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Kleines, aber interessantes Neusser Abendprogramm

Starke mit weißer Weste

Neuss 24. Februar 2016

Jüngst schon war der erste diesjährige Ritt von Andrasch Starke auf einer deutschen Rennbahn eine der kleinen Attraktionen eines Neusser Renntages gewesen. Der vielfache Jockey-Champion, der sich im vergangenen Jahr bekanntermaßen ja ein so dramatisches Finale um die Meisterschaft mit seinem Konkurrenten Alex Pietsch geliefert hatte und am Ende noch mit dem vorherigen Spitzenreiter auf einen Gleichstand kam, begann die neue Saison damals standesgemäß mit einem Sieg. Auch am 25. Februar gehört er nun in Neuss einmal mehr zu jenen Aktiven, die dem kleinen, aber recht interessanten PMU-Programm mit sechs Prüfungen eine besondere Note geben, wenn sich um 18.05 Uhr erstmals die Startboxen öffnen werden.

Der Stalljockey von Trainer Peter Schiergens Stall Asterblüte kommt nämlich mit einer 100-prozentigen Ausbeute hierzulande und quasi weißer Weste zu den alten Rheinwiesen, hatte er doch bei besagtem letzten Neusser Renntag lediglich einen einzigen Ritt zu absolvieren gehabt, den er allerdings– wie gesagt - erfolgreich beendete. 

Mit dem damals überlegenen und seinen Meisterreiter in keiner Weise groß fordernden Wallach Lord of Leitrim aus Trainer Lucien van der Meulens The Dutch Master Stable bietet sich Nutans-Derby-Jockey heute die Chance, auch den zweiten diesjährigen Ritt zu einem Sieg zu gestalten. Der Schimmel gilt jedenfalls als eindeutiger Favoritin für den Preis von Laval – 2. Rennen, 18.40 Uhr -, denn sowohl Form als auch Rechnung sprechen eindeutig für den Wallach aus den Niederlanden.

Ein wenig spannender könnte es später allerdings beim Preis von Cherbourg – 5. Rennen, 20.25 Uhr – zugehen, wenn sich Andrasch Starke in den Sattel von Volker Röhrigs Wallach Lord Avonbrook schwingen wird. Der gleichfalls Sechsjährige geht ebenso als frischer Sieger in die Partie. Doch sind hier unter anderem Crisis Averted (Laura Giesgen), Square Lamartine (Marian Falk Weißmeier) oder auch Charlize (Alex Pietsch) allesamt Gegner, die genauso gut für den Platz ganz vorne in Frage kommen.

Aber die Möglichkeit ist zweifelsfrei vorhanden, dass Andrasch Stark auch hier noch einmal zum Zuge kommt. Dann wäre die 100-prozentige Ausbeute nach wie vor gegeben – und die sprichwörtliche Weste weiterhin weiß. Was natürlich ein gutes Omen für seine bereits in Kürze anstehende neuerliche Japan-Reise bedeutete.

Schon Ende des Monats macht sich Andrasch Starke schließlich wieder auf den Weg in das „Land der aufgehenden Sonne“. Den kompletten Monat März wird er dort tätig sein und erst Anfang April wieder in die Heimat zurückkehren. In Japan hatte er bekanntermaßen bereits im vergangenen Frühjahr und später dazu noch einmal im November recht erfolgreich gastiert, was mehr als deutlich unterstreicht, dass man seine Jockeyship längst auch in Fernost äußerst zu schätzen weiß.

Das beste Handicap des Rennabends steht im Übrigen gleich zum Beginn als Prix de Vichy um 18.05 Uhr an. Als klarer Favorit gilt im Vorfeld wieder der Bahnspezialist Manchurian (Vinzenz Schiergen). Dem Schützling von Trainer Peter Schiergen wird in der Fachmedien übereinstimmend zugetraut, die etwas überraschende Niederlage vom vorausgegangenen Neusser Start, als er Dutch Master unterlag, postwendend korrigieren zu können. Hoch interessant ist natürlich, dass der Vierjährige im Besitz von John M.B. O`Connor beim Start zuvor keinen Geringeren als Jungleboogie geschlagen hatte, den späteren Gewinner im Großen Preis von St. Moritz.

Weitere Formpferde, die beim vierten diesjährigen Neusser Renntag im Trend bleiben könnten, wären darüber hinaus noch: Orotouch (Robin Weber) im Preis von Saint Malo, Salimera (Vinzenz Schiergen) im 7. Lauf der Wintermeisterschaft der Amateure und Iniesta (Robin Weber) im „Auf ein Neuss am 10. März 2016-Rennen“.


Die WDR Lokalzeit (18:00-18:15 Uhr) plant eine Livereportage vom Renntag.

 

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