Login
Trainerservice
Schliessen
Login

Geschwister-Doppel in Bremen

Gemeinsam sind sie stark

Bremen 14. November 2015

Wie die Schwester, so der Bruder – das war das Motto am Bremer Samstagsrenntag. Denn zwei Geschwister, beide aus dem Warendorfer Stall von Ferdinand Leve, bewiesen in der Vahr ihr Können. Zunächst setzte sich die extrem formbeständige Fiorella im Preis von German Tote (Ausgleich IV, 1.200 m) durch - die Stute kam unter dem gerade erst zum Profi avancierten Robin Weber zum verdienten zweiten Saisonsieg. Mit sehr starkem Endspurt ließ die 40:10-Mitfavoritin den verbesserten Sameer und Novice of Budysin hinter sich.

Und ihr Bruder Finch Hatton (41:10) eiferte ihr im Hauptereignis nach – im Ambassador-Memorial (Ausgleich II, 1.300 m) lief der Pivotal-Sohn der Felicity nach einem starken Ritt von Andreas Helfenbein allen davon. „Im fehlte noch die Routine im Kopf“, hatte Ferdinand Leve nach der Platzierung zuletzt in München gesagt. Doch der dritte Saisonerfolg war eine sehr sichere Angelegenheit. Die auf passend schwerer Bahn noch stark anziehende More Than Honey und Saldaria komplettierten die Dreierwette, während sich die Ungarin Sara Taylor und Rosenkönig Platz vier teilten. Die Viererwetten bezahlten 51.377 bzw. 25.371:10 Euro. Die Favoritin Zitat kam auf offenbar zu kurzer Distanz nie von hinten weg.

Mit einem sehr überzeugenden Erfolg des Champion-Teams von 2014 hatte der Nachmittag begonnen, als die im Besitz des Gestüts Görlsdorf stehende und von Markus Klug aufgebotene Iffraaj-Tochter Tickle Me Blue (28:10) das Zweijährigen-Prüfung über 1.400 Meter unter Martin Seidl gewann. Bis in die Gerade hinein ließ sich die Lady von Saxone führen, um sich dann von ihr und der favorisierten Wahiba noch locker zu verabschieden. Da scheint ein Talent für 2016 heranzureifen.

Ein deutlich härtestes Stück Arbeit als erwartet war der Erfolg von Mooney Valley (18:10, St. Hofer) in einer 1.600 Meter-Prüfung. Die im vergangenen Jahr in Frankreich sogar auf Gruppe-Ebene erfolgreiche Stute versäumte sich um zahlreiche Längen am Start und war lange an letzter Stelle auszumachen. Doch Meter um Meter machte die Dreijährige auf den mit Vorsprung führenden Rock Academy gut und wendete am Ende tatsächlich noch das Blatt. Glad Libero erkämpfte sich Rang drei gegen die beim Einstand noch nicht gefährlich wirkende Wiesenblume.

Er hatte einen tollen Bahnschnitt und agiert derzeit in der Form seines Lebens: Sauber (133:10) machte die Warendorferin Silke Brüggemann einmal mehr glücklich. Denn als Reiterin, Besitzerin und Trainerin zeichnet sie für den achtjährigen Wallach verantwortlich, der im reifen Alter von acht Jahren in einem 2.200 Meter-Handicap den dritten Sieg in Folge perfekt machte. Mit immer neuen Reserven zwang Sauber unter dem hohen Gewicht von 65 Kilo die favorisierten Dalmore und Shaw sicher in die Knie.

Erst am Dienstag hatte der früher in Gruppe- und Listenrennen aufgebotene Birthday Prince noch einen Ehrenplatz im belgischen Mons erreicht. Trainer Christian Sprengel nannte den im Besitz von Marlene Haller stehenden Wallach kurzerhand für eine maßgeschneiderte 1.600 Meter-Prüfung nach, die dieser als 15:10-Favorit mit Alexander Pietsch im Sattel auch souverän gegen Siempre Manduro und Palmetto beherrschte.

