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Sir Alex Ferguson triumphiert mit Topography

Treffer für die Trainer-Legende

Bremen 17. Mai 2016

Ein Pferde-Fan ist Sir Alex Ferguson schon lange. Immerhin gehörte ihm mit Rock Of Gibraltar ein absoluter Star-Galopper. Doch seit einigen Monaten lässt die Trainer-Legende von Manchester United auch in Deutschland Vollblüter vorbereiten, die ihm gemeinsam mit der Stiftung Gestüt Fährhof gehören.

Am sonnigen PMU-Dienstag in Bremen bekam er eine freudige Nachricht übermittelt. Denn in den roten Farben dieser neuformierten und so prominenten Besitzergemeinschaft landete der von Super-Deckhengst Monsun stammende dreijährige Hengst Topography seinen ersten Erfolg – in der einleitenden Prüfung über die Derby-Distanz von 2.400 Metern.

Unter Jockey Eduardo Pedroza überbot der 52:10-Mitfavorit seinen Einstand aus Köln, als er noch sehr unreif wirkte und auch keinen glatten Rennverlauf hatte, deutlich und wehrte in gutem Stil alle Angriffe der Konkurrenz sehr sicher ab. Natürlich steht das Rennen des Jahres nach dieser Top-Vorstellung weiterhin auf dem Fahrplan von Topography, den Andreas Wöhler in Spexard bei Gütersloh trainiert.

Fährhofs Racing Manager Simon Stokes: „Wir haben noch keine ernsthaften Pläne mit ihm und wollen erst einmal sehen, wie er nach Hause kommt. Nach dem nächsten Start werden wir sehen, ob er im Derby laufen wird oder nicht. Sir Alex Ferguson ist gerade in Irland und hat sich sehr über den Erfolg gefreut. Beim nächsten Start von Topography möchte er gerne nach Deutschland kommen.“

Sehr gute Noten verdiente sich auch der Zweitplatzierte Santano, der noch viel Boden gutmachte. Der Riesenaußenseiter Actinon hielt sich als Dritter erstaunlich gut vor Hey little Boy, der noch äußerst unerfahren wirkte und schon hinter den anderen Pferden vom Start gekommen war.
Mehr versprochen hatte man sich von Diplomatico und Starlite Express, die nur im geschlagenen Feld einkamen.

Gleich beim Saisondebüt präsentierte sich Frank Fuhrmanns Pavana (149:10, A. Best) in einem 1.200 Meter-Handicap in Siegform. Die Silvano-Tochter stand gegen den Favoriten Powerplay und den Veteran Danon Perth bestens durch.

Beim zwölften Start läuteten endlich die Siegglocken für Club Neue Bults Funky Groove (100:10, I. Poullis) aus dem Formstall von Christian Sprengel – der Wallach zog in der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 2.100 m) auf der Zielgeraden auf einen Rush davon und wurde nicht mehr gesehen. Van Victory als zweiter und die in totem Rennen auf Rang drei einkommenden Copy Cat und Van Victory komplettierten die Viererwette, die 20.000 bzw. 25.000:10 Euro bezahlte. Der Favorit Weltwunder gab sich aus bester Lage deutlich geschlagen.

Unter der Regie von Jördis-Ina Meinecke scheint Gonscharga im reifen Alter von sieben Jahren so richtig aufgewacht zu sein. Denn nachdem sie zuvor bei 33 Versuchen nie gewonnen hatte, landete die Stute nun in einem 1.600 Meter-Handicap den zweiten Coup in Folge, und dies als 36:10-Favoritin! Adrie deVries musste lange auf eine Lücke warten, um dann doch noch den schon in Sicherheit geglaubten Genax und Wisewit abzufangen.

Bremen hat ein Herz für alle Fans des Hindernissports: Und die IDEE Kaffee Trophy (Jagdrennen, 4.200 m) war eine echte Werbung für dieses Metier, denn diese Prüfung verlief äußerst spannend und wurde erst ganz zuletzt entschieden. Natürlich passte es nur zu gut, dass eine Stute namens Koffi Lady (74:10) aus der Zucht von Albert Darboven - für den Stall Nicole und den Bremer Trainer Pavel Vovcenko - gewann. Ihr Reiter Jan Kratochvil bewies viel Geschick, als er sich unterwegs artistisch im Sattel halten konnte. Am Ende entlockte er der Samum-Tochter mächtigen Speed und löste sich von dem schon 13-jährigen Nuevo Leon, dem lange führenden Six Stone Ned und dem Favoriten Good Prince zum ersten Hindernistreffer der Stute beim erst zweiten Versuch.

Nach einem tollen Finish von Andreas Helfenbein schaffte der von Jean-Pierre Carvalho nach Bremen entsandte Sun at work (46:10) in einem Ausgleich III über 1.400 Meter noch die Wende gegen den tapfer standhaltenden Außenseiter Amparo, hinter dem sich Haarib noch auf Rang drei vorarbeitete. Der erfolgreiche Wallach scheint nunmehr einiges nachzuholen und bleibt auch in Zukunft zu beachten.

Das Glück des Tüchtigen hatte Adrie de Vries in einer 1.400 Meter-Prüfung für Dreijährige, denn im allerletzten Galoppsprung eroberte der Holländer mit Adelaide Rose (39:10) noch einen minimalen Vorsprung gegen den stets führenden Favoriten Braveheart Bear. Damit gelang dem Jockey ebenso der zweite Tagestreffer wie dem Hannoveraner Coach Christian Sprengel.

Im abschließenden 1.600 Meter-Rennen erfüllte die von Melanie Sauer trainierte Brümmerhoferin Mahe (20:10, F. Minarik) beim ersten Karrierestart alle Erwartungen – die Pivotal-Tochter hatte mit Lacato und Limari keinerlei Schwierigkeiten.



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