Login
Trainerservice
Schliessen
Login

Treve vor Hattrick und Deutsche in Paris

Weltmeisterschaft der Galopper

Paris 2. Oktober 2015

Es ist das prestigeträchtigste Rennen im internationalen Galoppsport, wer hier gewinnt, macht sich unsterblich: Der Qatar Prix de l‘ Arc de Triomphe am Sonntag, 4. Oktober (4. Rennen um 15:55 Uhr) auf der Rennbahn in Paris-Longchamp fasziniert die Pferdefans auf der ganzen Welt. Keine andere Grasbahn-Prüfung lockt mit soviel Geld: 5 Millionen Euro werden auf der 2.400 Meter-Strecke in rund zweieinhalb Minuten ausgeschüttet. Allein 2.857.000 Euro bekommt der Besitzer des Siegers.

Zweimal kam der Gewinner in der Historie der seit 1920 ausgetragenen Gruppe I-Prüfung aus Deutschland – Star Appeal im Jahre 1975 und die Wunderstute Danedream 2011. Sie hält unverändert auch die Bahnrekordzeit. Diesmal sind keine deutschen Pferde am Start, aber dennoch herrscht Hochspannung.

Denn die im Besitz von Al Shaqab Racing (dahinter verbirgt sich Scheich Joan Al Thani aus Katar) stehende Super-Stute Treve (Thierry Jarnet) ist auf dem besten Weg Geschichte zu schreiben. Nach ihrem Erfolgen 2013 und 2014 kann sie als erstes Pferd überhaupt zum dritten Mal hintereinander den Arc gewinnen. Über 7,7 Millionen Euro hat sie unter der Regie von Criquette Head-Maarek bereits eingaloppiert. Es gibt kaum Zweifel am Hattrick und dem Überschreiten der 10-Millionen-Euro-Grenze, denn ihre drei diesjährigen Siege (zuletzt im Prix Vermeille auf dieser Bahn) waren eindrucksvoller denn je.

Wer könnte Treve gefährlich werden? Am ehesten darf man das dem französischen Derbysieger New Bay zutrauen, der von Andre Fabre vorbereitet wird. Keiner hat so viele Arcs gewonnen wie der französische Abo-Champion mit sieben Siegen.

Der englische Derbysieger Golden Horn (L. Dettori) wurde am Donnerstag für 120.000 Euro nachgenannt. Sein Team gibt sich bei passend trockenem Boden sehr zuversichtlich, glaubt sogar, Treve bezwingen zu können. Mit dabei ist auch der im Großen Preis von Baden erfolgreiche Prince Gibraltar, der im Vorjahr als Siebter aber nicht allzuweit geschlagen war und in Baden-Baden sehr imponierte.


Mit acht Gruppe I-Rennen (über acht Millionen Euro werden am Wochenende ausgeschüttet) ist auch das Rahmenprogramm sagenhaft. Und am Sonntag gibt es mehrere deutsche Gruppe I-Hoffnungen (die endgültige Starterangabe ist erst am Freitag): Im Prix de l‘ Opera (400.000 Euro, 2.000 m, 3. Rennen um 15:10 Uhr) vertraut Andreas Löwe auf Bourree (E. Hardouin), die im August den Prix de Psyche (Gr. III) in Deauville gewann. Besitzer Jürgen Winter aus Baden-Baden hofft auf Cladocera. Der deutsche Champion Adrie de Vries reitet die kürzliche Prix Jean Romanet (Gr. I)-Sensationssiegerin Odeliz aus England. Die im Gestüt Etzean gezogene Vorjahresfünfte Feodora ist ebenfalls wieder präsent.

Gut sind die Aussichten auf einen deutschen Coup im Prix du Cadran (300.000 Euro, 4.000 m, 8. Rennen um 18:20 Uhr), dem Marathon des Wochenendes. Jean-Pierre Carvalho vertraut auf Walzertakt (C. Soumillon), der gerade Dritter im Prix Gladiateur (Gr. III) war.

Aus der Zucht von Irmgard und Dieter Meinke stammt Bathyrhon, der im Prix Maurice de Nieuil (Gr. II) nur an Walzertakt scheiterte. Trip To Rhodos (C. Demuro) aus Tschechien siegte gerade in einer Listen-Prüfung in Baden-Baden.

Bereits am Samstag fällt in Longchamp der Startschuss zum großen Arc-Wochenende mit vier Gruppe II-Events. Natürlich sind auch Pferde aus Deutschland mit von der Partie.

Im Prix Chaudenay über 3.000 Meter (200.000 Euro, 1. Rennen um 14:30 Uhr) sind die dreijährigen Extremsteher gefordert. Der Schweizer Derbysieger Gaius Caesar (W. Buick/W. Hickst) wurde nach seiner Serie auf Gruppe-Ebene gestoppt. Gegen solche Asse wie den Aga Khan-Seriensieger Vazirabad (C. Soumillon) wird es natürlich kein leichter Gang.

