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Tim Rocco gewinnt immer weiter

Das halbe Dutzend ist perfekt

Krefeld/Karlsruhe 22. Mai 2016

Wir haben erst Ende Mai, doch einer der ganz großen Aufsteiger der Saison steht spätestens seit diesem Sonntag fest: Tim Rocco, vierjähriger Wallach aus dem Dresdener Stall von Claudia Barsig ist die Entdeckung. Nun bestritt der Doyen-Sohn den Ausgleich II über 2.050 Meter, und nach einer optimalen Einteilung seines Reiters Michael Cadeddu schaffte er das Kunststück, sein sechstes Rennen hintereinander zu gewinnen!

Start-Ziel ließ der als 28:10-Co-Favorit angetretene Seriensieger einmal mehr nichts anbrennen und wehrte in sehr sicherer Manier alle Angriffe der sogar drei Punkte kürzer am Totalisator stehenden Night Melody ab. Da hatte sich die weite Reise aus der Zwingerstadt mehr als gelohnt. Die Röttgenerin Global Love landete auf Rang drei vor Cassilero im sechsköpfigen Feld, während Storm und La Calerina zu Nichtstartern erklärt worden waren.

Ein kompaktes Sieben-Rennen-Programm wurde den zahlreichen Galopperfans am großen Sparkassen-Renntag geboten (darunter auch ein Ponyreiten mit dem imponierenden Sieger Milo). In einem Lauf zur Sport-Welt Amateur-Trophy (Ausgleich IV, 2.200 m) feierte die von Christian von der Recke für das Gestüt Römerhof trainierte Nessaya (18:10) unter Championesse Lena Mattes ihren ersten Karrieretreffer. Als die Stute auf der Geraden innen durchgeschlüpft war, stand sie sofort als Siegerin gegen Val d‘ Intelvi und Banzai fest.

Eine halbe Stunde später schien die Favoritenwetter ebenfalls zu ihrem Recht zu kommen, als in einer 1.300 Meter-Prüfung für Dreijährige Jaber Abdullahs Plus Night (17:10) vom Start weg bis kurz vor dem Ziel vorne das Sagen hatte, doch ganz zuletzt noch von dem stark anziehenden Electric Beat-Sohn Atlantik Cup (33:10, St. Hellyn) aus dem Quartier von Axel Kleinkorres abgefangen wurde. Sicherlich dürften sich am Ende auch die zwei Kilo Gewichtsunterschied bemerkbar gemacht haben – zugunsten den schon zuletzt in München sehr gut gelaufenen Neusser Gastes, der Nennungen für diverse Auktionsrennen besitzt.

Die Wettchance des Tages (Ausgleich III, 1.200 m) entwickelte sich zu einem wahren Thriller, denn gleich drei Pferde stürmten in Linie dem Ziel entgegen. Mit unbändigem Einsatz hatte es der von Katja Gernreich in Neuss trainierte Crales Darwin (28:10-Favorit, A. Pietsch) nach seinen beiden knappen Niederlagen zuletzt endlich wieder einmal geschafft, er bezwang trotz einer wenig glücklichen Startphase Danuvius und Silencio hauchdünn. Die Viererwette komplettierte der Holländer Better Value – die Quote betrug 14.773:10 Euro.

Mit einer richtungsweisenden Leistung glänzte die von Andreas Löwe vorgestellte Höny-Hoferin Alawys Hope (56:10, A. Helfenbein), die in der 2.050 Meter-Prüfung für Dreijährige Erica und Nabila davonspazierte, während die Favoritin und Novellist-Schwester Nightlight Angel am Start ihren Reiter Andreas Suborics abgeworfen hatte, was zum Glück ohne Folgen für Pferd und Reiter blieb. Die Siegerin Always Hope besitzt Engagements für das Diana-Trial in Hoppegarten und den Henkel - Preis der Diana in Düsseldorf.

Mit einer Überraschung klang der Nachmittag aus, als sich der von dem Belgier Toon van den Troost gesattelte Naaseh (88:10, A. v. d. Troost) als achtjähriger Veteran Start-Ziel mit immer neuen Reserven vor Salimera und Lunar Prospect sicher durchsetzte.

Auch die Rennen aus Karlsruhe waren bestens besucht und wurden in die Wettannahmestellen und Buchmachergeschäfte übertragen. Im Araberrennen war Deutschlands bester Arabischer Vollblüter Madjy (14:10, F. X. Weißmeier) aus dem Stall von Regine Weißmeier vor Ainhoa Djass und Mietkes Naual einsame Klasse.

Mit einer inzwischen sehr günstigen Handicap-Marke gab es für Rudolf Storps Well’s Wonder (21:10, M. Gier) in einem 2.200 Meter-Ausgleich IV kein Verlieren. Schon früh in der letzten Runde hatte der Favorit vor Nabakuk und Keira die Weichen auf Sieg gestellt.

Der einst in ganz anderer Klasse beheimatete Smoke on the Water (16:10-Favorit; F. X. Weißmeier) aus dem Stall von Regine Weißmeier (zweiter Tagessieg für die Trainerin und ihren Sohn im Sattel) scheint sich wieder voll gefunden zu haben. In einem 1.800 Meter-Rennen mit nur vier Kandidaten verabschiedete sich der Wallach mühelos von Porte du Paradis und Crabbies Choice.

Einen Husarenritt zeigte Sibylle Vogt in einem 1.800 Meter-Handicap auf Sarah Janes Helliers Ice Club (84:10), denn mit der Taktik des Gehens distanzierte dieses Team die von Bordino und Germanwings angeführte Gegnerschaft.




 

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