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Starker Endlauf zur Registano-Trophy in Bremen

Grasbahn- und Listen-Finale am Nikolaustag

Bremen 3. Dezember 2015

Völlig neue Wege gehen die Verantwortlichen des Bremer Rennvereins, und das ist wahrlich bemerkenswert: Denn es gibt am Nikolaus-Sonntag noch einen späten Renntag in der Vahr. Gleichzeitig handelt es sich bei den acht Prüfungen ab 11:25 Uhr um die letzten Grasbahn-Rennen in Deutschland, bevor bis Mitte März ausschließlich auf den Winterbahnen in Dortmund und Neuss veranstaltet wird.

Aber damit noch nicht genug – denn mit dem IDEE KAFFEE – Großer Preis von Karlshorst (6. Rennen um 13:55 Uhr) wird erstmals seit 2007 eine Traditions-Prüfung wieder hier stattfinden - gesponsert von Kaffeekönig Albert Darboven - und die Hindernis-Fans in Atem halten. Denn das letzte Jagdrennen 2015 ist nicht nur das finale Listen-Rennen des Landes in diesem Jahr, das 14.000er über 4.200 Meter markiert auch einen der Höhepunkte der Bremer Galopp-Saison.

Mit einem Gast aus Tschechien ist das Aufgebot international. Pavel Vovcenko, der alte und neue Champion der Hindernistrainer hierzulande, bietet mit Falconettei (mit dem designierten Champion Cevin Chan) eines seiner Asse auf. Zuletzt bezog der Wallach in Krefeld eine unerwartete Niederlage gegen die hier ebenfalls vertretene Audientia (V. Korytar). Hauptkonkurrent sollten wieder die Stute, die nun aber drei Kilo ungünstiger in der Partie steht, und der zuletzt in Bremen siegreiche Good Prince (Chr. Robert) sein. Falconetteis Trainer Pavel Vovcenko: „Beim letzten Mal musste Falconettei auf tiefer Bahn deutlich mehr Gewicht tragen als Audientia. Das war am Ende entscheidend.“

Bei dieser Prüfung handelt es sich auch um den Endlauf der Registano-Trophy 2015, die den Hindernissport aufwertet. Dieser Wettbewerb besteht aus sechs Hindernisrennen auf sechs verschiedenen Rennbahnen in Deutschland. Der Gesamtsieger wird bekanntlich in einer Punktewertung ermittelt. In jedem Lauf gibt es für das erfolgreiche Pferd 12 Punkte, die Nächsten erhalten 8 – 6 - 4 – 3 - 2 Punkte, alle anderen Pferde, die an den Start gehen, einen Punkt.

Interessant sind folgende Zahlen: An den bisher fünf Wertungsläufen nahmen Pferde von 17 Trainern und 22 Besitzern teil. 21 Reiter stiegen in den Sattel. Als Preis für die Gesamtsieger gibt es je 2.500 Euro. Bei den Trainern ist Pavel Vovcenko nicht mehr einzuholen, da er mit Falconettei einen Starter hat, während seine Kontrahentin Cornelia Schmock nicht vertreten ist. Bei den Besitzern liegt Cornelia Schmock derzeit gleichauf mit dem Stall Nicole. Theoretisch könnten beide vom Stall Auteuil eingeholt werden. Bei den Reitern kann Cevin Chan noch von Vlastislav Korytar abgefangen werden.

Gleich zweimal treten die Youngsters in Aktion. Über 1.200 Meter (1. Rennen um 11:25 Uhr) ist Andreas Wöhler, der die Trainer-Wertung mit vier Punkten (67 Siege) anführt, mit der Brümmerhofer Novizin Alaba (E. Pedroza) vertreten, während sein Verfolger Peter Schiergen (63 Siege) die schon gut gelaufene Fährhoferin Lagoa sattelt. Interessant: Ihr Jockey Andrasch Starke meldet sich nach einmonatigem Japan-Gastspiel wieder zurück. Er rangiert mit 74 Erfolgen aktuell zwei Siege hinter seinem Kollegen Alexander Pietsch (76 Siege) im Titel-Fight.

Über 1.600 Meter (3. Rennen um 12:25 Uhr) bietet Wöhler die beim Einstand hier drittplatzierte Fährhoferin Wahiba (E. Pedroza), die die Farben der Stiftung Gestüt Fährhof und Gute Freunde Partnership trägt, die „guten Freunde“ sind ein Ableger des Stalles 24 der Fußball-Stars Claudio Pizarro und Tim Borowski. Favorit ist aber sicherlich Schiergens Hoffnung Nimrod (A. Starke), der nach drei Ehrenplätze siegreif scheint.

Die Wettchance des Tages mit einer Top-Garantie-Auszahlung von 15.000 Euro wird in der Viererwette des 7. Rennens um 14:30 Uhr (Ausgleich III, 2.200 m) ausgespielt. Hier empfehlen wir die hier in großer Manier erfolgreiche Ittlingerin Prairie Pearl (A. Starke) und King’s Breizh (St. Hofer) als Bankpferde.
 

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