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Dreijähriger Löwe-Schützling weiß als Jahresdebütant sehr zu gefallen

Baroncello empfiehlt sich

Mülheim/Ruhr 23. April 2016

Dass er Talent besitzt, hat man schon im vergangen Jahr sehen können. Doch die Art und Weise, wie sich Dr. Reinhard A. Beines dreijähriger Baroncello als Jahresdebütant heute in Mülheim-Ruhr beim zweiten diesjährigen Renntag verkaufte, eröffnet Raum für Phantasien, die sogar vor der Ebene der Klassiker keineswegs halt machen müssen.

Der Schützling von Trainer Andreas Löwe hatte nämlich im Preis von Deauville, einer von zwei Tests für den Derby-Jahrgang auf einer Raffelberger Karte mit sieben Prüfungen, den heißen Favoriten Royal Shaheen eigentlich mit viel mehr Dominanz unter Kontrolle, als es die bloße Marge von Drei-Viertel –Länge widerspiegelt.

Und dieser Royal Shaheen ist nun mal eben keine so schlechte Hausnummer. Er hatte sogar noch ein Engagement für das morgige Dr. Busch-Memorial besessen, doch gab Trainer Andreas Wöhler der heutigen Mülheimer Aufgabe den Vorzug. 

Den allgemein erwarteten Erfolg des Vorjahres-Vierten des Mailänder Gran Criteriums gab es dennoch nicht. Dafür war der von Andreas Helfenbein mit viel Vertrauen gerittene Baroncello einfach schon zu gut auf dem Posten und letztendlich am Ende ein tatsächlich leichter Gewinner. Der von seinem Besitzer gezogene Medecis-Sohn machte mit einem genau gezielten Angriff auf den lange führenden 12:10-Favoriten schnell alles klar, wobei sich beide Hauptdarsteller am Ende vom drittplatzierten Alter Rail auf sieben Längen absetzten. 

Letztendlich war es auch nur ein Rennen dieser beiden Hauptdarsteller gewesen, nachdem das an sich schon kleine Feld von sechs Startern am Morgen des Renntages auf nur noch vier Kandidaten zusammengeschrumpft war. Trainer Andreas Löwe gab auch bereits die weitere Marschrichtung in Richtung des klassischen Mehl-Mülhens-Rennens in Köln bekannt, in dem Baroncello am 16. Mai dann zum zweiten Mal auf seiner Heimatbahn antreten wird, auf der er als Debütant  schon seinen ersten Erfolg hatte feiern können.

Das Lager von Royal Shaheen brauchte ungeachtet der Niederlage aber keineswegs auf ein heutiges Erfolgserlebnis zu verzichten. Denn den einleitenden Preis der Rennbahn Mülheim-Raffelberg hatte Jabeer Abdullahs Plus Night zuvor schon für sich entschieden, allerdings musste der von Eduardo Pedroza gesteuerte Trainingsgefährte von Royal Shaheen am Ende ein gutes Stück mühevoller Arbeit verrichten, um als 15:10-Favorit den überraschend stark auftrumpfenden Butch Cassedy noch mit einem Halsvorteil unter Kontrolle zu bekommen.

Da die ersten vier Mülheimer Rennen mit zum heutigen Früh-Wettangebot der französischen PMU im Nachbarland gehörten, geschah das schon kurz nach 12.00 Uhr. Und klar war damit von vornherein auch, dass es bei so einem zeitigen Beginn keinen Massenbesuch auf dem Raffelberg geben würde. Zwar war es voraussagegemäß deutlich kälter geworden als in den Tagen zuvor, doch es gab gottlob keinen Regen, womit all die, die gekommen waren, immerhin ohne Schirme über die Runden kamen.

Wie das TV-Publikum in Frankreich sahen sie nach dem Sieg von Plus Night dann einen sicheren niederländischen Erfolg des Favoriten My Mate mit Andreas Suborics im Sattel über Beau Dream und Dawn Calling im Preis von Chantilly. Ehe danach auch im Preis von Compiegne mit dem von Miguel Lopez gerittenen Novice of Budysin ein weiterer Favorit das bessere Ende für sich hatte. 

Der Preis von Fontainebleau stand kurz darauf ganz im Zeichen des mit Jozef Bojko Start-Ziel die Szene beherrschenden Dome Rocket, der damit vor allem auch Katja Gernreich sehr glücklich machte, ist sie doch gleichermaßen Trainerin wie auch Besitzerin des von Domedriver stammenden alten Haudegens.

Als nicht allzu gutes Favoriten-Pflaster erwies sich außerdem noch der Preis der Preis der 6 Trainer auf der Galopprennbahn Mülheim. Denn hier kam keineswegs der weibliche Lokalmatador Molly Marie zum Zuge, sondern die zweite Favoritin Poolparty, die unter Andrasch Starke mit einem zwingenden Blitzvorstoß kurz vor der Distanz der stets in Front liegenden Molly Marie noch die Führung abjagte.

Aber zum guten Schluss ließ der Belgier Rosendach im Preis der Mitglieder des Mülheimer Rennvereins dann rein gar nichts mehr anbrennen, als zugleich die Viererwette zur Entscheidung stand. Nach dem Erfolg des Dashing-Blade-Sohnes in der Hand von Koen Clijmans über Khalet, Landadel und Aitutaki gab es im Übrigen eine Quote von 40.702:10. Da Rosendach schon beim Raffelberger Aufgalopp am 3. April eine Klasse tiefer in guter Manier erfolgreich gewesen war, hatte sein neuerlicher Sieg eigentlich nicht sonderlich viel Überraschendes. Und vielleicht besitzt der Fünfjährige sogar immer noch etwas Luft nach oben. Der Richter immerhin ordnete seinen jüngsten Erfolg in die Kategorie „überlegen“ ein.

 
 

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