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Nach Sand-Sieg nun auf Schnee-Kurs

Verwandelt! Long Cross der „Elfmeter“ in Neuss

Neuss 29. November 2015

Die Bezeichnung „Elfmeter ohne Torwart“ war am Sonntag am PMU-Renntag in Neuss vollauf gerechtfertigt: Als heißer 14:10-Favorit galt der im Besitz des in Dubai ansässigen Jaber Abdullah stehende Long Cross in einem 1.900 Meter-Rennen. Und erwartungsgemäß stand der Cape Cross-Sohn hier deutlich über der Konkurrenz und bescherte Trainer Andreas Wöhler einen weiteren Punkt im Championatskampf.

Start-Ziel verabschiedete sich der schon im Ausgleich I sehr stark gelaufene Long Cross unter Eduardo Pedroza (zweiter Tagessieg) auf Nimmerwiedersehen von der Konkurrenz. Sehr früh setzte der Jockey die Hände hin, daher betrug der Vorsprung am Ende nur zweieinhalb Längen, wurde aber zurecht mit „hochüberlegen“ charakterisiert. „Er hat alles sehr gut gelöst und ist vielleicht ein Pferd für die Schneerennen in St. Moritz“, gab Eduardo Pedroza die weitere Marschroute aus.Dort könnte Long Cross auf From Frost treffen, der noch jede Menge Boden gutmachte und an Twain vorbei auf den Ehrenplatz kam.

Wöhler hat nun vier Punkte Vorsprung auf seinen Kollegen Peter Schiergen, dessen Starterin More Than Honey im 1.500 Meter-Ausgleich III hauchdünn den Sieg verfehlte. Hochdramatisch verlief die Schlussphase dieser Prüfung, denn die Stute und der Iffezheimer Gast Leoderprofi lieferten sich weit vor Antonow einen packenden Kampf. Und der 31:10-Mitfavorit und schon achtjährige Wallach aus dem Badischen stand gegen die nie locker lassende Lady mit einer Nase-Vorteil durch. Eva-Maria Zwingelstein ritt den Tertullian-Sohn mit viel Übersicht. „Leoderprofi hat es wie schon in Baden-Baden sehr spannend gemacht, aber wieder mit Glück gewonnen. Mal schauen, ob er noch in einen Ausgleich III am 13. Dezember in Dortmund passt“, erklärte Trainer Gerald Geisler.

Eine tolle Saison legt Helga Dewalds Nandolo (36:10) hin – der immerhin schon siebenjährige Wallach feierte unter Olga Laznovska im einleitenden 1.100 Meter-Handicap seinen vierten Saisontreffer mit starkem Speed vor Square Lamartine und Brio. „Beim letzten Mal kam er aus einer Pause. ich hatte mir schon gedacht, dass er heute gewinnt. Nun geht er aber in eine Pause bis Ende Februar“, verriet Trainer-Vertreter Dirk Baltromei.
Auch der bereits Elfjährige Shaw (36:10, R. Weber) aus dem Neusser Quartier von Marion Weber hat 2015 nicht das Geringste falsch gemacht. In einem 2.300 Meter-Ausgleich IV wurde für den Wallach der dritte Erfolg in dieser Saison perfekt, der aus dem Vordertreffen gegen Princess Dumont und die Riesenaußenseiterin Neroli Note sehr souverän ausfiel. „Damit er nicht soviel Sand abbekommt, habe ich Shaw nach außen genommen. Er hat sich an seine alte Klasse erinnert“, berichtete sein Reiter Robin Weber.

Als mehr als guter England-Kauf erweist sich Armin Weidlers Narborough (29:10), der nicht nur in Bad Doberan erfolgreich war, sondern nun auch auf der Sandbahn zum Zuge kam. Eduardo Pedroza schickte den Favoriten in der Südseite vor das Feld und machte sich rechtzeitig vor dem noch einmal anziehenden Jordan’s Tiger und Phaleandro frei. „Eigentlich waren wir noch zu früh vorne, aber es hat alles gut geklappt“, so Pedroza.

Als Sandbahn-Experte ist Pacha schon seit längerem bekannt, und in der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 1.900 m) erinnerte sich der Wallach wieder an seine Bestform. Mit enormem Einsatz zwang der 62:10-Mitfavorit nach einem Top-Endkampf von Amateur Mark Gier noch Evento und Troyanda in die Knie, während die Favoritin Red Dynamite zu spät ins Rollen kam und die Viererwette (Quote: 35.309:10) komplettierte. „Er ist ein gutes Pferd, das immer sein Bestes gibt“, signalisierte Besitzertrainer Philipp Berg, der in Zweibrücken zwei Pferde vorbereitet.

Sand ist auch der bevorzugte Untergrund von Petra Gehms Big Moun, der trotz eines stattlichen Aufgewichts von fünf Kilo im 1.900 Meter-Ausgleich III gleich einen weiteren Erfolg schaffte. Francisco Da Silva entlockte dem Wallach immer neue Reserven und kam vor der stark anziehenden Best Love Song und Naaseh noch sicher hin. „Man muss ihn in der Arbeit genau dosieren, da er nicht ganz einfach ist. Das können Francisco und auch Monique Lübcke sehr gut. Als Mensch würde man sagen, Big Moun ist hyperaktiv“, schilderte Peter Gehm.

Im abschließenden 1.500 Meter-Rennen zeigte sich Miltcho Mintchevs Ledena (21:10, J. Bojko) nach dem Ehrenplatz am Dienstag nun in Sieglaune – die Pivotal-Tochter machte sich deutlich von Siempre Sonrisa und Fuscano frei. Erneut ohne Treffer blieb der in der Jockey-Statistik führende Alexander Pietsch.



 

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