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Articus begeistert in der Hauptstadt

Berglars neues Ass

Berlin-Hoppegarten 24. April 2016

Mit den Super-Galoppern Novellist und Protectionist gelangen der Kölner Besitzer und Züchter Dr. Christoph Berglar vor wenigen Jahren Riesen-Erfolge auf internationaler Bühne, nicht zuletzt im Melbourne Cup, die den deutschen Galopprennsport ganz groß in die Schlagzeilen brachten. Nun scheint er erneut ein vielversprechendes Pferd in seinen Reihen zu haben – den von Waldemar Hickst in Köln trainierten vierjährigen Areion-Sohn Articus.

Der Vierjährige gewann am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein den Preis von Dahlwitz (Listenrennen, 27.000 Euro, 2.000 m) auf der Galopprennbahn in Berlin-Hoppegarten. Unter dem Belgier Stephen Hellyn ließ sich Articus bis zur Geraden von Devastar ziehen und übernahm von zweiter Position aus bald schon die Führung, die er bis ins Ziel immer weiter ausbaute.

Der Außenseiter Devastar hielt sich von vorne glänzend und untermauerte die große Form von Trainer Markus Klug vor dem Favoriten Guignol, der aus dem Mittelfeld noch besser anfasste, aber nie wie der Sieger ging. Iquitos machte von ganz hinten ebenfalls noch jede Menge Boden gut. Beim sechsten Start markierte Articus seinen dritten Treffer und scheint ein würdiger Nachfolger von Vorjahressieger Ito.

Rennroutine zahlt sich manchmal aus. So war es in der einleitenden 2.000 Meter-Prüfung für Dreijährige, als sich die von Dr. Andreas Bolte für den Stall Seseke trainierte Nepal (53:10, F. Minarik) vorne zeitig absetzte und nach ihren beiden sechsten Plätzen gegen gute Konkurrenz nun souverän gegen die debütierende Azita, die heiß favorisiert war, und Elegant Queen durchsetzte. Das Diana-Trial auf dieser Bahn könnte das nächste Ziel der Kallisto-Tochter sein.

Eigentlich hatte die Hallenser Trainerin Angelika Glodde gedacht, dass ihr Schützling Songan (167.10, D. Schiergen) noch ein oder zwei Starts brauchen würde, um in Bestform zu kommen. Doch in einem 1.800 Meter-Handicap stand der Außenseiter nach sehr guter Einteilung seines Jockeys bald schon als leichter Sieger vor dem Mitfavoriten Maresco sowie den Außenseitern Gregorious und Iraja fest. Die Viererwette bezahlte 66.668:10, drei Wetter kassierten jeweils 3.333 Euro.

Stuten mit Zukunft dürfte man in einer 2.000-Meter-Prüfung für den Derby-Jahrgang gesehen haben, hier behauptete sich Start-Ziel die von Peter Schiergen gesattelte Ittlingerin Lopera (27:10) gegen die innen sehr unglücklich agierende Miss England und Meergörl. Alle drei Erstplatzierten haben das Diana-Trial auf diesem Kurs als Option.

Als einziger Dreijähriger präsentierte sich Peter Schrades Vatenko (73:10, R. Weber) aus dem Quartier von Lokalmatador Roland Dzubasz in einem Meilen-Ausgleich III weiter verbessert, denn er hielt sich nach spannendem Kampf die Außenseiterin Universal Star und Kenia vom Leibe. 80.635:10 war die stolze Dreierwett-Quote.

Einen glänzenden Einstand gab der von Uwe Stech aufgebotene Dreijährige Larry (39:10, zweiter Treffer für Dennis Schiergen) in einem 1.800 Meter-Rennen, denn der Literato-Sohn hatte mit dem hoch favorisierten Wai Key Star und Weißer Stern keine Schwierigkeiten.

Im Ausgleich II über 2.000 Meter strapazierte die Höny-Hoferin Salve Venezia (35:10, M. Lener) die Geduld des Publikums, denn sie war an der Startstelle reiterlos geworden, entlaufen und erst nach langer Verzögerung eingefangen worden. Doch im Rennen war sie Mitte der Zielgeraden die dominierende Erscheinung, denn in großer Manier stiefelte sie kämpfenden Gegnern davon.  Starwood, Ausblick und Foreign Hill belegten die besten Plätze hinter der sicherlich weiter steigerungsfähigen Lady aus dem Stall von Andreas Löwe.

Walzertakt Fünfter in Chantilly

Einen guten fünften Platz erreichte am Sonntag in Chantilly der von Jean-Pierre Carvalho vorbereitete Walzertakt (I. Mendizabal) im Prix de Barbeville (Gruppe II, 130.000 Euro, 3.000 m), während der Titelverteidiger Alex My Boy (O. Peslier/A. Wöhler) über den achten Rang nicht hinauskam. In einer packenden Entscheidung ging der Sieg an den von Eric Linaud aufgebotenen Fly With Me (M. Guyon, 49:10) mit Hals-Vorsprung vor der Aga Khan-Stute Candarliya und dem 2015 in einem Baden-Badener Listenrennen erfolgreichen Trip To Rhodos.





 

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