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Red Dubawi die deutsche Hoffnung bei den Millionenrennen

Die „Galopper-Weltmeisterschaft“ in Hong Kong

Hong Kong 9. Dezember 2015

Inoffiziell handelt es sich um die Weltmeisterschaft der Galopper: Am Sonntag, 13. Dezember locken die Longines Hong Kong International Races wieder die Creme de la Creme der globalen Spitzenpferde auf die Rennbahn Sha Tin in Hong Kong. In vier Millionenrennen erhielten etliche der besten Vollblüter der Welt eine Einladung zum Kampf der Star-Galopper.

Auch Deutschland ist vertreten. Zwei Pferde aus hiesigen Rennställen bekamen vom Hong Kong Jockey Club eine der begehrten Startzusagen, doch die ursprünglich für die Hong Kong Vase vorgesehene Stute Lovelyn kann verletzungsbedingt nicht antreten. Mit von der Partie ist dagegen der im Besitz von Zalim Bifov stehende und von Erika Mäder in Krefeld trainierte Red Dubawi, der unter Andreas Suborics die Hong Kong Mile (Gruppe I, 23 Mio. HK-Dollar, ca. 2,7 Mio. Euro, 1.600 m, 7. Rennen um 8:50 Uhr deutscher Zeit) avisiert.

Der bereits siebenjährige Dubawi-Sohn absolviert in Hong Kong das letzte Rennen seiner Rennkarriere. Für seine in wenigen Monaten aus dem Trainer-Beruf ausscheidende Betreuerin Erika Mäder sorgte er zuletzt noch für ein großes Highlight, als er in Mailand den Premio Vittorio di Capua (Gruppe I) mit großem Speed für sich entschied.

Trainerin Erika Mäder (67), deren bisher einziger Hong Kong-Starter Faberger im Jahr 2000 in der Hong Kong Mile 13. wurde: „Es ist alles gut mit Red Dubawi, er isst und trinkt gut und absolvierte am Mittwochmorgen einen guten Galopp, er kam auf den letzten 400 Metern sehr stark auf. Wir sind happy mit ihm, aber wir würden uns mehr Regen wünschen und weicheren Boden. Natürlich geht es gegen sehr starke Gegner, wie Able Friend. Aber wir wollen unsere Chance nutzen.“

Jockey Andreas Suborics (43), der vier Jahre lang in Hong Kong aktiv war und dort 50 Sieger erzielte, bevor er nach Deutschland zurückkehrte, fügte nach dem Training am Mittwoch hinzu: „Er fühlt sich gut, ist gut gereist, und seine Arbeit war so gut, wie man sich das erhofft. Red Dubawi startet als Außenseiter, und wir haben nichts zu verlieren. Mit einem Platz unter den ersten Fünf wären wir zufrieden. Er braucht ein schnelles Tempo. Wir werden unterwegs am Ende des Feldes sein, da er etwas langsam vom Start kommt. Die letzten 300 Meter sind der beste Teil des Rennens bei ihm.”

Red Dubawi wird in einem Elite-Feld zu einer hohen Quote antreten. Der bereits angesprochene Hong Kong-Chinese Able Friend gilt als klarer Favorit. Der Superstar aus dem Stall von John Moore ist 13-facher Sieger, imponierte hier auch im Vorjahr. Seine jüngste Niederlage in der Jockey Club Mile gegen Beauty Flame und Contentment, die ebenfalls wieder mit von der Partie sein werden, sollte man ihm nicht ankreiden. Hoch gehandelt wird auch der fünfmal hintereinander erfolgreiche Japaner Maurice (holte sich gerade die Mile Championship in seiner Heimat). Auch der von Andre Fabre in Frankreich trainierten Esoterique (sicherte sich die Sun Chariot Stakes in Newmarket) wird einiges zugetraut.

Ohne deutsche Beteiligung gehen die anderen drei International Races über die Bühne. In der Hong Kong Vase (Gruppe I, 18,5 Mio. HK-Dollar, ca. 2,2 Mio. Euro, 2.400 m, 4. Rennen um 7 Uhr deutscher Zeit) ist der Franzose Flintshire Top-Favorit, der Zweite aus dem Prix de l‘ Arc de Triomphe geht als Vorjahressieger an den Start. Weitere Asse sind der Engländer Cannock Chase (Sieger im Canadian International), der Ire Highland Reel (Secretariat Stakes-Gewinner und Dritter in der Cox Plate) oder die beiden Franzosen Dariyan (Zweiter im Prix Guillaume d‘ Ornano in Deauville) und Ming Dynasty (Prix du Conseil de Paris-Gewinner).

Im Hong Kong Sprint (Gruppe I, 16,5 Mio. HK-Dollar, ca. 1,95 Mio. Euro, 1.200 m, 5. Rennen um 7:40 Uhr deutscher Zeit) liegen fast alle Trümpfe beim Gastgeberland – mit Gold Fun (2014 Zweiter in der Hong Kong Mile) und Peniaphobia (Vorjahreszweiter), die zuletzt hier im Jockey Club Sprint die Partie unter sich ausmachten.

Im Hong Kong Cup (Gruppe I, 25 Mio. HK-Dollar, ca. 3 Mio. Euro, 2.000 m, 8. Rennen um 9:30 Uhr deutscher Zeit) scheint die Partie sehr offen zwischen solchen Cracks wie dem Iren Free Eagle (Prince of Wales‘ s Stakes Sieger und Arc-Sechster), der starken Japanerin Nuevo Record sowie den im Vorjahr hier auf Platz eins bis drei eingekommenen Designs On Rome, Military Attack (beide aus Hong Kong) und Criterion (Australien).
 

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