waldemar Hickst in dem renommierten 700.000-Dollar-Stuten-Ereignis nur eine Statistin bleiben würde. 

Das Grade-I-Rennen über ungefähr 1.900 Meter hatte indes auch eine tragische Heldin, nämlich die hierzulande gut bekannte Engländerin Secret Gesture, die vor zwei Jahren Zweite im Henkel Preis der Diana hinter Penelopa gewesen war.

Sie verlor den Sieg nach Einspruch der Stewards am grünen Tisch, doch war ihre Behinderung der auf Rang drei das Ziel erreichenden Stephanie’s Kitten auch kaum zu übersehen gewesen. Secret Gesture und ihr unglücklich agierender Jockey Jamie Spencer sahen sich am Ende auf den dritten Platz zurückgestuft, während die von Joe Bravo gerittene Watsdachances zur Siegerin erklärt und Stephanie’s Kitten auf den zweiten Rang gehievt wurde.

Beim Start von Wake Forest in der mit 1.000.000 Dollar ausgeschriebenen Arlington Million hatten sich die Witterungsverhältnisse zwar wieder aufgeklärt, doch half das dem Sir-Percy-Sohn im Gemeinschaftsbesitz von Klaus Allofs und dem Gestüt Fährhof letztendlich nicht allzu viel. Als Sechster lieferte er unter Eduardo Pedroza nichtsdestotrotz jedoch eine sehr ordentliche Partie im Grade-I-Höhepunkt des Tages, ohne dabei allerdings auch nur halbwegs mit dem vorderen Geschehen in Berührung gekommen zu sein. 

Ganz vorne machten nach wiederum rund 2.000 Metern keineswegs unerwartet der von Florent Geroux gesteuerte The Pizza Man und der Favorit Big Blue Kitten gemeinsam mit dem Außenseiter Shining Copper die Endabrechnung unter sich aus. Wobei durchaus interessant ist, dass der Sieger The Pizza Man auch ein Engagement im zuvor von Lucky Speed gewonnen American St. Leger besessen hatte. 



 

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