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Sworn Terz gewinnt das beste Raffelberger Handicap

Die Gefahr kam ganz innen

Mülheim-Ruhr 26. Mai 2016

An sich schien schon alles gelaufen, und der rettende Hafen, der war für die mit viel Herz kämpfende Stute Andromeda im Prix Toulouse mehr als nur schon in Sichtweite. Doch letztendlich musste sie auf den allerletzten Metern der 2.900-Meter-Strecke noch passen. Hart innen tauchte urplötzlich Sworn Terz mit Eugen Frank im Sattel auf und eroberte das wichtigste Handicap der Mülheimer Fronleichnams-Veranstaltung noch für den Stall Päädsmann. Derweil Trainer Markus Klug, der Trainer des Vierjährigen, nahezu zur gleichen Zeit in Baden-Baden nach dem Erfolg mit der Stute Sacrifice My Soul auf dem Siegertreppchen stand.

Dort in Iffezheim wurde heute natürlich die ganz große Turf-Musik gespielt. Aber auch die Raffelberger Karte bot interessanten Sport, der komplett nach Frankreich übertragen wurde. Wobei alle Renntitel schon beim ersten Hinschauen erkennen ließen, dass es sich heute um ein PMU-Nachmittagsprogramm handeln musste.

Neben dem Tertullian-Sohn Sworn Terz verdient allerdings insbesondere auch die dreijährige Salonmare, ausdrücklich erwähnt zu werden, hinterließ die Wittekindshoferin aus Trainer Peter Schiergens Stall Asterblüte als Debütantin doch bereits einen guten Eindruck. Die Manduro-Tochter und Halbschwester des talentierten Salon Soldier holte sich auf Anhieb den über 2.300 Meter führenden Prix Clairefontaine und setzte sich dabei am Ende leicht gegen Sternkrone und Miss Reemeya durch, nachdem sie zuvor unter André Best stets in einer guten Ausgangsposition unterwegs gewesen war.

Dass Salonmare noch eine Nennung für den 158. Henkel Preis der Diana Anfang August in Düsseldorf besitzt, soll natürlich nicht unterschlagen werden. Was die heutige Leistung auf Gramm und Kilo allerdings wert war, muss erst einmal abgewartet werden. An Stehvermögen mangelt es Salonmare jedenfalls nicht, und weiteres Entwicklungspotenzial besitzt sie sicherlich allemal noch.

Der erste der acht Punkte umfassenden PMU-Karte sah gleich einen souverän gewinnenden East of Eden vor Ohne Tadel und Aroy durchs Ziel gehen, was Olga Lasnovska, die im Prix Strasbourg zugleich als seine Trainerin wie auch als seine Reiterin involviert war, darüber hinaus half, ihre momentane Spitzenposition in der laufenden Sport-Welt Amateur-Trophy weiter auszubauen.

Gleich anschließend sorgte der von Francesco Ladu gerittene Wallach Culworth Boy als 147:10-Außenseiter für die dickste Überraschung des Tages, als er sich gegen die ungleich stärker beachteten Welkando und Nessaya im Prix Nancy behauptete, während danach die Stute Anatevka Sun in der Hand von Nicola Sechi einen Heimsieg hinbekam, als die Pflegebefohlene von Yasmin Almenräder im Prix Bordeaux sowohl Betsy Coed als auch Douneedahand schlug.

Besonders knapp und eng wurde es im Prix Wissembourg dann zwischen der von Robin Weber gesteuerten Siegerin Night Time und den lediglich um Hals und Kopf geschlagenen Usbekia und Master Dan auf den nächsten Plätzen, während sich kurz darauf die Stute Vega mit Jozef Bojko als Reiter und als 11:10-Favoritin zeitig zur allgemein erwarteten Alleinunterhalterin aufschwang und Mathilda sowie Artemis nicht den Funken einer Chance ließ, nachdem Global Thunder dem Rennen ferngeblieben war.

Und zum guten Schluss hieß das Siegerteam einmal mehr Jockey Eugen Frank und Trainer Markus Klug. Mit Dr. Günter Jansens Stute Chersuka sicherten sich beide noch den finalen Prix Saint-Cloud, den die Kallisto-Tochter ziemlich unbeeindruckt vor der noch enorm schnell werdenden Eyes on Me auf Platz zwei sowie dem drittplatzierten Khalet unter Dach und Fach brachte.


 

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