Login
Trainerservice
Schliessen
Login

Doppelsieg in Paris – Platzierung für Volz

Der Super-Samstag des Aga Khan

Paris 3. Oktober 2015

Vor vier Jahren feierte die Familie Volz mit der Wunderstute Danedream hier im Prix de l‘ Arc de Triomphe eine absolute Sternstunde des deutschen Turfs. Und den Arc-Vortag (Samstag) 2015 in Paris-Longchamp eröffnete der im Mitbesitz von Heiko Volz stehende aus seiner Zucht stammende Tiberian mit einem tollen zweiten Rang nach einer starken Speedleistung im Prix Chaudenay (Gruppe II, 2.000 m, 3.000 m) den Nachmittag mit einer Top-Vorstellung.

Nur der heiße Favorit Vazirabad (C. Soumillon), im Besitz des Aga Khan, der sich locker verabschiedete und der beste dreijährige Steher Frankreichs ist, war noch besser. Doch Tiberian blieb vor Pilansberg als Drittem. Der im Besitz des Stalles Königsforst von Peter Brauer stehende Gaius Caesar (W. Buick/W. Hickst) war unterwegs Zweiter, baute aber ab und kam auf dem siebten und letzten Rang ein. „Ich habe keine Erklärung, am Rennverlauf lag es nicht. Sonst ist er ein so kämpferisches Pferd, aber heute konnte er sich nicht steigern“, berichtete Brauer.

Vazirabad wird nun möglicherweise den Prix du Conseil de Paris (Gruppe II) ansteuern. „Das war ein schöner, aber auch erwarteter Erfolg“, so Trainer Alain de Royer-Dupre.

Das Team Aga Khan/Royer-Dupre/Soumillon rundete einen absoluten Erfolgstag im Prix de Royallieu (Gruppe II, 250.000 Euro, 2.500 m) mit der 17:10-Favoritin Candarliya. Als Super-Zweite im Prix Vermeille war sie zuletzt nur hinter der Arc-Favoritin Treve. Da stand sie in dieser Prüfung für dreijährige und ältere Ladies deutlich heraus. Und mit viel Vertrauen pochte Christophe Soumillon ganz auf den Speed der Dalakhani-Tochter, die von drittletzter Stelle klar an Lady of Kyushu und Scalambra vorbeilief. „Sie verbessert sich immer weiter und wird im nächsten Jahr auch Gruppe I-Rennen gewinnen“, meinte der Aga Khan über Candarliya, die einen neuen Bahnrekord mit 2:37,05 Minuten aufstellte.

Dreimal hintereinander hatte Cirrus des Aigles den Prix Dollar gewonnen (im Vorjahr war er disqualifiziert worden), doch bei der Neuauflage des mit 200.000 Euro ausgestatteten Gruppe II-Rennens blieb der Neunjährige chancenlos, wurde aus dem Vordertreffen nur Fünfter. Offenbar scheint der Super-Wallach allmählich doch sein Alter zu spüren. Da auch der Favorit French Navy (Sechster) patzte, war der Weg frei für den von Freddie Head trainierten Free Port Lux (T. Jarnet), der im Frühjahr schon bessere Leistungen gezeigt hatte, danach aber auch im Prix Foy auf sehr weicher Bahn wenig bewegt hatte. Er schoss mit starken Reserven noch an Godolphins Fractional und dem Engländer Air Pilot (kurzfristiger Nichtstarter im Großen Dallmayr-Preis in München) vorbei. Der länger führende Al Waab war durch Bügelverlust gehandicapt. Kurios: Jockey Olivier Peslier „transportierte“ nach diesem Malheur eine Zeitlang die Peitsche im Mund.

