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Royal Solitaire enorm verbessert

Überraschung im Preis des Gestüts Röttgen

Hoppegarten 27. März 2016

Der Preis des Gestüts Röttgen, ein Listenrennen für Stuten über 1.600 Meter und mit einer Dotierung von insgesamt 27.000 Euro, schien auf Papier für Gestüt Ammerlands vierjährige Royal Solitaire eigentlich eine Nummer zu groß. Aber grau ist alle Theorie, was auf dem grünen Rasen passiert wiederum eine ganz andere Sache. Dies ist auch die Erkenntnis nach dem ersten deutschen Listenrennen der Saison 2016, das heute in Hoppegarten bei der Jahrespremiere den sportlichen Höhepunkt markierte und von eben dieser Royal Solitaire mit Daniele Porcu im Sattel gewonnen wurde.

Das bei vorfrühlingshaften äußeren Bedingungen in hellen Scharen heraus nach Hoppegarten gekommene Berliner Publikum staunte also nicht schlecht, als die von Trainer Peter Schiergen gesattelte 180:10 Außenseiterin jede Rechnung komplett kopfstellte und in die Phalanx der Favoritinnen einbrach. Die allerdings keineswegs völlig unter Form liefen. Nymeria und Si Luna auf den nächsten Plätzen und auch Quenby und Arles, die die Ränge dahinter einnahmen, gehörten nämlich allesamt zu den tatsächlich „gemeinten“ Stuten.

Mithin erscheint das erste Fazit, dass sich die Vierjährige in den vergangenen Monaten ein gutes Stück verbessert haben muss, gar nicht einmal so völlig abwegig. Bis dato war es ein hannoverscher Ausgleich II gewesen, der aus der Bilanz der in Irland gezogenen Shamardal-Tochter herausstach. Seit heute nun ist das neue Glanzlicht der Preis des Gestüts Röttgen, nach dessen Entscheidung für die Mehl-Mülhens-Stiftung ihr Vorsitzender Dr. Günter Paul die Ehrenpreise überreichte.

Aber erst die nächsten Starts von Royal Solitaire werden letztendlich genauer zeigen, wie ihre heutige Vorstellung exakt einzuordnen ist. Ähnlich wird es beim Erfolg der dreijährigen Night Music des Stalles Salzburg sein, die sich als 12:10-Favoritin und Debütantin im Preis des Gestüts Graditz gegen Baltic Best sowie Tresoli in guter Manier behauptete und als künftige Diana-Kandidatin zum Diana-Trail am 12. Juni möglicherweise wieder nach Berlin kommen wird.

Ihr Trainer Andreas Wöhler und ihr Jockey Eduardo Pedroza hatten zuvor bereits für Le Monsun gezeichnet, den ersten diesjährigen Hoppegartener Sieger im Eröffnungsrennen, in dem er sich gegen Oriental Ghost durchzusetzen verstand.

Einen Dreijährigen, der gewann wie ein potenzielles Derby-Pferd, sahen die Besucher später im Preis von Birkenstein, den der im letzten Jahr schon bei seinem einzigen Start erfolgreiche Boscaccio unter Dennis Schiergen für Rainer Hupe + Friends beizeiten vor Mooshiner und Digitalis dominierte. Auf dem Weg nach Hamburg-Horn könnte für den Schützling von Trainer Christian Sprengel unter anderem das Oppenheim-Union-Rennen am 19. Juni in Köln zu einer wichtigen Zwischenstation werden.

Den ersten Erfolg eines Lokalmatadors schaffte heute im Übrigen die Stute Reality mit Alexander Pietsch im Sattel im Fließ-Ausgleich, der zugleich das erste der zwei Viererwetten-Rennen auf der Karte war, wobei hinter der von Roland Dzubasz betreuten Stute die drei nächsten Plätze an Rose of Eden, Maresco und Auensee gingen.

Bei der zweiten Viererwetten-Entscheidung im IDEE Kaffee-Preis knüpfte die Stute IIffinvasion als Jahresdebütantin auf Anhieb und beeindruckend an ihre gute Hoppegartener Vorstellung aus dem vergangenen Oktober an und siegte in der Hand von Fabio Marcialis überlegen vor Nostro Amico, Master Of Gold und Zaphiras Adventure.

Auch die Samum-Tochter Ramoa präsentierte sich beim ersten Jahresstart schon in Siegform und schlug im Logierhaus-Rennen in einer spannenden Schlussphase knapp Wells Wonder und Nagreta. Und da ihr Reiter heute Geburtstag feierte, wurde für Jozef Bojko bei der Siegerehrung natürlich „Happy Birthday“ intoniert.

Nicht völlig ohne Spannung verlief letztlich auch der abschließende Preis der Frühlingsboten, den der Wallach Finch Hatton und Andreas Helfenbein ganz zuletzt aber dann doch noch mit drei-Viertel-Länge vor Saldaria an sich brachten. 

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