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Favoritin Phoibe gewinnt den Preis der SWM Magdeburg

Triplette für Daniele Porcu

Magdeburg 22. August 2015

Der für sein gutes Auge bekannte Bahnsprecher Hartmut Faust sah sich am Ende wieder im Recht. Allerdings vernahm man in seiner Stimme doch ein ganz kleines Stocken, als das Leichtgewicht Ach was unerwartet noch einen minimalen Funken mehr Gegenwehr entwickelte und die angreifende Phoibe letztendlich nicht mit einem Rush über den Münchener Wallach hinwegziehen konnte. Dann aber machte die Stute des Stalles Pida alles endgültig klar und holte noch dreiviertel-Länge heraus, sodass der Preis der SWM Magdeburg formgemäß an Trainer Peter Schiergens Kölner Stall Asterblüte und an Jockey Daniele Porcu ging.

Beide vierbeinigen Protagonisten, hinter denen Ocean Tiger und Jackobo auf den nächsten Plätzen endeten, hatten übrigens noch eine kleine Rechnung miteinander offen, war die Royal-Applause-Tochter kürzlich auf der Heimatbahn des Wallachs in einem Ausgleich II im Kampf um die Plätze bereits eine Idee besser gewesen. Die Kräfteverhältnisse sind nun also in der gleichen Klasse und auf sich deckender Distanz von 1.300 Metern auch im Magdeburger Herrenkrug einmal mehr dieselben geblieben.

Neben dem Erfolg in dem mit insgesamt 10.000 Euro dotierten wichtigsten Rennen beim dritten diesjährigen Magdeburger Renntag hatte Phoibes Reiter zuvor schon zwei Erfolge verzeichnen können. Und das gleich zu Beginn einer bei sommerlichen Bedingungen ausgezeichnet besuchten Veranstaltung, die zunächst mit dem ohne Wetten ausgetragenen J.J. Darboven Juniorcuprennen für Nachwuchsreiter ihren Anfang genommen hatte.

Treffer Nummer eins setzte er dabei im Preis der Konsum Optimal Kauf e.G. Haldensleben und der Grundstücks- und Immobilien GmbH auch schon für Trainer Peter Schiergen, und zwar mit der dreijährigen Amazing Grey, die im Besitz des Stalles Emerald ist. Mit einem Art Blitzangriff der Mastercraftsman-Tochter kurz vor Erreichen der Geraden wurde alles schnell und endgültig erledigt. Sowohl die tapfer kämpfende Astuta als auch Darioush, die die weiteren Plätze besetzten, konnten den im Handumdrehen gewonnen Vorsprung von Amazing Grey nicht mehr egalisieren.

Andreas Katschkes vierjährige Lepanosie aus dem Quartier von Uwe Stech brachte direkt danach dann den zweiten Punkt des Italieners unter Dach und Fach, indem sich die Liberettist-Tochter nach ihrem jüngsten Erfolg in Dresden gleich ein weiteres Mal durchzusetzen verstand. Diesmal gegen Valeron und Tremendous

Anschließend gab dann der junge und zunehmend in den Vordergrund drängende Amateurrennreiter Robin Weber eine Kostprobe seines Talentes wie auch seines Ehrgeizes, indem er im Preis der Firma Wilhelm Hoyer KG und Werner Bau Magdeburg auf Dome Rocket eine gegen Index Waiter fast schon verlorene Partie durch unermüdlichen Einsatz auf den letzten Metern noch umdrehte. Sehr zur Freude natürlich der Besitzer Heinz-Josef Theissen und René Zehnpfennig sowie von Katja Gernreich, der Trainerin des aus Neuss angereisten Domdriver-Sohnes.

Auf Hedda, der nebenbei heißesten Favoritin des Tages, hatte Filip Minarik danach im Preis der GWG Gartenstadt Reform Magdeburg die Weichen bereits viel früher auf Sieg stellen können. Die von Toni Potters für Edith Jörgensen gesattelte Santiago-Tochter ließ der noch einigermaßen in ihrer Nähe gebliebenen Sakima keinerlei Chance, auch nur auszuschließen – und schon gar nicht dem vom Sang Spirit angeführten Rest des Feldes, der erst weitere 10 Längen hinter Sakima eintrudelte. 

Zur Abwechslung ging eine Stunde später jedoch der Preis der Firma Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg mal an einen Außenseiter, da AFP-Racings vierjähriger Shinnaui mit guter Unterstützung von Monique Lübcke dem gefährlich angreifenden Favoriten Königsstein sowie Sweet Devil und Casiro zäh zu widerstehen verstand. Auf den Schützling von Günther Lentz gab es Odds von 229:10. Was keineswegs überraschte, da es der tatsächlich erste bessere Ansatz des Königstiger-Sohnes war, nach dessen Erfolg das Publikum im Herrenkrug dann freilich noch den bereits 12. Sieg von Kepheus miterlebte.

Im abschließenden Preis der SWM Card Magdeburg ging der „Dauerbrenner“ von Manfred Türk, der zugleich sein Trainer ist, wie gewohnt wieder vorne. Diesmal indes nicht so ungestüm wie schon so oft, sondern in der Hand von Steffi Hofer wohl dosiert und kräfteschonend. Erst im Einlauf hieß es für ihn: Volle Kraft voraus! Worauf sich der Tannenkönig-Sohn direkt auf Längen verabschiedete. Spannend verlief es fünf Längen hinter ihm freilich noch im Kampf um die beste Platzierung, wobei Reality mit Hals und Kopf vor Fusco sowie Vieille Sorciere das bessere Ende hatte.


 

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