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Elite-Feld in den 96. German 1000 Guineas in Düsseldorf

Stuten-Klassiker mit internationaler Besetzung

Düsseldorf 2. Juni 2016

Der Sonntag wird ein „Feiertag“ im deutschen Galopprennsport, denn mit den Wempe 96. German 1000 Guineas (Gruppe II, 125.000 Euro, 1.600 m, 7. Rennen um 17:10 Uhr) steht der erste Klassiker dieser Saison für Stuten am Königsallee-Renntag auf der Rennbahn in Düsseldorf bevor. Wer sichert sich diesen begehrten Titel in einem internationalen Klassefeld von 16 Kandidatinnen?

Diese Frage scheint im Vorfeld extrem spannend: Unsere Ladies müssen auf eine starke Gaststute achten: Hawksmoor (James Doyle) aus dem Stall von Hugo Palmer in England war schon zweimal Dritte auf höchster Ebene, zuletzt im Prix Saint-Alary in Deauville. Ihre Landsfrau Rebel Surge (William Twiston-Davies) sollte deutlich unter ihr stehen.

Hoffnungen darf sich der Köln-Heumarer Erfolgstrainer Markus Klug vor allem mit Gestüt Park Wiedingens Dhaba (Adrie de Vries) machen. Die Winterkönigin 2015 transferierte ihre Top-Zweijährigen-Formen in diese Saison, als sie zuletzt im Kölner Schwarzgold-Rennen ausgezeichnete Dritte wurde. Ihr Betreuer meinte anschließend, dass Dhaba dieses Rennen unbedingt noch gebraucht habe.

Mit gestiegener Kondition nimmt sie erneut den Kampf auf mit der im Besitz des in 2016 hocherfolgreichen Stalles von Darius Racing stehenden Parvaneh (Marc Lerner), die in der Domstadt mit gewaltigem Speed die Konkurrentinnen regelrecht überrollte und sich anschließend als Fünfte auf vielleicht schon zu abgetrocknetem Boden auch gegen die Hengste im klassischen Mehl-Mülhens-Rennen gut aus der Affäre zog. Trainer Waldemar Hickst: „Sie hat gut gearbeitet, es ist alles okay. Sie hat bis jetzt noch nichts falsch gemacht. Die Kursführung ist für sie vielleicht nicht ideal, aber man muss es versuchen. Ich hoffe auf etwas weichen Boden.“

Brandgefährlich ist die aus dem Hannoveraner Stall von Hans-Jürgen Gröschel kommende Shy Witch (Ian Ferguson), die im Henkel Stutenpreis zuletzt in Düsseldorf einen sehr unglücklichen Rennverlauf hatte und diesmal vielleicht vor den damaligen Protagonistinnen Near England (Martin Seidl), Walun (Daniele Porcu) und Redenca (Jozef Bojko) sein könnte. Trainer Peter Schiergen sagt über seine beiden Teilnehmerinnen Walun und La Merced (Dennis Schiergen): „Walun lief in Düsseldorf gut, aber natürlich muss sie sich steigern. Es wird ein schweres Rennen. La Merced hat sich in Köln bestens verkauft, als sie schon wie die Siegerin aussah.“

Besondere Attraktion: Hier wird auch die Viererwette ausgespielt – mit einer Garantie-Auszahlung von 10.000 Euro.

Das Comeback des Melbourne Cup-Siegers Protectionist

Auch das Rahmenprogramm um den Klassiker mit insgesamt neun Prüfungen kann sich sehen lassen. Die ganz große Attraktion ist das langersehnte Comeback des wieder nach Deutschland an den Stall von Andreas Wöhler zurückgekehrten 2014er-Melbourne Cup-Gewinners Protectionist (E. Pedroza). Nach seinem imponierenden Erfolg im bedeutendsten Rennen Australiens lief bei ihm nicht mehr viel zusammen, nun darf man sich auf den Neuanfang in einem 2.200 Meter-Rennen (6. Rennen um 16:30 Uhr) gegen den 2014 im Preis von Europa erfolgreichen Empoli (D. Schiergen) und den Ex-Derby-Starter Iraklion (F. Minarik) freuen!

Im Ausgleich I über 1.400 Meter (5. Rennen um 16 Uhr) steht die Klug-Stute Antalya (A. de Vries) vor einem Hattrick. 

Im Ausgleich II über 2.400 Meter (3. Rennen um 15 Uhr) könnte es die dauerplatzierte Jule (A. Pietsch) schaffen. Dr. Andreas Bolte ist außerdem mit Nordsommer (M. Cadeddu), Risalto (M. Lerner) und Venezianus (F. Da Silva) stark engagiert. Gespannt sein darf man auf den in Baden-Baden so imponierenden Northern Rock (M. Lopez).
 

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