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Super-Cadeddu führt Moonshiner zum Bremer Sieg

„Mondaufgang“ im letzten Derby-Test

Bremen 26. Juni 2016

So richtig viel Spannung herrschte vor dem Sonntag auf der Galopprennbahn in Bremen: Denn in der Vahr stand nicht nur der bedeutendste Renntag der Saison 2016 auf dem Programm, sondern mit dem swb-Derby-Trial (Listenrennen, 25.000 Euro, 2.200 m) auch der letzte Test für das IDEE 147. Deutsche Derby am 10. Juli in Hamburg – das Rennen des Jahres wird in zwei Wochen der vierte Lauf der neugeschaffenen German Racing Champions League sein.


Und nach 2.200 Metern hieß der Sieger des Bremer Highlights erwartungsgemäß Moonshiner, den Jean-Pierre Carvalho in Bergheim für den Stall Ullmann trainiert. Der 23:10-Favorit war zuvor schon sechsmal gelaufen und dabei zweimal nur dem aktuellen Derby-Favoriten Boscaccio unterlegen. Unter dem wie entfesselt agierenden Jockey Michael Cadeddu, der schon vor einer Woche in Hannover mit seinem Fünffach-Erfolg geglänzt hatte, überspurtete Moonshiner bei Cadeddus drittem Tageserfolg den stark laufenden Norweger Our Last Summer sowie den lange führenden Riesenaußenseiter Digitalis sehr sicher.

Von einem der letzten Plätze passierte Moonshiner einen Gegner nach dem anderen, schließlich auch den Piloten Digitalis, der ihm auf der Geraden ein wenig ins Gehege gekommen war. Moonshiner wechselte schließlich von ganz außen weiter nach innen, und dort war der Weg frei zum wichtigen Treffer!

Interessant: Eine Nennung für das IDEE 147. Deutsche Derby besitzt Moonshiner ebenso wie der Dritte Digitalis nicht (er könnte allenfalls nachgenannt werden). Our Last Summer (Zweiter) hat dagegen ein Engagement für das Derby. Auch Landin war als Vierter in einem sehr spannenden Rennen dichtauf.

Auch wenn nur vier Kandidaten das einleitende Zweijährigen-Rennen über 1.200 Meter ansteuern, so entwickelte sich doch eine sehr spannende Prüfung mit einem überraschenden Ausgang: Denn die von der Dresdener Trainerin Claudia Barsig trainierte und auch gezogene Schimmelstute Fashion Queen schaffte als größte Außenseiterin (99:10) das Kunststück, mit gewaltigem Speed ihre Konkurrenten aus deutlich größeren Ställen hinter sich zu lassen. Trotz ersichtlicher Unreife bekam Formjockey Michael Cadeddu mit der Santiago-Tochter die dennoch gut debütierende Sunny Belle und den lange führenden Magellan gut in den Griff, als sie auf freie Bahn gefunden hatte.

Schon länger hatte man den Namen von Wladimir Panov als Jockey nicht mehr in einer hiesigen Siegerliste gesehen, doch für Trainer Hans-Jürgen Gröschel führte der gebürtige Russe den 24:10-Favoriten Saxone für den Stall Widukind in einer Dreijährigen-Meilen-Prüfung zu einem gefälligen Speederfolg über Lady Emerald und King’s Soldier. Engagements besitzt der siegreiche Tiger Hill-Sohn für diverse Auktionsrennen, u.a. in Hamburg.
Einen sehenswerten Einstand ihrer Rennkarriere legte die von Ferdinand Leve im Alter von vier Jahren zum ersten Mal aufgebotene Adlerflug-Tochter Lui Jo in einer 2.200 Meter-Prüfung hin. Vom allerletzten Platz marschierte die 17:10-Favoritin mit Michael Cadeddu (zweiter Punktgewinn) völlig problemlos an Limatina und Alsen vorbei. Da sollte noch einiges mehr zu erwarten sein.

Ein sehr gutes Gespür bewiesen die Wetter im 10.000 Euro-Ausgleich II über 2.200 Meter: Ungeachtet einer Pause seit dem 30. April hatten sie die schon im Oktober in Bremen erfolgreiche Ittlingerin Prairie Pearl auf 25:10 heruntergewettet. Und Start-Ziel triumphierte die von Daniele Porcu sehr umsichtig gesteuerte Tiger Hill-Tochter aus dem Kölner Stall von Waldemar Hickst auch mit immer wieder neuen Reserven sicher gegen den heranfliegenden Oscar, der im Dezember hier überraschend vor ihr gewesen war. Das Höchstgewicht Shining Rules erkämpfte sich den dritten Rang und bestätigte seinen jüngsten Treffer voll und ganz.

Mit derselben Taktik des Gehens ließ Pavel Bradiks Van Victory (94:10) unter Koen Clijmans in einem 2.400 Meter-Ausgleich III nie einen Konkurrenten an sich herankommen. Weit vor dem Ziel stand der souveräne Sieg über Shabraque und Dashing Diva schon fest.

Sehr optimistisch hatte sich Marc Timpelan vor dem 2.400 Meter-Handicap mit der Viererwette zu den Chancen von Torqueville geäußert. Und der Reiter, Besitzer und Trainer des Wallachs sollte Recht behalten. Start-Ziel war der gut gesteigerte Fünfjährige nie zu gefährden – die sehr formgemäße Viererwette komplettierten Coco, So Nice und Phoenix Shadow (Quote: 4.340:10/ German Racing hatte die Dreierwette (633:10) in der richtigen Reihenfolge vorhergesagt).

Ein sehr offensiver Ritt der jungen Sonja Daroszewski bescherte dem von Elfi Schnakenberg trainierten Halbblüter Labon den ungefährdeten Erfolg im IDEE Kaffee – Altes Badener Erinnerungsjagdrennen über 4.200 Meter vor Wutzelmann und North Germany. Die Mega-Siegquote: 219:10!

Im abschließenden 2.200 Meter-Rennen wehrte der 18:10-Favorit Königsadler (M. Seidl) aus dem Dresdener Quartier von Stefan Richter die Attacken des nach einer überlangen Pause stark laufenden Hot Like Mexico sicher ab.

Beacon Hills 18. Sieg in Meissenheim

Seiner Rolle als kochendheißer Favorit wurde der von Christian Peterschmitt trainierte Beacon Hill bei der Veranstaltung in Meissenheim bestens gerecht. In einer 1.400 Meter-Prüfung hatten diesmal Hippocrene und Princess Sara das Nachsehen. Der achtjährige Wallach landete als 13:10-Chance unter Larissa Bieß seinen 18. Sieg. Hut ab vor dieser Bilanz! Reiterin Sibylle Vogt landete mit Wilfried Kujaths Golden Touch (50:10) und der von Regine Weißmeier trainierten Porte du Paradis (65:10) sowie dem Halbblüter Nil Aziz (19:10) drei sehenswerte Treffer.


 

Champions League

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