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Überraschungen beim Magdeburg-Auftakt

Dreierwette der Veteranen in Hassloch

Hassloch/ Magdeburg 5. Mai 2016

Formtreue und immer wieder neue Steigerung – das sind die Markenzeichen von Smart Shuffle, dem immerhin schon siebenjährigen Wallach aus dem Stall von Besitzertrainer Stefan Birner. 2015 war der Big Shuffle-Sohn trotz einer Flut an Platzierungen zwar ohne Volltreffer geblieben, doch in der laufenden Saison läuft es wie am Schnürchen. Am bestens besuchten Himmelfahrts-Renntag in Hassloch schaffte Smart Shuffle bereits seinen zweiten Erfolg in diesem Jahr.

In der Hasslocher Meile (Ausgleich III, 1.600 m) entlockte Maxim Pecheur dem 106:10-Außenseiter starke Reserven und wehrte damit den sehr gut aufkommenden Dragoslav und den Piloten Tricky Tiger ab. Damit setzte sich der Vorjahresdritte durch, während Tricky Tiger 2015 Zweiter gewesen war. Die Erfahrung der Pferde zahlte sich aus, Veteranen waren unter sich – ein Siebenjähriger gewann vor einem Acht- und einem Neunjährigen.
In einem Lauf zum German Tote-Junior-Cup Südwest gab es eine kleine Überraschung, denn der klare Favorit Ewell Place unterlag gegen die andere Farben des Stalles Pink-Panther aus Belgien, Buffalo Soldier (46:10; mit Jelle Jttevaere).

Die Gerade in Hassloch ist extrem lang, das war ganz nach dem Geschmack der von Nastasja Volz aufgebotenen Fly And Win (62:10, R. Piechulek), die in einem 1.400 Meter-Ausgleich IV den schon in Sicherheit geglaubten Baker Man und den kaum gewetteten Patrick Star noch überflog und bewies, dass man auch mit neun Jahren noch schnell laufen kann. Die Dreierwette kletterte auf stolze 28.754:10 Euro!

Deutschlands bestes Araberpferd Madjy (M. F. Weißmeier) aus dem Quartier von Regine Weißmeier musste sich in einer 1.400 Meter-Prüfung an der Spitze gegen drei kämpfende Gegner ein wenig strecken, ehe der zwölfte Karrieretreffer perfekt war.

Weiterhin in Top-Form agiert die Iffezheimer Amazone Eva-Maria Zwingelstein, die für Besitzertrainerin Selina Ehl in einer Meilen-Prüfung die heranstürmende Elusive Sengia und die unterwegs führende Anatavka Sun hinter sich ließ und dem Wallach einem Jahr nach seinem Erfolg auf dieser Bahn einen weiteren Sieg bescherte.

In einem 2.000 Meter-Ausgleich IV beendete Matthias Schwinns Christin (50:10) mit Laura Giesgen im Sattel eine längere Durststrecke, doch nach zwei Ehrenplätzen hatte sich die Achtjährige den Treffer vor Asadita und Well’s Wonder redlich verdient.

Eigentlich wähnten die Favoritenwetter ihr Geld bei Stealing the Show (14:10) in einem 2.000 Meter-Rennen schon in Sicherheit, doch auf den letzten Metern wurde der Wallach noch von Jessica Lehmanns Ognjan (73:10, B, Ganbat) überlaufen.

Einen Husarenritt legte Carlos Henrique im abschließenden Ausgleich IV über 2.200 Meter auf Nina Schneiders Peseta hin, die Start-Ziel immer wieder beschleunigte und bei einer Quote von 154:10 sträflich unterschätzt worden war.

In Magdeburg startete man am Himmelfahrtstag ebenfalls mit Top-Besuch in die neue Rennsaison 2016 – mit einer gemischten Programm, bestehend aus vier Amateurreiten bei den Galoppern und fünf Trabrennen sowie einem Wettstreit für die jungen Reiter.

Die Förderung des Nachwuchses in Deutschland ist eine Herzensangelegenheit von German Tote. Die Tochtergesellschaft der wichtigsten deutschen Galopprennvereine unterstützt 2016 den neugeschaffenen „German Tote-Junior-Cup Nord/West“. Teilnahmeberechtigt sind Reiterinnen und Reiter, die im laufenden Kalenderjahr das 14. Lebensjahr und höchstens das 25. Lebensjahr vollenden. Beim Auftakt in Magdeburg hatte Vivien Korbus mit Schwarze Perle (24:10) keine Probleme mit dem lange führenden Luigi und Dschingiskhan.

Die Bahn in Magdeburg scheint Index Waiter (56:10) zu liegen. Hier lief der Wallach meistens stark, und trotz eines strammen Gewichts von 64,5 Kilo war Start-Ziel gegen den von Stephanie Rank gerittenen, trainierten und in ihrem Besitz stehenden Sechsjährigen in einem Lauf zur Sport-Welt-Amateur-Trophy (Ausgleich IV, 2.050 m) kein Kraut gewachsen. Auch bei 37. Start reichte es für den unter Champion Vinzenz Schiergen gesteuerten 20:10-Favoriten High Prince trotz einer starken Schlussoffensive nicht zum ersten Sieg, doch Rang zwei vor der großen Außenseiterin It’s my Sunshine war ihm sicher.

Mit gewaltiger Formsteigerung wartete Rudi Storps Fazenda’s Girl in einem 1.800 Meter-Handicap auf. Es war schon erstaunlich, wie sich die 235:10-Chance nach einem starken Ritt von Olga Laznovska von dem Favoriten Zaunkönig und der ebenfalls hoch am Toto stehenden Praise freimachte und ihre bisherigen beiden Deutschland-Formen auf den Kopf stellte. Olga Laznovska vervollständigte in einem weiteren Lauf zur Sommermeisterschaft der Amateure (Ausgleich IV, 1.550 m) auf der endspurtstarken Gonscharga (50:10) für den Stall von Jördis-Ina Meinecke ein Doppel. Locker lief die Stute ihren Kontrahenten Ohne Tadel und Kalypso King davon und feierte beim 34. Start den ersten Erfolg überhaupt.

Auch in einem 1.300 Meter-Ausgleich IV wurden die Zuschauer Zeuge einer Überraschung, als sich Frank Fuhrmanns Holy Rare (103:10) mit der jungen Lillie-Marie Engels nach zwei letzten Plätzen unvermittelt an ihre Bestform erinnerte und den zügig endenden Highly Favoured und den Favoriten Presence locker in Schach hielt.





 

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