Login
Trainerservice
Schliessen
Login

Stall Nizzas Erfolgsserie geht auch im Engadin weiter

Jungleboogie triumphiert in St. Moritz

St. Moritz 21. Februar 2016

Derby-Sieger Nutan und die Klassestute Nightflower waren im vergangenen Jahr die Aushängeschilder von Jürgen Imms Stall Nizza. Vor allem sie und noch einige weitere Stallgefährten sorgten 2015 für eine grandiose Erfolgsserie, wie sie der deutsche Turf schon länger nicht mehr erlebt hatte. Ein wenig im Schatten dieser großen Namen stand da immer der von Christian Freiherr von der Recke trainierte Jungleboogie, der jetzt ein Stück weit aus diesem Schatten herausgetreten ist. Der vom Freiburger Bankier auch gezogene Nicaron-Sohn gewann unter René Piechulek heute nämlich den Gübelin 77. Großen Preis von St. Moritz. Für seinen Trainer war es der zweite Triumph im wertvollsten Rennen der Schweiz. Schon 2014 hatte er den Grand Prix im Engadin gewonnen, damals mit dem Wallach Future Security.

Allen Unkenrufen zum Trotz fand der Grand-Prix-Tag auf dem Moritz-See doch statt. Noch gestern war ob der deutlich zu warmen Temperaturen keineswegs sicher gewesen, ob die Rennen stattfinden würden oder nicht. Eine endgültige und positive Entscheidung wurde erst im unmittelbaren Vorfeld der Veranstaltung getroffen. Allerdings musste man sich den gegebenen Verhältnissen mit diversen Distanzmodifikationen anpassen; selbst die schon abgesagten Skikjörings konnten sogar wieder mit ins Programm genommen werden.

Die Distanzreduzierung im Hauptrennen auf zirka 1.900 Meter kann den sportlichen Wert des alljährlich spektakulären und wieder mit insgesamt 111.111 Franken dotierten sowie nahezu weltweit beachteten Sportereignisses jedoch in keiner Weise schmälern.

Jungleboogie gewann mit zwei Längen vor Soundtrack (Daniele Porcu) aus dem Schweizer Stall von Philipp Schärer sowie dem britischen Gast Berrahri (Kieren Fox), der weitere zwei Längen dahinter einkam. Der ebenfalls von Christian Freiherr von der Recke trainierte Interior Minister (Alexander Pietsch) wurde Vierter.

Der Trainer aus dem rheinischen Weilerswist hatte Jungleboogie mit großer Zuversicht gesattelt: „Ich hatte hier im White Turf-TV schon im Vorfeld gesagt, dass Jungleboogie bei den heutigen Voraussetzungen das beste unter meinen drei Pferden sei. So ist es dann auch gekommen“, resümierte er nach dem Absatteln.

Und auch Jockey René Piechulek sprach davon, bereits früh ein gutes Gefühl gehabt zu haben: „Jungleboogie galoppierte unterwegs sein Tempo, und ich wusste, dass er immer weiter marschieren würde, während die anderen Pferde schwächer werden würden. Schon zu Beginn der Geraden schien mir der Sieg zum Greifen nahe.“ 

Der zuvor stets als Favorit gehandelte Long Cross aus Trainer Andreas Wöhlers Quartier war vor dem Rennen kurzfristig zurückgezogen worden.

Die ersten beiden Prüfungen wurden lediglich über 800 Meter ausgetragen. Eine davon gewann High Duty mit Dennis Schiergen im Sattel mit Nase vor dem englischen Gast Boomerang Bob unter William Carson. 

Beim Skikjöring kamen im Übrigen nur drei von sieben Pferden ins Ziel. Dies lag allerdings nicht am Zustand des Geläufs, sondern daran, dass sich bereits am Start fahrerlos gewordene Pferde in den Leinen verfingen. Als Sieger durfte sich das Team von Mombasa aus dem Kölner Stall von Peter Schiergen feiern lassen. Somit sicherte sich Mombasas Steuermann Adrian von Gunten für ein Jahr den Titel als „König des Engadins“.


 

Champions League

Weitere News

  • Großer Preis von St. Moritz mit Hakam, Jacksun und Manipur?

    Drei Deutsche im Schnee-Grand Prix?

    St. Moritz/Schweiz 12.12.2018

    Drei Deutsche könnten beim Schnee-Grand Prix am 17. Februar 2019 mit von der Partie sein: Hakam, ein neues Pferd von Christian von der Recke mit einem sehr hohen Rating, Michael Figges Jacksun und der von Markus Klug trainierte Manipur erhielten am Montag ein Engagement für den Großen Preis von St. Moritz.

  • Zahlreiche Überraschungen in Neuss

    Mister Spock übernimmt das Kommando

    Neuss 11.12.2018

    Gewaltig war auch am Dienstag die Resonanz bei der PMU-Veranstaltung auf der Neusser Sandbahn mit prall gefüllten Starterfeldern. Kein Wunder, dass es auch die ein oder andere Überraschung gab, wie im Ausgleich III über 1.500 Meter. Hier zeigte der siebenjährige Wallach Mister Spock, benannt nach einer Figur aus der legendären TV-Reihe „Raumschiff Enterprise“, einen glänzenden Einstand für die Honzrather Besitzertrainerin Selina Ehl und erinnerte sich an seine Top-Formen.

  • 100 Stuten in der Liste für den Henkel – Preis der Diana

    Noch 101 Pferde im Derby 2019

    Hamburg/Düsseldorf 11.12.2018

    Die beiden bedeutendsten Rennen der deutschen Galoppsaison 2019 werfen bereits ihre Schatten voraus. Denn am Montag war der nächste Streichungstermin für das IDEE 150. Deutsche Derby (Gruppe I, 650.000 Euro, 2.400 m) am 7. Juli in Hamburg und für den 161. Henkel – Preis der Diana (Gruppe I, 500.000 Euro, 2.200 m) am 4. August in Düsseldorf.

 
 

Newsletter abonnieren

GERMAN RACING

Erlebnissport der Extraklasse.
Unter der Dachmarke “GERMAN RACING” werden spannende Pferderennen und stimmungsvolle Veranstaltungen auf den deutschen Rennbahnen abgehalten. Seit 188 Jahren bestehen Pferderennen als ältester organisierter Sport in Deutschland. Ein echter Klassiker!

Imagefilm

GERMAN RACING Imagefilm