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Zwei Top-Galopp-Events in Krefeld

Das Super-Finale der deutschen Grupperennen 2015

Krefeld 5. November 2015

Das Beste kommt zum Schluss! Am Sonntag werden beim großen Galopp-Saisonfinale in Krefeld gleich zwei Gruppe-Rennen ausgetragen. Es handelt sich um die letzten beiden Prüfungen der Elite-Liga der schnellen Rennpferde in diesem Jahr auf einem deutschen Hippodrom.

Im Großen Preis von Link in Krefeld der Tölke + Fischer Gruppe - Herzog von Ratibor-Rennen (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.700 m, 5. Rennen um 14:10 Uhr) geben sich zehn Spitzen-Zweijährige die Ehre. Dabei versucht der im Besitz von Franz Prinz von Auerspergs Stall Antanando stehende Parthenius (Rafael Schistl) aus dem Krefelder Stall von Mario Hofer nicht nur für einen Heimsieg zu sorgen. Er kann auch auf den Spuren seines rechten Bruders Pastorius wandeln, der hier 2011 siegte, ehe er im darauffolgenden Jahr sogar zum Derby-Siger avancierte.


Aber er hat jede Menge Konkurrenten. Dem Ittlinger Sound Check (Andreas Suborics) hatte man im Preis des Winterfavoriten mehr zugetraut, er sollte wieder an seinen vorangegangenen Erfolg anknüpfen. Der Ammerländer Burma King (Vinzenz Schiergen) verlor seinen ersten Treffer durch Disqualifikation, weil er einen Konkurrenten behindert hatte, und kann sich hier rehabilitieren. Trainer Peter Schiergen über seine beiden Kandidaten: „Von Sound Check hatte ich mir zuletzt mehr erwartet, er sollte das richtigstellen. Burma King ist noch sieglos, gehört aber auch in die Klasse, die hier verlangt wird.“


Champion Markus Klug und das Gestüt Röttgen haben mit dem Düsseldorfer Sieger El Loco (Martin Seidl) und vor allem dem in Köln nach Startverlust noch mächtig auf Touren gekommenen Deukalion (Eugen Frank) zwei Eisen im Feuer. Auch Waldemar Hickst ist mit einem Duo vertreten, bestehend aus dem in Straßburg nicht ganz glücklich agierenden Quiliano (Alexander Pietsch) und der auf Anhieb in Compiegne sehr stark platzierten Stute Parvaneh (Antoine Hamelin).


Gauguin (Filip Minarik) kommt aus dem Stall des Münchener Gruppe I-Helden Ito, aber auch der Kölner Sieger Baroncello (Andreas Helfenbein) darf in einem sehr offenen Rennen nicht unterschätzt werden. Sein Trainer Andreas Löwe: „Sein Laufen war gut. Mal sehen, wie er zu den anderen Pferden steht. Er sollte mit weichem Boden keine Probleme haben.“


Auch der Große Preis von Rondo Food - Niederrhein-Pokal (Gruppe III, 55.000 Euro, 2.050 m, 7. Rennen um 15:30 Uhr) lockt ein illustres Aufgebot von elf Pferden an. Mit Lucky Lion (Andreas Helfenbein) ist sogar noch ein Kandidat im Aufgebot, der bereits auf allerhöchster Ebene erfolgreich war. Sein Betreuer Andreas Löwe: „Er gefällt mir. Die Krefelder Bahn liegt ihm. Auch weicher Untergrund wäre kein Problem.“


Mit dabei sein wird auch der Vorjahressieger Vif Monsieur (Koen Clijmans). Aus dem Krefelder Quartier von Mario Hofer ist der in diesem Jahr im Großen Preis der Dortmunder Wirtschaft (Gruppe III) erfolgreiche Nordico (Rafael Schistl), der im Besitz des Kölner Renn-Vereins-Präsidenten Eckhard Sauren steht, vor allem auf weicher Bahn ein Faktor. Aber auch hier geben sich noch einige andere Top-Anwärter die Ehre.


Der Kölner Coach Waldemar Hickst bietet sogar ein Trio auf, bestehend aus Maningrey (Andreas Suborics),der „in Baden-Baden angeflogen kam und in Einstellung dieser Form gute Chancen hat“, Nicolosio (Antoine Hamelin), der laut Hickst „in Baden-Baden etwas enttäuscht hat, aber besser laufen müsste“ und Bravo Girl (Stephen Hellyn), die sich in Hannover in einer Listen-Prüfung ordentlich hielt. Aus Köln kommt auch die Karlshoferin Auctorita (Francisco Da Silva), über die Trainer Henk Grewe sagt: „Sie hat eine Pause zu überbrücken. Es wird nicht ganz einfach. Am Jahresende soll sie in die Zucht wechseln.“


Insgesamt werden zum Finaltag acht Rennen mit zumeist riesigen Starterfeldern entschieden. Im Ausgleich II über 2.050 Meter (4. Rennen um 13:30 Uhr) wird auch die Viererwette mit einer Garantie-Auszahlung von 10.000 Euro ausgespielt. Hier wimmelt es nur so an chancenreichen Teilnehmern, wie Risalto (E. R. Weißmeier), Red Pepper (R. Weber), die sich schon in Baden-Baden auseinandersetzten, Lindblad (A. Pietsch) oder dem gerade erfolgreichen Le Tiger Still (J. Bojko).


Auch die Freunde des Hindernissports kommen nicht zu kurz. Im Herbert Cohn Gedächtnis-Jagdrennen über 3.900 Meter (8. Rennen um 16 Uhr) tritt mit Falconettei (Cevin Chan) eine in diesem Jahr bereits fünf Mal erfolgreiche Hindernisgröße an. Der in Bremen von Pavel Vovcenko trainierte sechsjährige Wallach hat bereits in diesem Jahr in Krefeld seine große Klasse auf der Jagdbahn unter Beweis gestellt.
 

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