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Top-Standortbestimmung im Dr. Busch-Memorial in Krefeld

Der erste große Derby-Test

Krefeld 21. April 2016

Nur noch zweieinhalb Monate sind es, dann wird am 10. Juli in Hamburg der Derby-Sieger gekürt. Das bedeutendste Galopprennen des Jahres in Deutschland wirft aber auch an diesem Sonntag schon seine Schatten voraus, denn mit dem Rennen um den Preis der SWK Stadtwerke Krefeld - Dr. Busch-Memorial (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.700 m, 6. Rennen um 16:30 Uhr) in Krefeld steht eine bedeutende Vorprüfung an.

2012 war Pastorius als Vierter auf der Stadtwald-Rennbahn der bislang letzte spätere Derby-Sieger, der sich hier präsentierte. 2014 siegte mit Lucky Lion der anschließende Hamburg-Zweite, und vor einem Jahr trumpfte Karpino vor den Augen seines Besitzers Sheikh Fahad Al Thani aus Katar auf, der als einer der Top-Favoriten für das Blaue Band gehandelt wurde, aber wenige Wochen vor Hamburg verletzungsbedingt außer Gefecht gesetzt wurde.

Diesmal ist das Aufgebot der acht Kandidaten wieder exzellent, und es scheint gut möglich, dass wieder ein künftiger Derby-Held darunter ist, auch wenn die Strecke 700 Meter kürzer ist als beim Showdown in der Hansestadt. Mit dem vor Ort von Mario Hofer trainierten Parthenius (Andreas Suborics), im Besitz des Stalles Antanando von Franz Prinz von Auersperg, wird sogar der rechte Bruder von Pastorius am Start sein. Und auch Parthenius besitzt große Klasse, wie er beim hauchdünnen Triumph über den erneut vertretenen Röttgener El Loco (Adrie de Vries) hier im Ratibor-Rennen demonstrierte.

Trainer Andreas Wöhler, der Betreuer von Karpino, hat mit Noor Al Hawa (Eduardo Pedroza) beste Chancen auf die Titelverteidigung – der im Besitz von Jaber Abdullah (Dubai) stehende Hengst imponierte im Junioren-Preis in Düsseldorf. Aber auch der im Münchener Auktionsrennen siegreiche Volcancito (Andrasch Starke) vertritt diesen Erfolgsstall, hat jedoch keine Derby-Nennung.

Mit einer Gewinnsumme von 136.500 Euro avancierte der von Markus Klug vorbereitete Millowitsch (Andreas Helfenbein) zum Krösus als Zweijähriger 2015. Auch der Sehrezad-Sohn gehört zum engsten Favoritenkreis im Dr. Busch-Memorial, das überleitet zum ersten Hengste-Klassiker, dem Mehl-Mülhens-Rennen, am 16. Mai in Köln. Dies dürfte sein Fernziel sein, denn auch er hat kein Derby-Engagement. Trainer Markus Klug: „Beide Pferde von mir haben gut gearbeitet. Während für Millowitsch die Distanz vielleicht einen Tick zu weit ist, könnte sie für El Loco etwas kurz sein. Sie sollten dennoch gut abschneiden.“ Jens Hirschbergers Capitano (Alexander Pietsch) und Molly King (Ian Ferguson) gelten als Außenseiter.

Innerhalb der Karte von sieben Prüfungen ab 13:45 Uhr ist der Derby-Jahrgang noch zwei weitere Mal stark vertreten. Und natürlich lockt auch eine Wettchance des Tages mit einer Garantie-Auszahlung von 10.000 Euro in der Viererwette des 4. Rennens um 15:25 Uhr (Ausgleich III, 1.300 m). Hier ist vor allem der Seriensieger Dieu Merci (M. Cadeddu) besonders zu empfehlen.
 

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