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Dutch Master und The Paco Kid trumpfen auf

„Holländischer Abend“ auf der Sandbahn

Neuss 20. Oktober 2015

Im Hauptberuf verkauft Lucien van der Meulen Autos. Dieser Tätigkeit ging der Holländer auch am Dienstag nach und weilte daher wie Trainer Anthonius Franzen nicht vor Ort bei der Sandbahn-Veranstaltung in Neuss. Doch die Pferde dieses Teams liefen auch in Abwesenheit der Verantwortlichen schnell. Gleich zwei Treffer standen am Ende zu Buche.

Im Hauptereignis, dem Ausgleich III über 1.100 Meter, trumpfte mit dem England-Import The Paco Kid (93:10) ein Außenseiter im kleinen Fünferfeld auf. Im Sattel saß die derzeit wie entfesselt agierende Esther Ruth Weißmeier (anstelle der erkrankten Cecilia Müller). Schon vor der Geraden ergriff sie die Initiative und konterte die Attacken von Emirati Spirit locker, hinter dem der lange führende World’s Danger Dritter wurde vor dem enttäuschenden Favoriten Miracle S, der diesmal nie an die Spitze kam. Offenbar passte die Distanz haargenau für The Paco Kid.

Nur eine halbe Stunde zuvor hatte die Mannschaft Meulen/Franzen mit Dutch Master (38:10) in einem 1.900 Meter-Handicap bereits einen Treffer gelandet. An der Spitze stand dieser gegen Big Moun bestens durch. Sein Reiter Robin Weber wird am Mittwoch ins Profilager wechseln (er reitet für den Kölner Grewe-Stall) - er legte auch im abschließenden 2.300 Meter-Ausgleich IV mit Sebastian Kludkas Las Fuentes (25:10) noch einen Sieg nach. Nichts wurde es hier aus dem sechsten Saisontreffer des Favoriten Alexandre. Der Wallach musste aus hinteren Regionen viel aufholen und kam nur noch auf Rang drei. „Er kam schwer auf die Beine. Mit Aufgewicht war das schon okay“, so Trainer Henk Grewe

Esther Ruth Weißmeier hatte zum Auftakt mit dem von ihrer Mutter Regine vorbereiteten Incorruptible (70:10) in einem Ausgleich IV über 1.500 Meter schon einen Érfolg geschafft. Früh ließ der Cape Cross-Sohn vorne nichts anbrennen und setzte sich locker von dem immer prominenten Tableforten und dem zu spät kommenden Favoriten All Percy ab. „In Mons hatte er keinen guten Rennverlauf, und das Rennen war auch eine Etage zu hoch. Wir sind mit einigen Erwartungen hierher gefahren. Ob er am Sonntag in Mannheim wieder läuft, entscheiden wir morgen“, so Trainergatte Joachim Weißmeier.

Einen Favoritensturz gab es in einem 1.900 Meter-Ausgleich IV, denn der Seriensieger Newton Lodge konnte sich von extrem weit hinten nur noch auf den vierten Rang steigern und blieb als 16:10-Chance deutlich unter den Erwartungen. „Er hat zu stark gepullt und ging sehr weite Wege“, erklärte Besitzer Christian Bruer. Vorne legte Ronny Heimburgers Floralys (139:10) immer wieder gegen den großen Außenseiter Lou Bega und Marientaler zu. „In Dortmund ist sie am zu schweren Sand gescheitert. Heute war die Bahn besser. Nun bekommt sie eine verdiente Pause“, signalisierte Heimburger nach dem vierten Saisontreffer von Floralys. Kurios: Die Zweierwette wurde nicht getroffen!

Nach Belgien ging der Sieg in einem 1.100 Meter-Sprint, als der 44:10-Mitfavorit Ponthieu (A. v. d. Troost) mit großem Endspurt sicher vor Brio und Mex zum Zuge kam. „Seine letzte Form war ja sehr gut. Er hatte heute keine gute Startnummer, aber außen dann auch keinen Sand abbekommen. Wir starten nun in Dortmund oder in Ghlin“, versicherte Trainer Toon van den Troost.

Ein Zwei-Pferde-Rennen war der 2.300 Meter-Ausgleich IV, als sich Christian von der Reckes Kolonel Kirkup (28:10, A. Pietsch) noch sicher von Bugler’s Dream und Red Dynamite freimachte.



 

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