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Mighty Mouse – wie der Name schon sagt

Senior gewinnt den Preis der Fortuna Düsseldorf 1895

Düsseldorf 26. März 2016

Wie sagt man so schön: Alter schützt vor Siegen nicht. Heute in Düsseldorf bestätigte sich dies wieder im bestdotierten Handicap bei der Saisonpremiere 2016, die einmal mehr ganz im Zeichen von Fortuna Düsseldorf stand.

Dabei machte der achtjährige Gewinner und gleichzeitig älteste aller Kandidaten im Feld obendrein noch seinem Namen alle Ehre, indem der Senior-Wallach Mighty Mouse unter Eduardo Pedroza in einem packenden Finale noch ungeahnte Reserven freimachte und sich zu guter Letzt sicher gegen den hartnäckigen Außenseiter Risalto und den verstärkt beachteten Elias durchzusetzen verstand.
Von A bis Z bestätigt sah sich danach Anika Rosenbaum, die Trainerin von Mighty Mouse. Und zwar für ihre Entscheidung, den King’s Best-Sohn, der auch noch im Kölner Grand-Prix Aufgalopp am Ostermontag unter Order gewesen war, in Düsseldorf laufen zu lassen. Natürlich sehr zur Freude von Udo Rattay, dem Eigner dieser „mächtigen Maus“ auf vier Pferdebeinen.
Bei herrlichen Frühlingswetter, gleichwohl aber nach den Regenfällen der vorausgegangenen Tage bereits schwerem Geläuf, genossen insbesondere die zahlreich erschienen Anhänger der Fortuna heute das einmal etwas andere sportliche Angebot – und das gebotene Beiprogramm natürlich auch.
Es verschaffte ihnen schließlich eine besondere Nähe zur ihrer Mannschaft, während die Rennen ein Nervenkitzel der speziellen Art waren. Der sich von dem im Stadion sehr unterschied und außerdem die momentan die Gemüter sehr belastenden Abstiegsängste für ein paar Stunden verdrängen konnte.
Vor dem Sieg von Mighty Mouse hatten sie allesamt auch den ersten Ausgleich II des Tages mit großem Interesse verfolgt, als die von Peter Schiergen trainierte und von dessen Filius Vinzenz gerittene Stute More Than Honey ihre diesjährige Erfolgsgeschichte fortschrieb und für den Stall Shrek bereits den dritten Saisontreffer mit einem Sieg über Lord of Leitrim und Whispering Hero im Fortuna 95-Preis der Landeshauptstadt einfuhr.
Mit Lips Planet, Siegerin mit einer halben Länge im einleitenden Frankenheim Alt-Pokal über Bastille, Milenia und die etwas unglückliche Debütantin Redenca, präsentierte sich dem Grafenberger Publikum gleich zu Beginn des Saisonauftakt-Tages auch schon eine höchstmögliche Kandidatin für die German 1.000 Guineas am 5. Juni.
Eindrucksvoll meldete sich anschließend nach einer überlangen Pause der inzwischen zum Wallach beförderte Novano in der Hand von Andreas Suborics wieder zurück, der beim letzten Vorjahresstart an keinem Geringeren als dem späteren Union-Sieger Shimrano gescheitert war. Aber auch die neue Röttgener Importstute Kizingo deutete im Preis von action medeor an, dass sie keineswegs mehr lange sieglos bleiben wird.
In Richtung Kölner Union-Rennen und später dann auch Derby in Hamburg-Horn könnte es für den dreijährigen Dschingis Secret, der mit Martin Seidl im Sattel gegen Son Macia und Joker gewann. Der Soldier-Hollow-Sohn wirkte bei seinem Erfolg im Preis der Haaner Felsenquelle zwar noch ein wenig grün, doch auf den letzten Metern der 2.200 Meter-Prüfung legte er auf einmal los wie die Feuerwehr und setzte sich am Ende mit vier Längen durch.
Erwartungsgemäß holte sich der Favorit American Day das Rennen mit der Viererwette, den Preis der Colter GmbH – Die Adresse für Fenster, Türen und Glas, in dem sich schon Pagan Warrior und Smoke Charger sowie Evento das Schlussgefecht zu liefern schienen, bis der Toylsome-Sohn dann endgültig auf den Plan trat. Die Kaltschnäuzigkeit in Sachen Warten von Jockey Ian Ferguson war zwar nichts für Leute mit schwachen Nerven, aber der Ritt bis auf den letzten Meter perfekt eingeteilt
Saisonsieg Nummer eins verbuchte später noch Big Moun im Preis der Florack GmbH – Sanitär & Heizung noch, als der im Jahr 2015 immerhin fünffache Sieger den favorisierten Lokalmatador Bombelli und Joy tot he world abblitzen ließ, wobei auch hier Jockey Francesco Da Silva ein gerüttelt Maß Anteil am Erfolg hatte.
Und jede Menge Komplimente erfuhr nach der letzten Tagesprüfung ebenso Eva Maria Herresthal, der mit der Stute Power of Paradise im Preis der Mitglieder und Fans von Fortuna Düsseldorf noch eine kleine Überraschung gelang, als die Mamool-Tochter und sie wirklich alles gaben, um den vehementen Angriffen des unverwüstlichen Haudegens Kinout und der immer besser Tritt fassenden Hedda erfolgreich zu widerstehen.


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