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Recke mit Ascot-Starter am Samstag

Olala und Wasir ohne Chance

Royal Ascot 16. Juni 2016

Die königliche Rennbahn Royal Ascot war am Donnerstag auch das Ziel zweier Pferde aus deutschen Rennställen. Doch hatten beide keine Möglichkeiten auf eine vordere Platzierung.

Zunächst steuerte die von Michael Figge in München vorbereitete Dreijährige Olala unter dem französischen Jockey Antoine Hamelin die Ribblesdale Stakes (Gruppe II, 200.000 Pfund, 2.414 m) an. Nach einem Rennen aus dem hinteren Drittel schien die anfangs stark pullende Tertullian-Tochter Mitte der Zielgeraden kurz eine Chance auf eine bessere Platzierung zu haben, doch dann drang die 260:10-Riesenaußenseiterin nicht entscheidend durch und belegte am Ende Rang zehn im 14er-Feld.

Trainer Michael Figge gegenüber German Racing: „Der Rennverlauf war im Großen und Ganzen gut, aber sehr störend war, dass Olala hinten links angaloppiert wurde und sich eine offene Wunde zugezogen hat. Die Strecke wurde ihr heute auch etwas zu lang, und es hätte schneller sein können. Diese Faktoren waren für die schwächere Leistung verantwortlich. Genügend Klasse besitzt sie für solch eine Aufgabe. Wenn sie alles gut verdaut hat, dann steuern wir vermutlich den Almased-Cup in Hamburg an.“

Mit der von Aidan O‘ Brien gesattelten Mastercraftsman-Tochter Even Song (Ryan Moore) triumphierte die Favoritin in sehr leichter Manier vor Ajman Princess und The Black Princess. Die Siegerin ist eine Halbschwester der letztjährigen englischen St. Leger-Siegerin Simple Verse und bescherte ihrem Trainer den 50. Royal Ascot-Erfolg bescherte. Sein Kommentar: „Ich hatte etwas Bedenken, da sie zwar eine sehr gute Stute ist, aber noch etwas unerfahren war bei ihrem erst zweiten Start in diesem Jahr. Die Irish Oaks sind nun das nächste Ziel. Ich freue mich für das gesamte Team und bin dankbar über diese Erfolgszahl, alle haben dafür hart gearbeitet.“

Mit dem Gold Cup (Gruppe I, 400.000 Pfund, 4.023 m) bestritt der im Besitz von Darius Racing stehende und von Andreas Wöhler trainierte Wasir das prestigeträchtige Langstrecken-Rennen in Ascot. Unter dem Italiener Umberto Rispoli ging der Gewinner des Oleander-Rennens als 670:10-Außenseiter an den Start, spielte jedoch keine entscheidende Rolle.

Von fünfter, sechster Position in einem von dem Franzosen Mille Et Mille mit teilweise bis zu zehn Längen angeführten Feld musste der Rail Link-Sohn kurz vor Erreichen des Schlussbogens eine Behinderung verkraften, kam anschließend nicht mehr in die Partie und endete im 17er-Feld nur im Hintertreffen. Auch der aus der Zucht und im Mitbesitz von Heiko Volz stehende Tiberian (Adrien Fouassier) packte vom letzten Platz kaum besser an.

Atemberaubend fiel dagegen der Sieg des heißen Favoriten Order Of St George aus, der mit explosivem Speed den ebenfalls von Galileo stammenden Mizzou und den noch gut anpackenden Sheikhzayedroad souverän auf die Plätze verwies. Damit stand erneut das Super-Team Ryan Moore/Aidan O‘ Brien auf dem Siegertreppchen.

Recke/Pietsch mit Ascot-Starter am Samstag

Auch am Samstag wird es einen deutschen Starter in Royal Ascot geben – am Finaltag des königlichen Meetings bestreitet der von Christian von der Recke in Weilerswist vorbereitete Agenor mit Alexander Pietsch die Queen Alexandra Stakes (80.000 Pfund-Altersgewichtsrennen, 4.300 m). Vor zwei Jahren gewann Agenor ein Auktionsrennen am Derby-Tag in Hamburg, nun ist er nach seiner zwischenzeitlichen neuen Heimat England wieder nach Deutschland zurückgekehrt.


 

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