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Turflady triumphiert traumhaft sicher

Auenqueller Farben im „Preis der Weißen Nächte“ vorn

Mülheim 21. Mai 2016

Im „Preis der Weißen Nächte am Theater an der Ruhr“, dem Auftaktrennen am Samstag beim 20. Sparkassen-Renntag auf der Galopprennbahn am Mülheimer Raffelberg, war Turflady der „Albtraum“ für ihre Gegnerinnen. Start/Ziel triumphierte die von Mario Hofer in Krefeld für das Gestüt Auenquelle (Rödinghausen) von Karl-Dieter Ellerbracke (Rödinghausen) und Peter-Michael Endres (Düsseldorf) trainierte dreijährige Stute gegen sechs gleichaltrige und bis dahin ebenfalls noch sieglose Konkurrentinnen. Exakt 5.000 Euro Siegprämie wandern nach dem 8.750 Euro-Rennen in Richtung Ostwesfalen.

Sicher mit dreiviertel Längen Vorsprung verwies die 51:10-Mitfavoritin Turflady unter dem österreichischen Spitzenjockey Andreas Suborics (Köln) die von Markus Klug (Köln-Heumar) vorbereitete Secret (45:10) auf den zweiten Platz. Rang drei ging an die von Toni Potters (Großenkneten) trainierte 31:10-Favoritin Dafina unter dem Kölner Jockey Filip Minarik.

Siegtrainer Mario Hofer strahlte nach dem Auftritt von Turflady, die ihren Jockey Andreas Suborics beim ersten Startversuch in diesem Jahr in Düsseldorf noch beim Aufgalopp abwarf, weil sie sich erschreckt hatte. „Diesmal lief alles problemlos“, gab der Routinier zu Protokoll. „Schon im Training hatte sich abgezeichnet, dass es diesmal mit dem ersten Sieg klappen würde.“

Turflady war gleich nach dem Start der 1.400 Meter-Prüfung in Führung gegangen. Dahinter hatten sich zunächst Dafina sowie die von Karl Demme (Köln) trainierte 113:10-Außenseiterin Irish Valley platziert. Secret, geritten vom Niederländer Adrie de Vries (Oudewater), versteckte sich im Mittelfeld.

Auf der Zielgeraden musste Turflady dann die Angriffe von Secret und Dafina abwehren, der Sieg geriet aber nie ernsthaft in Gefahr. „Andreas Suborics hatte keine Order, konnte sich das Rennen frei einteilen. Er hat das hervorragend gemacht“, lobte Hofer den Reiter.

Mit der Sonne um die Wette strahlten nach dem mit 6.000 Euro dotierten „Girocents-Preis der Sparkasse Mülheim“ zwei Gäste aus Iffezheim. Der von Gerald Geisler trainierte und von Eva-Maria Zwingelstein gerittene vierjährige Wallach und 24:10-Favorit Heart Storm kämpfte sich im 2.000-Meter-Rennen zum Sieg. Für Zwingelstein war es bereits der 17. Sieg in dieser Saison. Damit mischt sie im Jockey-Championat ganz vorne mit.

Dreiviertel Längen hinter dem Sieger verpasste das Duo Hofer/Suborics den zweiten Treffer im zweiten Mülheimer Rennen am Volks-Renntag mit der vierjährigen Stute Princess Alba (57:10). Rang drei ging an den aus Belgien angereisten neunjährigen Wallach Sir Bruno (76:10) aus dem Trainingsquartier von Anne Marie Verschueren.

Heart Storm ist zum ersten Mal ein Rennen von vorne gelaufen“, erklärte Geisler die taktische Marschroute. „Das hat ihm scheinbar gut gefallen. Seinen nächsten Auftritt soll er auf der Heimatbahn absolvieren.“

Unter den rund 8.000 Zuschauern am Raffelberg war auch Gentleman-Trainer Uwe Ostmann. Über viele Jahrzehnte war der heute 75-Jährige für die Pferde am Mülheimer Diana-Stall verantwortlich. „So einen publikumsträchtigen Traditions- Renntag bei prächtigem Wetter lasse ich mir doch nicht entgehen“, lachte Ostmann, der den Diana-Stall Ende 2012 an Jens Hirschberger weitergegeben hatte.


Neben dem erfolgreichen Renntag in Mülheim konnte sich am Samstag der Ex- Deutsche Our Ivanhowe über einen besonderen Treffer freuen. Im australischen Doomben gewann er im mit 650.000 australischen Dollar dotierten Doomben Cup über 2.000 Meter seinen ersten Gruppe I-Sieg.

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