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20. Sparkassen-Renntag am Raffelberg ein voller Erfolg

Doppelsieg für Wöhler vor rund 8.000 Zuschauern

Mülheim 21. Mai 2016

Martin Weck, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mülheim an der Ruhr, brachte es beim 20. Sparkassen-Renntag am Samstag auf der Mülheimer Galopprennbahn auf den Punkt. „Ein toller Renntag mit herrlichem Zuspruch aus der Stadt“, sagte der Funktionär bei der traditionellen Familien-Veranstaltung am Raffelberg mit rund 8.000 Zuschauern. Auch Rennvereins-Präsident Hans-Martin Schlebusch freute sich über den guten Besuch: „Die Atmosphäre war herrlich.“

Grund zur Freude hatte vor allem auch der Gütersloher Galopper-Trainer Andreas Wöhler. Denn seine beiden Schützlinge Classic Rock und Light Of Air belegten im Hauptereignis, dem mit 5.100 Euro dotierten „Preis der Sparkasse Mülheim an der Ruhr“ für Dreijährige, die Plätze eins und zwei. Classic Rock, unter Eduardo Pedroza (Ravensberg) als 48:10-Mitfavorit ins 2.100 Meter-Rennen gegangen, und sein Stallgefährte (121:10) mit Jozef Bojko (Gütersloh) im Sattel hatten sich einen packenden Zweikampf um den Sieg geliefert. Classic Rock setzte sich für den Stall UNIA (Werner Krüger/Berlin) schließlich sicher mit einer Dreiviertel-Länge durch.

Mit dem gleichen Abstand kam der vom Kölner Erfolgstrainer Peter Schiergen vorbereitete Hengst Weltmeister (59:10) mit Trainer-Sohn Dennis Schiergen (Köln) auf den dritten Platz. „Der Rennverlauf war in Ordnung, gegen die beiden Wöhler-Pferde war aber nichts zu machen“, lautete das Fazit von Peter Schiergen. Weltmeister gehört dem Kölner Rennvereins-Präsidenten Eckhard Sauren und Fußballprofi Marcel Risse vom 1. FC Köln.

Lediglich Rang vier ging an den 13:10-Favoriten Savoir Vivre aus dem Trainingsquartier von Jean-Pierre Carvalho in Bergheim; Jockey war Filip Minarik (Köln).

Bemerkenswert: Die vier Erstplatzierten besitzen jeweils eine Nennung für das Deutsche Galopper-Derby am 10. Juli auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn. Savoir Vivre wurde außerdem für den mit fünf Millionen Euro dotierten Prix de l’Arc de Triomphe am 2. Oktober auf der Rennbahn im französischen Chantilly eingeschrieben.

Andreas Wöhler hat für seine beiden Schützlinge zunächst einen Start in dem mit 70.000 Euro dotierten 181. Oppenheim-Union-Rennen am 19. Juni in Köln vorgesehen, traditionell eines der wichtigsten Vorbereitungsrennen für das „Blaue Band“ in Hamburg und ein Rennen der neuen German Racing Champions League. „Das große Fragezeichen war Light Of Air“, sagte ein zufriedener Trainer. „Er hat endlich den Einsatz gezeigt, den ich sehen möchte. Classic Rock benimmt sich manchmal noch etwas unreif, fast wie ein ‚Playboy‘, steigert sich aber von Rennen von Rennen.“

Keine Chance auf den Sieg im „Preis der Sparkasse Mülheim an der Ruhr“ hatten Amareion (158:10, Trainer: Andreas Löwe/Köln) sowie der am Raffelberg von Jens Hirschberger trainierte Gondaro (166:10) auf den Plätzen fünf und sechs.

Viel besser lief es für Hirschberger im „Preis der Roten Bank“, dotiert mit 4.000 Euro. Gegen seine haushohe 12:10-Favoritin Molly Marie mit Champion-Jockey Alexander Pietsch (Köln) im Sattel war kein Kraut gewachsen. Nach den Plätzen drei und zwei war es nun der erste Sieg für die vierjährige Stute aus dem Besitz des Gestüts Auenquelle (Rödinghausen). „Endlich hat sie gewonnen“, so Hirschberger erleichtert. „Sie hat stets gute Leistungen gezeigt, es fehlte immer nur eine Kleinigkeit. Jetzt hat alles gepasst.“

Die Plätze zwei und drei belegten Euro Pearl (78:10) aus dem Trainingsquartier von Andreas Bolte (Lengerich) sowie der niederländische Gast Sea Vision (109:10), vorbereitet von Christian Johannes Maria Wolters.

Das Traditionsgestüt Auenquelle - Mitbesitzer Peter-Michael Endres war mit seiner Ehefrau Helga Endres aus Duisburg angereist - durfte sich am Raffelberg gleich über zwei Erfolge freuen, denn gleich zum Auftakt hatte sich Turflady den Sieg in einem 8.750 Euro-Rennen gesichert. Doppelsieger bei den Jockeys war Alexander Pietsch.

Abseits des Geläufs wurde das umfangreiche Rahmenprogramm - vor allem von den kleinen Gästen - blendend angenommen. Große Resonanz gab es auch bei dem von der Interessengemeinschaft Speldorf organisierten Hutwettbewerb unter Federführung von Andrea Fleck. 

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