Im Prix Daniel Wildenstein (Gruppe II, 200.000 Euro, 1.600 m) wurde Stall Fürstenhofs Wild Chief (A. Pietsch) von Trainer Jens Hirschberger nach dem guten Vorstellungen auf höchster Ebene aufgeboten, doch eine Möglichkeit besaß der Doyen-Sohn nicht. Unterwegs galoppierte er hinter der Favoritin Miss France an zweiter Position, doch auf der Zielgeraden baute der Deutsche deutlich ab und belegte nur den sechsten und letzten Platz. Miss France wurde noch klar von der Wildenstein-Stute Impassable (O. Peslier) aus dem Quartier von Carlos Laffon-Paris überspurtet, die ihr viertes von fünf Rennen in diesem Jahr gewann, und dies trotz einer Pause seit Mai. Akatea schob sich noch auf den dritten Rang.

Im Highlight für die Arabischen Vollblüter, der Arabian Trophy des Juments (Gruppe I, 150.000 Euro, 2.000 m) war die heiße Favoritin Sylvine Al Maury (J.-B. Eyquem) gegen Gidwa und Bint Jakkarta sehr souverän voraus.

Im Grand Handicap des Milers (70.000 Euro, 1.600 m) konnten sich die drei deutschen Vertreter Artplace (11./D. Santiago), Windsea (13./T. Piccone), beide aus dem Stall von Sascha Smrczek, wie der nach einer langen Pause nur kurz aufrückende Star System (8./C. Soumillon/A. Wöhler) nicht bemerkbar machen. Hier ging der Sieg an die von Eric Libaud trainierte Sea Front (V. Cheminaud).

 

Champions League

Weitere News

  • Sauren-Hengst mit Start-Ziel-Erfolg im Großen Preis des Audi-Zentrums Hannover

    Verons Meister-Ritt beschert Real Value den ersten Gruppe-Sieg

    Hannover 20.08.2017

    Jubel beim Kölner Renn-Vereins-Präsidenten Eckhard Sauren am Sonntag beim großen Ascot-Renntag auf der Galopprennbahn in Hannover: Der in seinem Besitz stehende und von Mario Hofer in Krefeld trainierte dreijährige Hengst Real Value (57:10) feierte im Großen Preis des Audi-Zentrums Hannover (Gruppe III, 55.000 Euro, 2.000 m) vor praller Kulisse seinen ersten Triumph in einem Gruppe-Rennen.

  • Imponierender Triumph der Engländerin im Düsseldorfer Stuten-Höhepunkt

    Pirouette läuft alle Gegnerinnen „schwindlig“

    Düsseldorf 20.08.2017

    Was für ein Erfolgssonntag für den englischen Trainer Hughie Morrison: Zunächst gewann er mit dem Top-Langstreckler Marmelo den Prix Kergorlay (Gruppe II) in Deauville, und dann sicherte er sich mit der vierjährigen Stute Pirouette auch den 31. Großen Sparkassenpreis – Preis der Stadtsparkasse Düsseldorf.

  • Wild Comet und Berghain sorgen für Hirschberger-Doppel

    Mülheimer Heimsiege beim Saisonfinale 2018

    Mülheim 19.08.2017

    Besser hätte der Auftakt zum Saisonfinale 2017 am Samstag auf der Galopprennbahn Mülheim nicht passen können: Denn mit Stall Fürstenhofs Wild Comet gewann eine Stute aus der Trainingszentrale der Ruhrgebiets-Stadt, um deren Zukunft bekanntlich gekämpft wird. Die von Jens Hirschberger vorbereitete 37:10-Mitfavoritin bekam von Alexander Pietsch in einem 2.000 Meter-Ausgleich III alles bestens eingeteilt und wehrte auch den stark aufkommenden Marillion sowie Camberwell sicher ab. Nach vielen Platzierungen war dieser Treffer vollkommen verdient.

 
 

Newsletter abonnieren

GERMAN RACING

Erlebnissport der Extraklasse.
Unter der Dachmarke “GERMAN RACING” werden spannende Pferderennen und stimmungsvolle Veranstaltungen auf den deutschen Rennbahnen abgehalten. Seit 188 Jahren bestehen Pferderennen als ältester organisierter Sport in Deutschland. Ein echter Klassiker!

Imagefilm

GERMAN RACING Imagefilm