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Sand-Spezialist überrascht gegen Ebeltoft

Mäders Twain stürzt den Favoriten

Dortmund 23. Januar 2016

Eigentlich wollte sie zum Ende des vergangenen Jahres bereits ihre Karriere als Trainerin beenden, doch da der avisierte Nachfolger noch nicht verfügbar war, waltet Erika Mäder unverändert ihres Amtes. Erfreulicherweise, denn seit Wochen agieren die Schützlinge der Krefelderin auf den deutschen Sandbahnen in bestechender Form.

Davon konnte man sich auch am PMU-Samstag in Dortmund überzeugen. Hier gelang dem von Mäder für Otto Margraf aufgebotenen Sandbahn-Spezialisten Twain (51:10) nach einem tollen Finish der Iffezheimerin Eva-Maria Zwingelstein eine Überraschung. Denn im allerletzten Galoppsprung und mit mächtigem Speed schaffte dieser das Kunststück, den nach Klasse normalerweise herausstehenden 15:10-Favoriten Ebeltoft noch hauchdünn mit einem Kopf abzufangen, doch verlor er auch eine Bandage. Der Schiergen-Schützling tankte hier Kondition für das Schnee-Meeting in St. Moritz. Neun Längen zurück eroberte Eliza noch Rang drei.

Eine kurze Pause hatte der Großenknetener Trainer Toni Potters mit seinen Pferden eingelegt, doch gleich bei erster Gelegenheit landete der Coach wieder einen Treffer: Im einleitenden Ausgleich III über 1.800 Meter trumpfte der Ende November bereits hier erfolgreiche Pleasantpathfinder (47:10, M. Pecheur) erneut auf. Mit starkem Speed lief der Wallach, der beim fünften Sand-Auftritt zum dritten Mal gewann, an der Außenseite an der Konkurrenz vorbei, von der sich Springtime Love noch auf den Ehrenplatz steigern konnte vor den lange tonangebenden Bombelli und Kitaneso.

Sträflich unterschätzt hatten die Wetter in einem 2.500 Meter-Ausgleich IV den von Christian von der Recke aus England importierten Kingdom (98:10), der beim vorletzten Start noch in Mons vorne war und auch anschließend als Dritter in Dortmund überzeugt hatte. Mit enormem Schwung überspurtete der Montjeu-Sohn mit 13 Längen Vorsprung die noch viel Boden gutmachende Ismay und den im Schlussbogen in Front gezogenen Favoriten American Day. Siegreiterin Katarina Nenadovic (21) landete ihren ersten Karrieretreffer überhaupt, und das in sehenswerter Manier.

In der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 1.800 m) gab es einen absoluten Sensations-Einlauf zwischen dem „Lord“ und dem „Baron“. In einem packenden Gefecht raufte sich in einem „adligen“ Duell der trotz des jüngsten Ansatzes kaum gewettete Lord Avonbrook (202:10, M. Lerner) aus dem Quartier von Besitzertrainer von Volker Röhrig nach Zielfoto-Entscheid an der 296:10-Chance Baron Spikey vorbei. Der Favorit Falakee (41:10) blieb als Dritter vor den in totem Rennen auf Platz vier einkommenden Heraclius (189:10) und Princess Dumont (144:10). Kurios: Zwei-, Dreier- und Viererwette wurden am deutschen Toto nicht getroffen!

Besitzertrainer Michael Alles aus Mannheim scheint mit dem England-Import Duke of Dunton (40:10, O. Laznovska) einen guten Griff getan zu haben. Denn im Amateurreiten über 1.950 Meter ließ der Wallach früh keinen Konkurrenten an sich herankommen und hielt Glamour Girl sowie Sacred Dragon überzeugend in Schach.

Eine herbe Enttäuschung für die Favoritenwetter gab es in einem 1.200 Meter-Sprint, als der auf 17:10 heruntergewettete Sameer von zweiter Position aus nicht weiterzog und mit Rang vier vorlieb nehmen musste. Sein Reiter Robin Weber blieb beim Comeback nach seiner Verletzungspause ohne Treffer.

Hier meldete sich der früher in ganz anderer Gesellschaft beheimatete Salinas Road (59:10, A. Best) aus dem Stall von Georg Mayer in Knopp-Labach wieder zurück, in dem mit schönen Reserven Warm Reception und seinen Trainingsgefährten Belus überrollte.

Eine ausgezeichnete Sandbahn-Kampagne legt der von Piet van Kempen in den Niederlanden trainierte Thorpe Bay (24:10, I. Ferguson) hin, denn in einem 1.200 Meter-Ausgleich III wiederholte der Wallach seinen jüngsten Treffer nach hartem Kampf mit einer halben Länge gegen den nie lockerlassenden Emirati Spirit. Mit The Paco Kid verbesserte sich ein weiterer Gast aus Holland auf den dritten Platz vor dem sehr unglücklich agierenden Cheviot.

Im abschließenden Handicap über 1.700 Meter gelang auch dem von Mario Hofer entsandten Flame Hawk (44:10, F. Da Silva) ein neuerlicher Erfolg. Ganz leicht setzte sich der Mitfavorit noch von dem Außenseiter Cazador und dem lange führenden Ignaz ab.



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