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Mohammed-Lady Momayaz vor den deutschen Stuten

Große Kasse für den Scheich

Düsseldorf 23. August 2015

Wenn Henri-Alex Pantall aus Beaupreau im Westen Frankreichs ein Pferd nach Deutschland schickt, dann ist höchste Alarmstufe angesagt. Am Sonntag beorderte er die vierjährige Elusive Quality-Tochter Momayaz (59:10) mit Stalljockey Fabrice Veron nach Düsseldorf – in den Großen Sparkassenpreis – Preis der Stadtsparkasse Düsseldorf (Listenrennen, 35.000 Euro, 1.600 m). Und in den Farben von Scheich Mohammeds Godolphin-Stall überbot die Lady ihre jüngste Form hinter Mitkonkurrentinnen in München deutlich.

„Damals hatte sie ein sehr schlechtes Rennen, kam schon weit hinter den anderem vom Start. Heute lief in dem kleinen Feld alles glatt“, kommentierte Siegreiter Fabrice Veron. Beim zwölften Start war es der dritte Coup für Momayaz und der erste Listensieg. 17.500 Euro fließen auf das Konto von Sheikh Mohammed.

Queenie hielt als Zweite bestens stand, zog bis zum Schluss voll durch. Dicht an sie heran lief noch Romance Story, die sich innen nicht frei entfalten konnte. „Sie musste die Spur wechseln, ist aber trotzdem gut gelaufen. Irgendwann schnappt sie sich solch ein Rennen“, signalisierte Trainer Waldemar Hickst. Weichsel klappte am Start deutlich nach und hatte außen noch stattliche Reserven, sie war ein Pechvogel dieser Prüfung. „Leider ist sie sehr startschwierig. Laufen kann sie genug“, so Röttgens Gestütsleiter Frank Dorff. Al Queena war nie im Brennpunkt, während Darasita nach längerer Führung im Einlauf passen musste. Die Vorausfavoritin Ajaxana, die ihrem Trainer Waldemar Hickst in der Arbeit nicht so gefallen hatte, war wie Peace Society abgemeldet worden.

Schon vor wenigen Wochen, am großen Diana-Renntag, hatte die Lord of England-Tochter Dalmatian Sea (25:10, E. Pedroza) hier eine starke Leistung gezeigt, als sie bei einem besseren Rennverlauf wohl schon gewonnen hätte. Und nun war in einer 1.400 Meter-Prüfung der Weg für die Ebbesloherin frei. Von zweiter Stelle konterte die Favoritin aus dem Stall von Andreas Wöhler alle Angriffe der Konkurrenz knapp. „Sie hat von ihrer Routine profitiert. Ihr Jockey meinte, dass sie auf weicher Bahn noch besser wäre“, kommentierte Co-Trainerin Christa Germann. Der Preis der Winterkönigin könnte nun ein logisches Ziel sein. Das gilt auch für die als Novizin kaum schlechter gehende Millenia. „Ich bin zufrieden. Wir sind nur auf ein schon gelaufenes Pferd gestoßen“, versicherte Jens Hirschberger. Und auch Milenia kam groß ins Rollen, gab einen Top-Einstand, während Escadron schon am Start alle Chancen ließ.

Ein Kuriosum ereignete sich in einer 2.200 Meter-Prüfung für dreijährige Stuten, denn es gab ein totes Rennen der Start-Ziel immer weiterziehenden Favoritin Abbey (W. Panov) und der regelrecht heranstürmenden Debütantin Abendlicht (A. Pietsch). „Abbey ist das erwartet starke Rennen gelaufen“, sagte deren Coach Andreas Löwe, während Abendlichts Trainer Waldemar Hickst meinte: „An einen Sieg hatte ich noch nicht geglaubt, denn eigentlich braucht sie weichen Boden.“ Meliora mischte als Dritte lange besser mit.

Alter schützt vor Siegen nicht – das schien der immerhin schon Neunjährige Danon Attacker (91:10, D. Porcu) aus dem kleinen Stall von Simone Gassen in einem 2.200 Meter-Ausgleich III zu beweisen, als er sicher gegen Las Fuentes und den nach einem Stopp vom letzten Platz aufkommenden Blue Night voraus war. Doch die Rennleitung disqualifizierte Danon Attacker, da er eine Kettenreaktion ausgelöst hatte und Christoph Columbus wegdrückte, der dann in die Spur von Blue Night geriet und wurde auf Rang drei zurückgestuft. Dadurch ging der Sieg an Las Fuentes (101:10, M. Seidl) aus dem Stall von Sebastian Kludka, die beim 16. Start zum ersten Mal erfolgreich war.

So richtig in Tritt gekommen ist nun Markus Münchs Finoras (42:10, St. Hellyn), der nach dem kürzlichen Erfolg auch im Ausgleich II über 2.950 Meter locker hinkam. „Das Rennen war schnell, er hat alles gut gemacht, die vorderen Pferde kamen ja zurück“, kommentierte Jockey Stephen Hellyn. Fresh Skyline packte außen noch gut an, auch Nordsommer gefiel als Dritter gut.

Nach allen Vorformen war der von Philip Jonkhart in den Niederlanden trainierte Tjerk (59:10, A. Pietsch) in der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 1.700 m) fällig für einen Erfolg. Und diesmal ging der Wallach wesentlich früher mit als sonst und raufte sich gegen die starke Schlussoffensive seines Landsmannes Dutch Master nach Hause. „Wir hatten einen idealen Rennverlauf hinter einem Führpferd. Und auf der Geraden hieß es nur noch, ab nach Hause“, so Jockey Alexander Pietsch. Die Viererwette komplettierten Floralys und Erlian – die Quote: 66.842:10 Euro.

Eine sehr günstige Aufgabe fand die Auenquellerin Daring Art (22:10, A. Pietsch) in einer 1.500 Meter-Prüfung vor. Und schon früh hatte die Favoritin alles unter Kontrolle, auch wenn die ebenfalls von Jens Hirschberger aufgebotene Mathilda noch sehr stark wurde. Bellcanto hielt sich als Dritter ebenfalls ansprechend. „Daring Art wird bald in die Zucht gehen, nachdem wir ihre Mutter kürzlich leider aufgeben mussten“, erklärte Mitbesitzer Peter-Michael Endres.

Nach dem Startpech zuletzt ging im Ausgleich III volles Vertrauen mit Lucian van der Meulens Severus (26:10, A. Suborics), der Start-Ziel die noch äußerst schnell werdende Antalya und Ciel de Loire sicher hinter sich ließ. „Der Jockey hat vorne nichts anbrennen lassen. Ich habe ihn im Vorjahr gekauft, seither hat er vier Rennen für mich gewonnen und geht nun in einen Ausgleich II nach Baden-Baden“, ließ Severus‘ Besitzer durchblicken.

Beim 23. Start klappte es endlich mit dem ersten Treffer für den von Julia Römich aufgebotenen Schimmel Balu (45:10, I. Ferguson), der im abschließenden 2.950 Meter-Ausgleich IV mit gewaltigem Speed noch Scataro und dem lange mit Vorsprung führenden Venezianus vorbeikam.

 

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