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Gewinner bei den Dreijährigen gefallen beim Saisonauftakt

Halli Galli und Medici überzeugen

Dresden 16. April 2016

Die ursprüngliche Planung sah heute den Saisonaufgalopp in Frankfurt vor. Aber hier, das weiß man seit langem, ist die Gesamtsituation aufgrund der Bauabsichten des DFB auf dem Niederrader Rennbahngelände in jeder Beziehung äußerst angespannt und nicht gerade planungssicher. In Folge dessen musste auch für den 16. April umdisponiert werden. Rennen in der Mainmetropole waren nicht möglich. Dafür aber in Dresden, wo man anstatt am 7. Mai heute bereits in die Saison 2016 startete.

Und zwar mit einem sehr stimmungsvollen Renntag, bei jahreszeitgemäßen, allerdings praktikablen äußeren Bedingungen und mit zwei dreijährigen Gewinnern, die zu überzeugen wussten. Vor allem gilt das für die dreijährige Debütantin Halli Galli des Stalles Memory, die im Aufgalopp 2016 der Dresdener Morgenpost bereits in guter Haltung in die Gerade gekommen war und dann von Martin Seidl auch noch bestens über das letzte Wegstück gebracht wurde, was ihrem Anhang eine satte Quote von 154:10 einbrachte.

Die Areion-Tochter aus dem Quartier von Uwe Stech setzte sich dabei sicher gegen Mirage, Donna Rubina und den Favoriten Lagoas durch. Auf den 30.000-Euro-Zuschlag aus dem Fährhofer Jährlings-Angebot bei der BBAG von 2014 wartet in den kommenden Wochen und Monaten ein bunter Strauß von BBAG Auktionsrennen. Das erste hiervon könnte Halli Galli bereits am 15. Mai auf ihrer Hoppegartener Heimatbahn bestreiten.

Jockey Martin Seidl blieb unmittelbar danach im Dresdner Frühlingspreis weiterhin auf der Erfolgsspur. Sieg Nummer zwei gelang ihm mit dem Lokalmatador Cash the Cheque des Stalles El Questro für Trainer Stefan Richter, ehe dann auch das Rennen mit der Viererwette  noch am Platz blieb, welches einen stets ungefährdeten Tim Rocco vorne sah. Mit Robin Weber im Sattel markierte der Doyen-Sohn den sage und schreibe vierten Treffer seit Ende Oktober letzten Jahres. Und wie es aussah, muss der Post Modern Cup nicht einmal die letzte Station seines Höhenfluges gewesen sein. Der für Christian Barsig startende und von Claudia Barsig betreute Wallach ließ diesmal Astigo, Fladin und Green Rocks keinerlei Chance.

Danach hatte mit Medici bereits der zweite Dreijährige, der das Dresdener Publikum heute überzeugen konnte, seinen Auftritt im Preis der Mitteldeutschen Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. Im Gegensatz zu Halli Galli besaß der US-Import keineswegs nur schon einige Rennerfahrung, sondern er war auch im Rahmen des diesjährigen Winter-Meetings in Neuss bereits auf Sand erfolgreich gewesen. Unter Eduardo Pedroza legte der Curlin-Sohn jetzt auf Gras nach, wobei sich der von Andreas Wöhler vorbereitete Hengst im Besitz von John M.B. O’Connor gegen Tresoli und Lichtblitz behauptete, der übrigens am Karfreitag in Bremen noch knapp vor ihm eingekommen war.

Das Dr. Phil. Arthur von Weinberg-Rennen holte sich anschließend wiederum ein Hoppegartener Team, welches sich aus dem 191:10-Außenseiter Volverino und aus Jockey Bauyrzhan Murzabayev sowie Trainerin Eva Fabionova rekrutierte, die den Areion-Sohn für den Rennstall Germania gesattelt hatte. 

Kurz darauf punktete die Doyen-Tochter Memel unter Alex Pietsch im German Tote Cup, welcher als Ausgleich III zugleich das beste Handicap des Tages war. Da Susanne Ottofülling als Besitzerin zeichnet und Lutz Ottofülling als Züchter, wurde die ganze Sache zu einer regelrechten Familienangelegenheit. Wenn man bedenkt, dass dieser Sieg bereits der zweite Erfolg beim erst dritten und gleichzeitig erstem diesjährigen Versuch der Vierjährigen war, darf von der heute vor Iffinvasion und Donau über die Linie gegangenen Pflegebefohlenen von Trainer Jens Hirschberger in nächster Zeit durchaus noch einiges erwartet werden.

Mit einem vollen Erfolg begann außerdem für Sternzeichen unter den Farben von Dominique Rehder die neue Saison. Wobei die Abschlussprüfung mit dem Titel „Auf Wiedersehen zum Morgenpost-Renntag am 07.Mai“ ohne die von Marco Angermann trainierte und von Jozef Bojko gerittene Mamool-Tochter andernfalls mit einem sensationellen Ergebnis geendet wäre. Hinter ihr landete auf Platz zwei nämlich der Riesenaußenseiter Eyasi, der zu einer Eventualquote von sage und schreibe 424:10 die Partie aufgenommen hatte.



 

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