Seit Mai hatte die Höny-Hoferin Salve Venezia (34:10) kein Rennen mehr bestritten, doch in einem 2.400 Meter-Rennen meldete sich die von Andreas Löwe aufgebotene Areion-Tochter gleich mit einem Treffer zurück. Unter Marc Lerner, der den Ritt von Andreas Suborics übernommen hatte, trumpfte die Dreijährige vor Sacrifice My Soul und Le Monsun mit mächtigem Speed auf.

Im sehenswerten Jagdrennen über 3.500 Meter landete der Bad Harzburger Rennvereins-Präsident Stefan Ahrens als Mitbesitzer einen Sieg durch den von Elfi Schnakenberg vorbereiteten Good Prince (29:10). Champion Cevin Chan wartete an zweiter Position lange mit der entscheidenden Attacke auf den teilweise deutlich führenden Six Stone Ned, um am Ende klar das Heft in die Hand zu nehmen. Der Tscheche Illuminati stand schnell als Dritter fest.

Gleich beim ersten Start für Trainerin Julia Römisch schnappte sich der Wallach Landadel (111:10) den abschließenden 2.200 Meter-Ausgleich IV. Beim seinem zweiten Tagescoup zeigte Jockey Alexander Pietsch ein starkes Finish und überspurtete noch den Favoriten Aitutaki sowie Termino.

 

Schlagworte zum Artikel

Champions League

Weitere News

  • Wieder ein Achtungserfolg für den Deutschen in Dubai

    Ross erneut guter Vierter

    Dubai 22.02.2018

    Deutschlands Dubai-Spezialist, der von Peter Schiergen in Köln für den Stall Domstadt trainierte Ross, zeigte am Donnerstagabend erneut eine achtbare Vorstellung in dem Wüsten-Emirat und belegte auch bei seinem zweiten Auftritt während des World Cup Carnivals 2018 in Meydan den vierten Platz.

  • Startnummer für Noor Al Hawa das Fragezeichen

    Countdown für die Katar-Deutschen

    Doha/Katar 22.02.2018

    Daumendrücken ist angesagt für die beiden deutschen Starter beim Emir’s Sword Festival in Doha/Katar. Bereits am Freitag wird der von Mario Hofer für Eckhard Sauren trainierte Diplomat mit Alexander Pietsch den Irish Thoroughbred Marketing Cup bestreiten. In diesem 200.000 Dollar-Gruppe II-Rennen über 1.600 Meter geht er aus der günstigen Startbox zwei an den Start und könnte den vierten Rang aus dem Vorjahr durchaus überbieten.

  • Deutscher Gast aus Startbox 16 ins Katar-Highlight

    Kein Losglück für Noor Al Hawa

    Doha/Katar 21.02.2018

    Das Glück hatte der deutsche Starter in der H.H. The Emir’s Trophy, dem am Samstag anstehenden Höhepunkt des Emir’s Sword Festivals in Katar, bei der Startboxen-Auslosung am Mittwoch um 18:30 Uhr im Four Seasons Hotel in Doha leider nicht auf seiner Seite: Noor Al Hawa, der Vorjahreszweite dieses mit einer Million US-Dollar dotierten 2.400 Meter-Events, das im Al Rayyan Park ausgetragen wird, erwischte im 16-köpfigen Feld die Box 16 ganz an der Außenseite. Eduardo Pedroza wird den deutschen Gast reiten.

 
 

Newsletter abonnieren

GERMAN RACING

Erlebnissport der Extraklasse.
Unter der Dachmarke “GERMAN RACING” werden spannende Pferderennen und stimmungsvolle Veranstaltungen auf den deutschen Rennbahnen abgehalten. Seit 188 Jahren bestehen Pferderennen als ältester organisierter Sport in Deutschland. Ein echter Klassiker!

Imagefilm

GERMAN RACING Imagefilm