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Championatskampf wird immer spannender

Schiergens große Aufholjagd

Neuss 8. Dezember 2015

Der Championatskampf 2015 wird immer spannender. Denn am PMU-Dienstag auf der Neusser Sandbahn sorgte der Kölner Coach Peter Schiergen für Furore. Zwei Treffer gelangen dem Asterblüte-Trainer, der der aktuellen Nummer eins der Statistik, Andreas Wöhler, immer dichter auf den Fersen ist. Dessen Vorsprung ist mit 68:67 Siegen auf einen Treffer zusammengeschmolzen.

Zunächst sicherte sich Schiergen mit John O‘ Connors Manchurian (37:10) unter Sohn Vinzenz einen 1.900 Meter-Ausgleich IV in tollem Stil. Aus dem Vordertreffen löste sich der dreijährige Sohn des US-Superstars Curlin (gewann u.a. den Dubai World Cup) auf klaren Vorsprung von Clubber Lang und Banafsheh. Schon in seiner früheren Heimat, den Vereinigten Staaten, war der Dreijährige auf diesem Untergrund in einem 75.000 Dollar-Rennen platziert gewesen. Da darf man sicherlich noch einiges erwarten.

Und im abschließenden 1.500 Meter-Rennen absolvierte Stall Nizzas Dreijähriger Drummer (10:10) unter Andrasch Starke einen Spaziergang. Der schon in Gruppe-Rennen nach vorne gelaufene mehrfache Sieger von Auktionsrennen machte mit Andreas Wöhlers Near Excellent und Mia Mara kurzen Prozess und stand turmhoch über den Gegnern.

Aber auch bei den Jockeys ging es im Titel-Fight zur Sache. Vor dem Treffer mit Drummer für Anbdrasch Starke hatte bereits Alexander Pietsch mit Iniesta gepunktet, so dass er 79:77 Erfolgen unverändert zwei Punkte Vorsprung hat.

"Er ist rechtzeitig da“, feierte Rennkommentator Pan Krischbin Alexander Pietsch, nachdem dieser mit dem 26:10-Favoriten Iniesta aus dem Quartier von Uwe Schwinn mit Riesenschritten noch Early Guest in der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 1.900 m) abgefangen hatte. Lou Bega und Evento komplettierten die Viererwette, die 25.000:10 bezahlte. Acht Wetter kassierten jeweils 1.250 Euro.

Das Vertrauen der Wetter war gewaltig: Als 18:10¬Favoritin ging die nach einem Quartierwechsel erstmals von Henk Grewe für das Gestüt Karlshof aufgebotene All of the Lights in der 1.500 Meter-Zweijährigen-Prüfung als 18:10-Favoritin an den Start. Und die Tertullian-Tochter rechtfertigte diese Einschätzung eindeutig. Unter Michael Cadeddu setzte sich die Stute sofort an die Spitze und kontrollierte von dort aus auch die Konkurrenz, von der nur Rainmaker (Andrasch Starke) mit zwei Längen Rückstand einigermaßen folgen konnte, während What Goes Around als Dritte schon weitere sieben Längen zurück folgte. Offenbar reift bei der Halbschwester solch guter Pferde wie Apokalypse, A beautiful mind und vor allem des mehrfachen Gruppesiegers Alianthus ein echtes Talent heran, auf das man 2016 mehr als gespannt sein darf.

Nach Österreich an den Wiener Stall von Tamara Richter ging der Sieg in einem 1.500 Meter-Handicap, denn der bereits auf französischen und ungarischen Sandbahnen positiv in Erscheinung getretene Boetie’s Dream (99:10, M. Lerner) setzte sich mit sensationellem Speed vom allerletzten Platz gegen den ziemlich unterschätzten Orotouch und den Favoriten Tableforten durch. Die Zweierwett-Quote war mit 3.785:10 sehr beachtlich. Seinen ersten Ritt nach langer Verletzungspause absolvierte Bayarsaikhan Ganbat und wurde auf Beau Dreamer Vierter.

Die Pferdefreunde vom Stall Turftrab hatten offenbar ein goldenes Händchen. Denn gleich beim ersten Start in ihren Farben triumphierte Dr. Andreas Boltes Entourage in einem 2.300 Meter-Ausgleich IV. Start-Ziel setzte sich der 19:10-Favorit völlig souverän durch. In der Südseite beorderte Robin Weber den Sandbahn-Spezialisten in äußerer Spur vor die Konkurrenz, von der Izodar mit starkem Endspurt noch an Bugler’s Dream vorbeikam. Bei Entourage sollte auf diesem Untergrund noch einiges möglich sein.

Nur eine halbe Stunde zeigte der 16-jährige Robin Weber erneut, welches Talent im Sattel er ist. Denn mit dem von seiner Mutter Marion in Neuss trainierten Red Dynamite (61:10) überrollte er die Gegnerschaft auf der ungewohnten 1.500 Meter-Strecke mit Mitchell und Phaleandro an der Spitze.

Der erste Erfolg nach seiner „Zwangspause“ wurde für Tommaso Scardino im 1.100 Meter-Sprint perfekt, als er mit Pavel Vovcenkos Powerplay (47:10) souverän gegen Charlize und Novice of Budysin hinkam und dem Wallach den fünften Saisonsieg bescherte. Mit 19 Treffern schloss Scardino damit zu Esther Ruth Weißmeier im Championat der Auszubildenden auf.


 

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