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Shining Emerald imponiert in Dortmund

Deutschlands bester Sprinter ist einsame Klasse

Dortmund 5. Mai 2016

Deutschland bester Sprinter war er schon in der Saison 2015, und an seiner Klasse hat er auch in diesem Rennjahr nicht das Geringste eingebüßt: Shining Emerald, im Besitz des in Dubai ansässigen Großeigners Jaber Abdullah und in Training bei Andreas Wöhler in Spexard bei Gütersloh, untermauerte am erstklassig besuchten Traditions-Renntag am Himmelfahrts-Donnerstag in Dortmund seinen Status.

In großartiger Manier sicherte sich der von Eduardo Pedroza sehr umsichtig gerittene Sieger der Goldenen Peitsche nun bei strahlendem Sonnenschein den Großen Preis der Sparkasse Dortmund (Listenrennen, 25.000 Euro, 1.200 m) und brachte die 14.000 Euro-Siegbörse souverän nach Hause.

Es war für den 18:10-Favoriten ein Rennen wie aus dem Bilderbuch. Hinter Mc Queen und Donnerschlag war der nun beim 17. Start zum siebten Mal erfolgreiche Clodovil-Sohn sofort an dritter Position zu erkennen. Pedroza schlüpfte auf der Geraden mit ihm innen durch. Kurz musste er sich mit Mc Queen auseinandersetzen, doch schon bald verabschiedete sich Shining Emerald auf zweieinviertel Längen Vorsprung wie ein Pferd anderer Klasse.
Nach seinem Erfolg in einer einfachen Aufgabe in Bremen und dem Feiertags-Coup nun in Dortmund scheint der Schimmel bestens gerüstet für die kommenden großen Sprint-Events, zu denen sicherlich auch wieder Ende August der Versuch der Titelverteidigung in der Goldenen Peitsche in Baden-Baden gehören wird. Aber auch in der Silbernen Peitsche möchte man wie schon im Vorjahr gewinnen. Damit schaffte das Team Pedroza/Wöhler nur vier Tage nach dem Treffer mit Isfahan im Bavarian Classic in München einen weiteren wichtigen Triumph.

Mc Queen verteidigte sich von der Spitze nach Kräften und hatte den Ehrenplatz jederzeit sicher. Eng wurde es um den dritten Rang, den sich der speedstarke Fly First knapp gegen Donnerschlag schnappte in einem völlig formgemäßen Rennen, in dem der Tscheche Prince Orpen als Fünfter gut dabei blieb und von den gemeinten Pferden lediglich Forgino und der lange prominente Daring Match wirkungslos blieben.

Mehr als richtungsweisend war der Erfolg von Gestüt Winterhauchs San Salvador (19:10, R. Schistl) im einleitenden 2.000 Meter-Rennen für Dreijährige. Der Halbbruder des Gruppe I-Siegers und Gerling-Preis-Starters Sirius war 2015 bei seinem bisher einzigen Auftritt drei Längen hinter dem Winterfavoriten und Bavarian Classic-Gewinner Isfahan gewesen. Nun präsentierte sich der Lord of England-Sohn beim Jahresdebüt gleich in prächtiger Verfassung und löste sich leicht von der stark debütierenden Ittlinger Lucky Speed-Schwester Lysanda und deren noch gut aufkommender Trainingsgefährtin Nordwienerin.

Damit scheint Trainer Andreas Löwe eine echte Derby-Hoffnung in seinen Reihen zu haben. San Salvador besitzt u.a. Nennungen für den Frühjahrs-Preis in Baden-Baden und das Oppenheim-Union-Rennen in Köln auf dem Weg zum Blauen Band. Der Russian Tango-Bruder Russian Flamenco ließ einige Chancen schon am Start.

Ein Doppel für das Gestüt Winterhauch und Trainer Andreas Löwe machte erwartungsgemäß im abschließenden 2.000 Meter-Rennen die Klassestute Amona perfekt. Der Diana-Dritte war bei ihrem ersten Karrieresieg als 10:10-Chance von Andrasch Starke Start-Ziel nur das Allernotwendigste gegen Night Time und African Beat abverlangt. Man darf sich schon auf die nächsten Auftritte der Aussie Rules-Tochter in den tragenden Stutenrennen freuen.

Eine Stute der besseren Kategorie dürfte die von Formtrainer Markus Klug gesattelte Milenia (27:10, M. Seidl) sein. Denn wie die Soldier Hollow-Tochter mit großem Speed gegen Donna Doria sowie die Pilotin Teddilee auftrumpfte, war aller Ehren wert. Die Vierte des letztjährigen Junioren-Preises in Düsseldorf soll nun die 1000 Guineas ansteuern.

Mit zwei Jackpots (in der Zweier- und der Dreierwette) war der 1.400 Meter-Ausgleich IV für die Wetter von besonderem Interesse. Und am Ende hatten mit Toni Potters‘ Hedda (47:10, D. Porcu) und dem Belgier Douneeadahand zwei stark beachtete Pferde vorne vor dem Riesenaußenseiter Indian Joe. Die Quoten fielen mit 235:10 für die Zweier- und 6.210:10 für die Dreierwette durchaus beachtlich aus.

„Es ist ihr erster Start für mich. Das Ziel ist, in diesem Jahr mit ihr ein Rennen zu gewinnen“, hatte Erfolgstrainer Markus Klug vor dem ersten Viererwett-Rennen (Ausgleich IV, 2.400 m) über die Wittekindshoferin Notre Mandante (76:10) gesagt. Und schon bei erster Gelegenheit trumpfte die Manduro-Tochter zu lukrativer Quote auf und ließ die Mitfavoritin Eliza sowie die Außenseiter So Nice und Tallevu regelrecht stehen. Die Viererwette bezahlte 56.056:10 Euro.

Im zweiten Rennen mit der Viererwette und ebenfalls einem beachtlichen Jackpot (Ausgleich III, 1.600 m) gab es ein Traumergebnis für den Kölner Trainer Waldemar Hickst, denn er stellte die beiden Erstplatzierten. Für das Gestüt Wittekindshof von Hans-Hugo Miebach (viele Jahre war er Präsident des Dortmunder Rennvereins) sorgte Near Excellent (67:10, A. Suborics) mit einer starken Endleistung für den zweiten Tagestreffer gegen Zitat. Siempre Felice und Boetie’s Dream komplettierten die Viererwette, die 33.087:10 Euro bezahlte.


Hut ab, kann man da nur sagen. Die von Dr. Andreas Bolte trainierte Ishita (F. Da Silva) war auch durch eine einjährige Pause nicht zu stoppen. Auch wenn die 196:10-Chance in einem 2.000 Meter-Ausgleich III immer weiter nach außen wegdriftete, wehrte sie Lipari hauchdünn sowie den auf Rang drei einkommenden Cash the Cheque ab und schaffte beim erst fünften Karrierestart den zweiten Erfolg.

Seinen zweiten Tageserfolg markierte Rafael Schistl auf der von Henk Grewe in Köln trainierten Tendresse (40:10) in einer 1.600 Meter-Prüfung, die als Fünfjährige erst ihren zweiten Start absolvierte, aber nach dem guten Einstand gegenüber Vega und Fifth Avenue den größeren Drive entwickelte.



 

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