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Robin Weber wieder in starker Form

Bellcanto und The Paco Kid imponieren

Neuss 17. November 2015

Das erwartete Zwei-Pferde-Rennen wurde die einleitende 1.500 Meter-Prüfung am PMU-Dienstag in Neuss, allerdings in einer anderen Reihenfolge als von den meisten vorhergesagt. Denn die Favoritin Phoibe fand ihren Meister in dem Start-Ziel auf und davon gehenden Bellcanto (26:10), der eine imponierende Vorstellung gab und unter Andreas Helfenbein am Ende sechs Längen Vorsprung auf die Konkurrentin hatte, während Short Cut als Dritter achtbar lief.

„Endlich hat er sein erstes Rennen gewonnen. Das Problem bei ihm ist, dass es auf seiner Distanz kaum Rennen bei uns gibt und er im Handicap relativ hoch steht. Ich war auch skeptisch wegen der 1.500 Meter, aber die Sandbahn hat ihre eigenen Gesetze. Er hat das super gemacht, nun werden wir schauen, ob es in Deutschland oder Frankreich weitergeht“, versicherte Trainer Sascha Smrczek.

Sträflich unterschätzt hatten die Wetter den von Besitzertrainerin Mary Berrevoets-Uivel in Holland trainierten Lunar Prospect im 4. Lauf zur Wintermeisterschaft der Amateure (Ausgleich IV, 1.900 m). Denn zur Quote von 156:10 trumpfte der Wallach nach dem starken Ansatz hier auf. Seine Reiterin Cindy Klinkenberg aus Duindigt („es war mein erster Treffer in Deutschland, fünf Rennen hatte ich in Holland schon gewonnen“) bewies viel Übersicht und entlockte ihm vor dem stark nachsetzenden Iniesta und Pacha große Reserven. „Er hatte sich ja beim letzten Mal schon gut verkauft. Drei Pferde stehen bei mir im Stall“, verriet die erfolgreiche Trainerin.

Ein Siegertyp par excellence ist Jördis-Ina Meineckes Dark Fighter (64:10), der unter dem jungen Robin Weber in einem 1.500 Meter-Handicap den fünften Saisontreffer markierte. Mit gewaltigem Speed machte sich der Wallach noch von dem ebenfalls heranstürmenden Power Star und Amparo frei. „Wir hatten mit einem guten Abschneiden gerechnet. Ich habe auch die Dreierwette getroffen“, versicherte Helnrich Bormann, der Besitzer des Siegers vom Stall Moorbock. Bei einer Quote von 16.403:10 sicherlich eine beachtliche Ausbeute.

Eine Riesenüberraschung bedeutete der Erfolg des von Ralf Rohne trainierten Orotouch (222:10) in einem Ausgleich IV über 1.500 Meter, der nach frühem Vorstoß gegen Smart Shuffle und Favorfoot Danon bald alle Weichen auf Sieg gestellt hatte. Reiterin Esther Ruth Weißmeier zog mit dem 19. Erfolg an Tommaso Scardino an die Spitze im Championatskampf der Auszubildenden.

Und auch eine halbe Stunde durfte sich der nicht vor Ort weilende Düsseldorfer Trainer Ralf Rohne über einen Sieg freuen – durch die 91:10.Chance Palmira, die von zweiter Position aus leichtes Spiel mit Tallevu und Kiowa hatte. Alexander Pietsch markierte einen Treffer im Championatskampf und rückte damit mit 73 Treffern bis auf einen Sieg an Andrasch starke heran. „Wir hatten ein schönes Rennen mit einem Führpferd an zweiter Stelle- Das war ein wichtiger Punkt.“ Am Mittwoch steigt er wie einige Kollegen bereits wieder in seiner Heimatstadt Dresden in den Sattel. „Wir haben uns zu acht Personen einen Bus dafür gemietet“, sagte Pietsch.

Eine echte Sandbahn-Entdeckung scheint Lucien van der Meulens The Paco Kid (23:10), der in einem 1.100 Meter-Sprint trotz der äußeren Startbox bald schon die Spitze inne hatte und sich von dem aus München angereisten Riesenaußenseiter Shinko Danon und Nandolo locker freimachte. Robin Weber feierte auf dem von Anthonius Franzen in den Niederlanden vorbereiteten Wallach seinen zweiten Tagessieg. „Es ging sehr leicht, bei The Paco Kid ist noch Luft nach oben“, kommentierte der junge Reiter.

Im Araber-Rennen über 1.500 Meter hatte Regine Weißmeier drei Pferde engagiert, mit Ainhoa Djass hatte man am wenigsten gerechnet, doch der 155:10-Außenseiter schob sich genau im Ziel mit kapitalen Reserven noch an Darat Al Ayam und Robbie The First vorbei. Martin Seidl hatte den Ritt für den verletzten Eugen Frank übernommen. „Eigentlich ist Ainhoa Djass der größte Clown bei uns im Stall, aber Martin hat einfach ein Händchen für Araberpferde“, meinte Trainergatte Joachim Weißmeier.

Im abschließenden 1.900 Meter-Handicap wurde der von Petra Gehm aufgebotene Big Moun (29:10) unter Francisco Da Silva auf der Zielgeraden noch so schnell, dass er an All Percy und See You Soon regelrecht stehenließ.


 

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