Im Prix Daniel Wildenstein (200.000 Euro, 1.600 m, 6. Rennen um 17:15 Uhr) könnte Stall Fürstenhofs Wild Chief (A. Pietsch/J. Hirschberger) an die Top-Form aus dem Prix Jacques le Marois anknüpfen. Anschließend war er Fünfter im Prix du Moulin (Gr. I). Im Sechserfeld sieht es durchaus günstig aus. Die englische 1000 Guineas-Siegerin Miss France (M. Barzalona) aus dem Stall von Andre Fabre ist wohl die Hauptgegnerin.
 

Weitere News

  • Wöhler-Schützling Poetic Dream eröffnet die „Grüne Saison“ 2017

    Mighty Mouse gleich wieder siegfertig

    Düsseldorf 26.03.2017

    Es war der dreijährige Debütant Poetic Dream, der sich heute in Düsseldorf als erster Gewinner der bundesdeutschen Grasbahnsaison 2017 in Szene setzen konnte. Jaber Abdullahs Poet’s-Voice-Sohn schlug mit Jozef Bojko im Sattel die im vergangenen Jahr bereits positiv aufgefallenen Stuten Viva la Flora und Westfalica, womit der Wöhler-Schützling, der Nennungen sowohl für Dr. Busch-Memorial als auch das Mehl-Mülhens-Rennen besitzt, allen Vorschusslorbeeren vollauf gerecht wurde. Doch der wichtigste heutige Sieger und zugleich vierbeinige Held des Tages war auf dem sonnenüberfluteten und bestens besuchten Grafenberg kein Geringerer als der alte Haudegen und Bahnspezialist Mighty Mouse.

  • Siege am laufenden Band beim Saisonaufgalopp auf der Waldrennbahn

    Erfolgsgaranten Klein und Scardino

    Mannheim 26.03.2017

    Ob es eine sportliche Sensation war, sei dahingestellt. Eindeutig Fakt ist allerdings, dass das neue Mannheimer Turf-Jahr gleich mit einer faustdicken Überraschung begann, und zwar mit einem Sieg der Außenseiterin Sensational Secret im Preis der Teambank AG-e@syCredit. Als 134:0-Chance verwies die Vierjährige des Stalles Johanna aus dem Quartier von Marco Klein unter Tommaso Scardino die im Vorfeld ungleich höher eingeschätzten Future Reference sowie Beacon Hill auf die Plätze und wurde dazu vor allem jedoch auch noch der Ausgangspunkt einer dann folgenden enormen Erfolgswelle. Denn sowohl ihr Trainer als ihr Reiter blieben anschließend weiter unaufhaltsam auf Siegkurs.

  • Amerikanischer Super-Galopper triumphiert auch im Dubai World Cup

    Arrogate trotz Startpechs nicht aufzuhalten

    Meydan/Dubai 25.03.2017

    Die rund 50.000 Besucher am Samstagabend auf der Meydan-Rennbahn in Dubai und Millionen von Rennsport-Fans auf der ganzen Welt an den Bildschirmen sahen im Dubai World Cup (Gruppe I) auch bei Regen eine der atemberaubendsten Vorstellungen in der 22-jährigen Geschichte dieses großen Events: In dem mit 10 Millionen Dollar zweithöchstdotierten Galopprennen auf dem Globus über 2.000 Meter auf Sand, triumphierte mit Arrogate nicht nur das derzeit beste Pferd überhaupt, sondern ein vierbeiniger Superstar, wie man ihn nur ganz selten erlebt.

  • Vazirabad im „Marathon“stark - Jack Hobbs wieder in Top-Form

    Sohn des deutschen Welt-Champions Manduro triumphiert

    Meydan/Dubai 25.03.2017

    Natürlich war auch das weitere Rahmenprogramm am „World’s Richest Raceday“ (dem wertvollsten Tag des internationalen Galoppsports) mit 30 Millionen Dollar an Prämien am Samstag in Meydan/Dubai vom Allerfeinsten.

  • Starker und wertvoller Ehrenplatz am 30 Millionen-Dollar-Tag in Dubai

    Ross macht Deutschland stolz

    Dubai 25.03.2017

    Am wertvollsten Renntag der Welt mit Geldpreisen in Höhe von 30 Millionen Dollar durften die deutschen Galoppfans stolz sein: Ross, der von Peter Schiergen in Köln für den Stall Domstadt trainierte Hengst, der als einziger die hiesigen Interessen am Samstag auf dem Meydan-Kurs in Dubai vertrat, gab in der Godolphin Mile (1 Mio. Dollar, 1.600 m, Dirt) als Zweiter eine Vorstellung der Top-Klasse.

 
 

Newsletter abonnieren

Champions League

GERMAN RACING

Erlebnissport der Extraklasse.
Unter der Dachmarke “GERMAN RACING” werden spannende Pferderennen und stimmungsvolle Veranstaltungen auf den deutschen Rennbahnen abgehalten. Seit 188 Jahren bestehen Pferderennen als ältester organisierter Sport in Deutschland. Ein echter Klassiker!

Imagefilm

GERMAN RACING Imagefilm