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Ullmann-Memorial als Test für den Klassiker in Köln

Stuten-Highlight am großen Familientag

Köln 15. April 2016

Ein großes Stuten-Highlight am Familienrenntag – der Sonntag auf der Galopprennbahn in Köln hat es wieder einmal in sich. Das Top-Ereignis der insgesamt neun Prüfungen ist das Karin Baronin von Ullmann-Schwarzgold-Rennen (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.600 m, 6. Rennen um 16:40 Uhr) – in Erinnerung an eine der bedeutendsten Züchterinnen Deutschlands und eine große Gönnerin des hiesigen Galoppsports. Die Grande Dame und Besitzerin des Gestüts Schlenderhan, die 2002 mit der Goldenen Verdienstmedaille die höchste Auszeichnung im deutschen Turf erhielt und bis zu ihrem Tod Ehrenmitglied des Kölner Renn-Vereins war, ist die Namensgeberin für diese bedeutende Prüfung.

Dreijährige Ladies proben hier für den ersten Stuten-Klassiker, die German 1000 Guineas am 5. Juni in Düsseldorf. Gesucht wird die Nachfolgerin von Gestüt Fährhofs La Saldana, die 2015 triumphierte. Ihr Trainer Andreas Wöhler hat mit der gerade hier in toller Manier zum Zuge gekommenen Double Dream (die Wahl von Stalljockey Eduardo Pedroza) und der bei ihrem einzigen Start gleich erfolgreichen Fährhofer Quasillo-Schwester Quidura (Jozef Bojko) zwei große Chancen im zehnköpfigen Aufgebot.

Hoch gehandelt wird nach den Formen aus 2015 sicherlich Gestüt Park Wiedingens Dhaba (Adrie de Vries) aus dem Stall des hier zweifach vertretenen Markus Klug, die zur „Winterkönigin“ avancierte. Seine andere Hoffnung ist die Görlsdorferin Tickle Me Blue (Martin Seidl), die im November in Bremen sehr beeindruckte.

Auch Peter Schiergen ist mit La Merced (Andrasch Starke), die bereits Dritte in der Listen-Klasse war, und Bastille (D. Porcu) doppelt engagiert. Im Ratibor-Rennen (Gruppe III) in Krefeld war die drittplatzierte Parvaneh (Marc Lerner) aus dem Quartier von Waldemar Hickst so etwas wie die moralische Siegerin. Denn nach völlig verpatztem Start wurde sie immer stärker und schob sich noch auf einen tollen dritten Rang. „Man muss sehen, was das wert war und wie weit sie beim ersten Start ist“, hält sich ihr Betreuer mit einer Prognose noch bedeckt.

Aber in einem erstklassigen Aufgebot scheint vieles möglich zu sein, u.a. auch die aktuelle Siegerin Dynamic Lips (Andreas Helfenbein), deren Trainer Andreas Löwe ein Spezialist für solche Aufgaben ist, kann mit dem Konditionsvorteil ganz vorne landen. „Ich bin mit ihr sehr zufrieden. Es wird ein weiterer Sprung verlangt, aber die Stute ist gut auf dem Posten“, erklärt Löwe.

Weitere zwei Rennen sind dem Derby-Jahrgang vorbehalten. In der Stuten-Prüfung über 2.200 Meter (1. Rennen um 14 Uhr) haben Sie die freie Auswahl an top gezogenen Kandidatinnen wie Allez Y (E. Pedroza), Adria (A. Starke) oder La Dynamite (A. de Vries). Aber auch die schon empfohlenen Ladies Erica (A. Pietsch) und Son Macia (F. Minarik) sind weit vorne zu erwarten.

Über die Meile (2. Rennen um 14:30 Uhr) sind Degas (A. de Vries) und Gauguin (F. Minarik) schon als Zweijährige sehr positiv aufgefallen, nur auf den ersten Treffer musste man noch warten.

Im Ausgleich II über 1.400 Meter (5. Rennen um 16:10 Uhr) treffen die Seriensieger More Than Honey (V. Schiergen), Finch Hatton (A. Helfenbein) und Mister Spock (F. Da Silva) aufeinander. Hier sind 10.000 Euro Auszahlung in der Premium-Dreierwette garantiert.

Neben einem Lauf zur Longines World Fegentri for Lady Riders (4. Rennen um 15:35 Uhr) wird natürlich auch wieder zweimal die Viererwette ausgespielt – mit jeweils 10.000 Euro Garantie-Auszahlung im 3. Rennen um 15:05 Uhr (Ausgleich IV, 1.850 m) - hier wird der so populäre Schecke Silvery Moon (E.-M. Zwingelstein) viele Blicke auf sich ziehen - und im 7. Rennen um 17:15 Uhr (Ausgleich III, 2.200 m).

Erstmalig findet vor dem ersten Rennen der „Kölner Jockey-Check“ im Führring statt. Dabei werden zwei besondere Sattelkünstler, darunter erstmals wieder Deutschlands Starjockey Andrasch Starke und Alexander Pietsch, dem Publikum einen besonderen Ausblick auf den bevorstehenden Renntag geben.

Außerdem nimmt die Wettschule auf der Bahn wieder eine größere Rolle ein. Die Kölner Rennbahnbesucher werden von einem kompetenten Team beim Ausfüllen der neuen Wettscheine auf dem Gelände unterstützt. Das Ausfüllen des Scheins bei besonderen Wettarten wie Dreier- und Viererwette wird über die LED-Wände live aus dem Führring übertragen und erklärt. „Wir möchten gerade neuen Wettern ermöglichen auch mal eine Viererwette mit mehreren Kombinationen auszuprobieren. Dazu muss ich aber wissen, wie so etwas funktioniert“, sagt Philipp Hein, Geschäftsführer des Kölner-Renn-Vereins.

Während die Kinderherzen beim Zauberer höher schlagen und sich erstmals Turfmaskottchen Galoppi zum Fototermin und Autogrammstunde im Kinderland präsentiert, sorgen die bekannten Attraktionen wie Hüpfburg, Riesenrutsche und Ponyreiten für ein großes Unterhaltungsprogramm im Kinderland. Die Veranstaltung beginnt mit dem „Kölner Jockey-Check“ um 13.20 Uhr, das erste Rennen startet um 14.00 Uhr.
 

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