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Dreijährige Serienholde verliert am Ende ihre Gegner

Vielversprechendes Saisondebüt

Dortmund 4. Juni 2016

Man hätte sich gewiss nicht gewundert, wenn die dreijährige Serienholde morgen in Düsseldorf zu den Starterinnen der Wempe 96. German 1000 Guineas gehört hätte. Immerhin ist die Wittekindshoferin ja die Zweite aus dem letztjährigen Preis der Winterkönigin, der von Dhaba gewonnen wurde, die am Sonntag auf dem Grafenberg zu den Mitfavoritinnen für den ersten Stutenklassiker zählt. Andreas Wöhler, der Trainer der Soldier-Hollow-Tochter, hat es aber vorgezogen, Serienholde heute in Dortmund erstmals in dieser Saison an den Start zu bringen, wo die Dreijährige alle in sie gesetzten Erwartungen spielend leicht erfüllte.

Das Norbert Sauer Erinnerungsrennen über 1.600 Meter gewann sie mit Eduardo Pedroza im Sattel jedenfalls im Handgalopp gegen Mister Mowgli und den Riesenaußenseiter Sir Leopold. Dabei vermittelte Serienholde durchaus den Eindruck, in Zukunft auch mit weiteren Wegen kaum Probleme zu bekommen, wenn sie vielleicht bald schon ungleich höher gesteckte Ziele in Angriff nimmt. 

Die Tochter der sehr talentierten, aber summa summarum nicht ganz glücklichen Highest-Honor-Tochter Saldenehre, die es nichtsdestotrotz auf ein GAG 92 Kilo brachte, ist nämlich noch startberechtigt sowohl für den Hamburger Stutenpreis am 9. Juli als auch für den 158. Henkel Preis der Diana am 7. August in Düsseldorf.

Die zu früher Stunde – erster Start um 12.05 Uhr – beginnende Samstagsveranstaltung in Dortmund hatte für das Team Wöhler/Pedroza allerdings nicht gerade riesig begonnen, da ihr 11:10-Favorit Russian Flamenco in der ersten von vier aus Wambel nach Frankreich live übertragenen PMU-Prüfungen eine überraschende Niederlage kassierte. 

Gewissermaßen „Held des Rennens“ wurde Dennis Schiergen auf dem dreijährigen Eskalibur von Litex Commerce. Der älteste der drei Schiergen-Söhne machte quasi aus der Not eine Tugend, indem er letztendlich vorne blieb, als sich früh abzeichnete, dass es ein Rennen ohne viel Tempo geben würde. Den zeitig erhaltenen kleinen Vorteil brauchte der Debütant aus Trainer Miltcho Mintchev Kölner Quartier im Preis der Bonus-Wette dann auch nicht mehr abzugeben. Selbst der viel Boden gutmachende Russian Tango wie auch die unermüdlich nachsetzende Zamora kamen nie so nah auf Tuchfühlung heran, um den Iffraaji-Sohn noch halbwegs  in Verlegenheit  bringen zu können.

Über Komplimente für einen guten Ritt durfte sich kurz darauf zudem René Piechulek freuen, der im Germantote-Rennen die aus Hoppegarten angereiste Stute Donau  außen immer nachdrücklicher in Geschehen brachte und damit der schon fast auf der Siegerstraße galoppierenden Princess Alba noch einen dicken Strich durch die Rechnung machte. 

Gleichzeitig wurde Donaus Treffer der Ausgangspunkt für ein Doppel von Trainer Roland Dzubasz, dessen Pflegebefohlene Franamanagh einige Stunden später noch das Sportech-Rennen unter Alexander Pietsch gewann. Die Stute setzte sich bei ihrem erst zweiten Versuch vor Publikum und nach überlanger Pause als bereits Sechsjährige leicht gegen die mit gewaltigen Vorschusslorbeeren gestartete Debütantin Salamati durch. 

Eine ausgezeichnete Figur im Sattel machte außerdem Lilie-Marie Engels auf der Außenseiterin Leonarda im Preis des Gewinner-Tickets beim Sieg der Shirocco-Tochter über die Favoritin Elea und über Taka Angel. Wie auch Tabea Rödel auf Vielle Sorciere einen blitzsauberen Ritt hinlegte, als sie die Stute hart innen in die Entscheidung warf und den Preis der Viererwette noch für sich und die Victory-Note-Tochter entschied, woraufhin sich der lange aussichtsreiche Mitchel sowie Swift Return und Bolanus in dieser Reihenfolge mit den Plätzen bescheiden mussten.

Bevor Alexander Pietsch die eben schon erwähnte Franamanagh als Gewinnerin ins Ziel brachte, hatte er sich bereits mit Magnified auch schon das Racebets.com-Rennen vor Special Mix und Tshirina sichern können, sodass er ebenfalls als Doppelsieger von Wambel aus wieder nach Hause fahren konnte.

Den Schlusspunkt im Programm setzte dann noch die Stute Copy Cat, die, von Filip Minarik umsichtig gesteuert, beim Auf Wiedersehen am 26. Juni zum Großen Preis der Wirtschaft-Rennen stets alles im Griff behielt. Die ebenfalls von Shirocco stammende Vierjährige gewann nämlich Start-Ziel gegen den gut endenden Stuck und gegen Isla Bianca.




 

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