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Schecke Silvery Moon triumphiert in Köln

Der Publikumsliebling macht alle happy

Köln 6. Juni 2016

Der schnellste Schecke der Welt begeisterte auch am PMU-Montag auf der Kölner Galopprennbahn seine vielen Fans: Silvery Moon, das Pferd mit dem ungewöhnlichen Äußeren, schaffte seinen dritten Karrieretreffer!

In einem 1.850 Meter-Handicap triumphierte der Fünfjährige aus dem Krefelder Quartier von Mario Hofer als 30:10-Favorit abermals in lockerer Manier. Bei Eva-Maria Zwingelstein, die am Vortag bereits drei Rennen in Mannheim gewonnen hatte, war der Schecke in besten Händen. Deutschlands aktuell führende Amazone setzte Silvery Moon an der Innenseite platzsparend ein, und mit seinem Speed ließ dieser Ramona Beat und Weltwunder bequem hinter sich.

„Er hat wieder auf seiner Lieblingsbahn gewonnen und gut durchgezogen. Wir fordern die anderen Schecken dieser Welt gerne zu einem Match Race heraus“, sagte Eckhard Sauren, der Präsident des Kölner Renn-Vereins ist gemeinsam mit Franz Prinz von Auersperg im Stall Paint Horse Besitzer von Silvery Moon.

Trainer Mario Hofer fügte an: „Das war ein sehr schöner Ritt. Denn Silvery Moon darf nicht zu früh in Front sein. Er ist sehr formkonstant geworden. Wir sind alle happy.“

Mit neun Starts zuvor hatte Irish Valley die meiste Routine in der einleitenden 1.400 Meter-Prüfung für die dreijährigen Stuten. Und dank einer starken Start-Ziel-Vorstellung rettete die 148:10-Außenseiterin, die Karl Demme in Köln für den Stall Heymann trainiert, einen knappen Vorteil gegen die einzige Verfolgerin Dafina und die deutlicher zurück folgende Favoritin Secret nach Hause. „Irgendwann musste es einmal klappen. Sie hatte mehrfach Pech mit dem Rennverlauf oder dem Boden. Jockey Stephen Hellyn hat alles bestens eingeteilt. Wir wollen in dieser Saison Black Type mit ihr erreichen“, kommentierte Demme.

So richtig aufgewacht scheint die von Ferdinand Leve in Warendorf trainierte Sexy Girl (41:10). Nach ihrem Mülheimer Erfolg legte die Lando-Tochter des Gestüts Haus Ittlingen in einem 2.200 Meter-Handicap einen weiteren Punkt nach. Und es sah sehr gut aus, wie sich die Stute unter dem jungen Robin Weber von Dutch Master und Nordsturm freimachte. „Das war ganz easy. Sie kann noch mehr“, mutmaßte ihr Reiter.

Hut ab vor diesem Pferd! Nach fünf Vorjahreserfolgen siegt die von Dr. Andreas Bolte für seinen Vater Hartmut vorbereitete Elmarani immer weiter. In einem 1.600 Meter-Ausgleich III raufte sich die Touch Down-Tochter unter Francisco Da Silva knapp gegen den Favoriten Dark Forrest und Tendresse nach Hause. „Sie hatte nach dem Düsseldorfer Start eine Bronchitis , daher war die Stute erst bei 80 Prozent. Ich hatte daher heute noch nicht mit einem Treffer gerechnet“, gab der Lengericher Erfolgscoach zu.

Eine mehr als beachtliche Saison legt der belgische Trainer Peter Lanslots mit seinen Pferden hin. In einem 1.200 Meter-Handicap schaffte er mit dem schon elfjährigen Wallach Orpen’s Art (162:10) eine große Überraschung. Eigentlich gilt dieser als 1.000 Meter-Spezialist, doch nach einem optimalen Start-Ziel-Ritt von Alexander Pietsch kam nie ein Konkurrent an ihn heran. Der Landsmann Hidden Destiny steigerte als Zweiter jede Form und katapultierte die Zweierwett-Quote auf 10.062:10 Euro. Die treue Miss Amber vervollständigte die Dreierwette (14.603:10 Euro).

Eine Riesenüberraschung gab es in einem 2.950 Meter-Ausgleich IV, denn der von Olga Laznovska aufgebotene Downton (209:10, zweiter Treffer von Alexander Pietsch) war kaum vorne zu erwarten. Doch aus dem Vordertreffen legte der Außenseiter gegen Pearl of England und Morius Victus immer wieder entscheidend zu. „Beim letzten Mal war er aus der Startmaschine heraus geschlagen. Heute haben wir die Ohrenkappen weggelassen und sind in der Distanz hochgegangen“, hieß es aus dem Umfeld des Siegers. Die Dreierwette kletterte auf 29.498:10 Euro.

2015 war Shining Rules sogar im Derby gelaufen – für den Stall Winterhude um Moderator Daniel Delius und Hamburger Rennbahn-Arzt Dr. Peter Wind. Doch anschließend war ihm nicht mehr allzuviel gelungen. Doch der erste Versuch mit Scheuklappen zahlte sich in einem 2.100 Meter-Ausgleich III aus. Hier zog der Wallach unter Francesco Lado als 100:10-Außenseiter stark an und schob sich an der Pilotin Global Love vorbei, hinter der Eyes in Me noch viel Boden gutmachte. Trainer Sascha Smrczek durfte einen Tag nach seinem 44. Geburtstag erneut feiern: „Ein wenig Klasse hat er. Wir haben ihn im Training gesprungen und nun Blinkers aufgeboten. Damit hat er wieder Biss gezeigt“, ließ der Coach durchblicken.

Im abschließenden 1.850 Meter-Rennen ließ sich die von Markus Klug gesattelte Oasis Dream-Tochter Kizingo (20:10, A. de Vries) Start-Ziel von Black Wolf Run und Itobo nicht beeindrucken. „Wichtig war, dass sie ihr erstes Rennen gewonnen hat. Sie braucht weitere Distanzen“, erläuterte Röttgens Gestütsleiter Frank Dorff.

Der nächste Renntag in Köln-Weidenpesch findet am Sonntag, den 19. Juni statt. Im Mittelpunkt steht dann das mit 70.000 Euro dotierte 181. Oppenheim-Union-Rennen, Deutschlands wichtigste Derby-Vorprüfung als 3. Lauf der neuen German Racing Champions League-Serie.
 

Rennvideo von Silvery Moons Sieg

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