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Cindy Klinkenberg siegt in Australien und Neuss!

Packender Kampf um die Kette

Neuss 30. Januar 2016

Der Start zum wichtigsten Amazonen-Wettbewerb im deutschen Galopprennsport am PMU-Samstag auf der Neusser Allwetterbahn hielt nicht nur, was er versprach. Der Auftakt zur Alberts & Siebers Buchmacher GmbH – Perlenkette 2016 war ein echter Thriller.

Und am Ende krönte die holländische Amateurreiterin Cindy Klinkenberg eine wahrlich außergewöhnliche Woche – sie hatte vor wenigen Tagen noch eine Prüfung im fernen Melbourne/Australien gewonnen. Und auf dem 28:10-Favoriten Lunar Prospect aus dem niederländischen Quartier von Mary Berrevoets-Uivel rettete sie einen minimalen Vorsprung von einem Kopf ins Ziel. Dabei hatte sie dem Top-Formpferd schon einen sicheren Vorsprung verschafft, nachdem dieser Welkando und Early Guest ein wenig abgeschüttelt hatte.

Doch zuletzt wurde es dramatisch, denn die Außenseiter Pancho Villas (Janine Beckmann), der kurz die Spur hatte wechseln musste, und Bacchus Danon (Eva-Maria Zwingelstein) bekamen regelrecht Flügel, reichten aber nicht mehr ganz an Lunar Prospect und Cindy Klinkenberg heran. Early Guest komplettierte die Viererwette, die 24.875:10 Euro bezahlte.

Die ersten zehn Punkte im Kampf um die Perlenkette sind für Cindy Klinkenberg nun unter Dach und Fach, der nächste Lauf geht am 13. Februar über die Bühne. Das Finale steigt am 10. März. Man darf sich schon jetzt auf die nächsten Rennen freuen!

Eine weite Reise aus München musste der immerhin schon neunjährige Wallach Eternal Power (49:10) für das einleitende 1.900 Meter-Rennen zurücklegen, doch die Mühe sollte sich lohnen. Denn nachdem der Schützling von John David Hillis eigentlich schon in der Südseite von Fuscano und King’s Breizh überlaufen war, packte der Veteran auf dem letzten Stück noch einmal mächtig an und landete mit dem zweiten Wind einen sicheren Treffer gegen King’s Breizh und den vielleicht zu früh nach vorne gelangten Favoriten Fuscano. Dagegen spannte die Karlshoferin Little Scarlet von der Spitze schon sehr früh aus.

Zuletzt scheiterte er in erster Linie an einem unglücklichen Start, doch in einem 1.500 Meter-Handicap reichte es wieder zu einem vollen Erfolg für Ralf Rohnes Formpferd Orotouch (26:10), der unter dem jungen Robin Weber schon früh in bester Haltung bei den vorderen Pferden auftauchte und sich auf der Zielgeraden überaus locker von dem Belgier Jordan’s Tiger und dem frischen Sieger Lord Avonbrook freimachte.

Bis in den November 2013 musste man zurückgehen, um den letzten Erfolg von Guardian Angel im Formenspiegel zu entdecken. Doch in einem 2.300 Meter-Ausgleich IV traf es der bereits neunjährige Wallach aus dem Mülheimer Stall von Altmeister Bruce Hellier mit der Erlaubnis des Italieners Luca Murfuni enorm günstig an. Und als 31:10-Chance überspurtete der Paolini-Sohn die beiden Außenseiterinnen La Bayadere und Fayana leicht und beendete die überlange Durststrecke.

Der nächste Veteran war in einem 1.500 Meter-Handicap voraus, denn auch der von Hans-Jürgen Palz gesattelte Heraclius (44:10, F. Da Silva) ist mit seinen acht Jahren schon ein Oldie. Aber nach einer knapp zweijährigen Zeit ohne Volltreffer verabschiedete sich der Wallach schon vor der Geraden von Ronnie Rockcake und dem Favoriten Belmondo.

Der in diesem Winter bereits zweimal auf Sand erfolgreiche Dutch Master triumphierte nach einigen schwächeren Vorstellungen im 2.300 meter-Ausgleich III etwas überraschend wieder. Robin Weber bewies bei seinem zweiten Tagescoup viel Übersicht und kam gegen den mit dem zweiten Wind nochmals anpackenden Favoriten Manchurian sowie Vabinsaru problemlos zum Zuge.

Das allseits erwartete Duell entwickelte sich in einer 1.500 Meter-Prüfung. In einer wahrlich spannenden Auseinandersetzung schob sich der von Regine Weißmeier entsandte und von ihrer Tochter Esther Ruth gesteuerte Belango (19:10) noch an dem stets führenden Beacon Hill (15:10) vorbei. Es war bereits der zweite Erfolg für den Zehnjährigen in dieser Winter-Kampagne.


 
Im abschließenden Ausgleich III über 1.500 Meter landete Dennis Schiergen ein Comeback vom Feinsten. Nach seiner langwierigen Verletzung und einem Praktikum beim Hong Kong Jockey Club stieg er in den Sattel der von seinem Vater Peter mächtig gesteigerten More Than Honey (35:10). Und locker und leicht feierte die Stute gegen Beau Dreamer und Praetor ihren dritten Neusser Coup in den letzten Monaten.


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