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Zukunftsträchtiges Düsseldorfer Debüt von Pagino

Solovorstellung von Noor Al Hawa

Düsseldorf 12. September 2015

Es hatte sich offenbar herumgesprochen, dass Jaber Abdullahs Hengst Noor Al Hawa seit seinem Debüt Mitte August in Hannover um ein gutes Stück besser geworden war und vor allem deutlich mehr Schliff bekommen hatte. Das Grafenberger Publikum bekam es heute jedenfalls eindrucksvoll vorgeführt. Denn der Große Preis von Engels & Völkers Düsseldorf - 91. Junioren-Preis war am Ende nur nach das Rennen eines Pferdes, und zwar des von Andreas Wöhler vorbereiteten Noor Al Hawa, der mit Eduardo Pedroza im Sattel als 31:10-Chance zuletzt ein klar überlegener Solist war und zugleich unterstrich, dass alle ihn betreffenden „Wasserstandsmeldungen“ durchaus ihre Richtigkeit besaßen.

Mit sechs Längen beherrschte der auch ziemlich eindrucksvoll gebaute Fuchs nach 1.600 Meter die mit 25.000 Euro dotierte Prüfung, die in der Vergangenheit bereits so viele großartige Gewinner gesehen hatte. Viele davon wurden wenig später zu absoluten Aushängeschildern der deutschen Vollblutzucht, wie etwa Lando, Lomitas, Platini oder auch Soldier Hollow, um nur einige hiervon zu nennen.

Ob nun auch der Makti-Sohn Noor Al Hawa ein ähnliches Kaliber sein wird, werden die kommenden Starts und vor allem auch das nächste Jahr zeigen. In dieser Saison könnte der Zweijährige noch in Köln am 11. Oktober zum Preis des Winterfavoriten auflaufen und am 8. November in Krefeld im Herzog von Ratibor-Rennen an den Start kommen.

Zwei Aufgaben, in denen die Konkurrenten möglicherweise mehr von ihm fordern werden als jene heute in Düsseldorf. Der zeitig auf Offensive eingestellte Digitalis kam noch am weitesten von ihnen und besetzte immerhin den Ehrenplatz vor der gut endenden Adelaide Rose sowie den länger aussichtsreich wirkenden Milena und Bastille.

Der 91. Junioren-Preis wurde allerdings überschattet durch eine verhängnisvolle Verletzung der englischen Gaststute Anabel aus Trainer Mark Johnstons Quartier. Diese hatte sie sich bereits weit vor Erreichen der Geraden zugezogen, womit für sie und ihren französischen Jockey Ioritz Mendizabal der Ausflug nach Düsseldorf kein gutes Ende nahm, der traurige Zwischenfall den Sieg von Noor Al Hawa jedoch in keiner Weise schmälern kann. 

Doch allein keineswegs nur Noor Al Hawa machte als Zweijähriger viel von der sprichwörtlichen Zukunftsmusik. Vielmehr beeindruckte wenig später noch Stall Dipolis Pagino gewaltig, als sich der vom Gestüt Etzean gezogene Sholokhov-Sohn als Debütant im Großen Preis des Porsche Zentrum Düsseldorf knapp, aber sicher behauptete. In diesem mit 52.000 Euro dotierten BBAG Auktionsrennen über 1.400 Meter kaufte er mit einem Riesenschlussakkord sowohl dem Lokalmatador Wonnemond als auch dem 14:10-Favoriten Degas noch mit einer halben und mit drei-Viertel-Länge glatt den Scheid ab.

Es war eine reiterliche Maßarbeit von Jockey Alex Pietsch, der zunächst zwar etwas Mühe hatte, den etwas zögerlich auf die Beine gekommenen Youngster besser in Tritt zu bekommen. Doch schon vor dem Anstieg zum Berg sah man den Zweijähriger in bereits besserer Haltung marschieren. Dass sich am Ende hieraus jedoch noch eine derart erfolgreiche Aufholjagd auf das vordere Duo entwickeln würde, war indes kaum zu erahnen gewesen.

Durchaus denkbar, dass sich der von Trainer Waldemar Hickst in einer gleich vorzüglichen konditionellen Verfassung vorgestellte Newcomer in ein paar Wochen auch einmal mit Noor Al Hawa trifft. Auf seiner Agenda stehen neben dem Münchener BBAG Auktionsrennen am 1. November nämlich auch jene Kölner Prüfung und das Krefelder Rennen, für die auch der jüngste Gewinner des Junioren Preises nominiert ist.

Erwartete Favoriten-Erfolge lieferten im Düsseldorfer Rahmenprogramm übrigens die dreijährige Dream of You und der Wallach Mighty Mouse zu Odds von 19:10 beziehungsweise 29:10. Für mehr oder minder Überraschungen sorgten hingegen die Stute Pleasant Princess (204:10), der Wallach All Percy (101:10) und zum Finale auch noch der Wallach Big Moun (94:10).

Keineswegs überraschend kam dagegen der Treffer von Gabrial The Prince (61:10), der immerhin als zweiter Favorit die Partie aufgenommen hatte.


Erwähnenswert außerdem, dass Trainer Axel Kleinkorres im Engel & Völkers Residential Preis an Zubaida und Mood Indigo gleich die zwei Erstplatzierten gesattelt hatte und er mithin den Endkampf der beiden vergleichsweise gelassen verfolgen konnte.


 

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