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Si Luna und Wasir bleiben chancenlos

Kein Tag der Deutschen in Dubai

Dubai 3. März 2016

Der Dubai World Cup Carnival auf dem Meydan-Kurs ging am Donnerstag in eine weitere spannende Etappe, und zwei Pferde aus Deutschland gaben sich bei der Top-Veranstaltung in der Wüste die Ehre. Doch um es vorwegzunehmen, es war nicht ihr Tag. Beide spielten in der Endabrechnung keine Rolle.

Eine blasse Vorstellung gab zunächst im Balanchine (Gruppe II, 200.000 Dollar, 1.800 m, Turf) die von William Mongil für das Gestüt Hof Iserneichen der Familie Sybrecht vorbereitete Si Luna. Die 2015 in Frankreich zur Gruppesiegerin aufgestiegene Kallisto-Tochter galt unter dem französischen Champion Christophe Soumillon im siebenköpfigen Feld bei einem Kurs von 100:10 als dritte Favoritin, doch dieser Einschätzung konnte sie nicht gerecht werden.

Unterwegs galoppierte Si Luna hinter der stets führenden Godolphin-Stute Very Special und der früher von Erika Mäder trainierten Malka gemeinsam mit More Aspen an dritter, vierter Stelle in einer guten Ausgangsposition. Doch als James Doyle auf Sheikh Mohammeds Very Special vorne im Schlussbogen das Tempo verschärfte und fünf Längen zwischen sich und die Gegnerinnen legte, da konnte die deutsche Lady nicht mehr folgen. Ihr Jockey stellte am Ende seine Bemühungen ein, als er sah, dass es nichts mehr zu gewinnen gab, Si Luna landete auf dem siebten und damit letzten Platz.

Nach einem Klasseritt von Doyle, der die Fahrt genau richtig dosiert hatte, gab es durch die von Saeed bin Suroor aufgebotene Co-Favoritin Very Special einmal mehr einen Godolphin-Treffer - zweieinhalb Längen vor der von Ryan Moore zu spät in die Entscheidung geworfenen Team Valor-Stute und Favoritin Euro Charline und der weitere viereinhalb Längen zurück folgenden Excilly.

Der andere deutsche Hoffnungsträger war der von Andreas Wöhler für Darius Racing trainierte Wasir in der Nad Al Sheba Trophy (Gruppe III, 200.000 Dollar, 2.810 m, Turf). Der vierjährige Rail Link-Sohn, 2015 u.a. Zweiter in einer Listen-Prüfung in Köln und Vierter im St. Leger, wurde als 210:10-Chance gehandelt.

Eduardo Pedroza beorderte den Hengst im großen 14er-Feld (Godolphins Famous Kid war wegen erhöhter Temperatur abgemeldet worden) ins Vordertreffen, die gewünschte Pole-Position erreichte er nach keinem idealen Start nicht. Hier dem von der Stiftung Gestüt Fährhof gezogenen Quarterback und dem Außenseiter und nach schlechtem Beginn am Ziel vorbei in Front gezogenen Certerach, sowie Respect Me und Star Empire war Wasir an fünfter, sechster Stelle neben dem späteren Sieger Sheikhzayedroad auszumachen und erreichte auch noch in versprechender Haltung an dieser Position den Schlussbogen. Aber Mitte der Geraden nicht weiter und belegte am Ende Rang neun, war aber auch nicht zu weit geschlagen. Vielleicht fehlte nach der Pause auch der entscheidende Kick. Man wird dem Vernehmen nach nun die Heimreise antreten und ihn auf das Oleander-Rennen in Hoppegarten vorbereiten.

Auf einen Rush marschierte der von David Simcock in England vorbereitete Mitfavorit Sheikhzayedroad (benannt nach einer Hauptverkehrsstraße in Dubai) unter Martin Harley davon und verwies den groß kämpfenden Certerach und Star Empire auf die Plätze. Quarterback (D. O‘ Neill) und der im Besitz der Familie Jacobs stehende Silvano-Sohn Tellina (R. Moore) wurden Sechster bzw. Siebter.

Jockey Adrie de Vries schaffte im abschließenden 110.000 Dollar-Handicap über 2.000 Meter auf Gras auf dem skandinavischen Riesenaußenseiter Avon Pearl einen guten dritten Platz hinter Dormello (C. Hayes) und Beach Bar. Hier kam der früher im Besitz von Marlene Haller stehende Limario (S. Hitchcott/13.) früh nicht mehr voran.

Stark machte seine Sache am Nachmittag in Chantilly der von Andreas Löwe an den Start des Prix Montjeu (50.000 Euro, 1.600 m, Sand) gebrachte Lucky Lion (I. Mendizabal), der hinter dem Superstar Solow (M. Guyon) und dem im Darley-Oettingen-Rennen erfolgreichen Vadamos sehr guter Dritter wurde vor Artplace (D. Santiago/S. Smrczek).



 

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