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Star-Galopper des Fußball-Managers triumphiert in Dortmund

Top-Treffer für Allofs mit Potemkin!

Dortmund 26. Juni 2016

Gut eine Stunde vor dem Achtelfinal-Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen die Slowakei landete einer der prominentesten Manager der Bundesliga am Sonntag einen seiner bedeutendsten Treffer als Mitbesitzer von Galopprennpferden: Klaus Allofs, verantwortlich für die Geschicke des VFL Wolfsburg, triumphierte mit Potemkin im 29. Großen Preis der Wirtschaft (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.750 m) auf der Rennbahn in Dortmund.

Unter Jockey Eduardo Pedroza knüpfte der in den Farben des vor Ort weilenden Allofs und des Züchters, der Stiftung Gestüt Fährhof, angetretene New Approach-Sohn als Fünfjähriger dort an, wo er 2015 aufgehört hatte – der Wallach gewann sein viertes Rennen hintereinander und feierte beim zehnten Karrierestart seinen siebten Erfolg!

In imponierendem Stil sicherte sich der von Andreas Wöhler in Spexard bei Gütersloh trainierte Potemkin nach dem Preis der Deutschen Einheit in Hoppegarten im Oktober des vergangenen Jahres sein zweites Gruppe-Rennen! Pedroza servierte dem 40:10-Mitfavoriten an vierter Position ein optimales Rennen hinter Nacar, dem Favoriten Wild Chief und Pagino. Als das Allofs-Ass dann auf der Zielgeraden innen durchschlüpfte, war die Frage nach dem Sieger sofort beantwortet. Mit gewaltiger Aktion machte sich Potemkin mit anderthalb Längen frei.

Der Super-Aufsteiger ließ sich auch von der langen Pause und dem Höchstgewicht von 59,5 Kilo nicht beeindrucken und scheint zu einem der besten hiesigen Galopper heranzureifen. Seiner weiteren Karriere darf man voller Spannung entgegensehen!

Den Erfolg für Trainer Andreas Wöhler rundete der Dreijährige Noor Al Hawa ab, der an der Innenseite noch viel Boden gutmachte und den Ehrenplatz eroberte vor dem gleichaltrigen Nacar aus dem Stall von Mario Hofer, der sich nach der Führungsarbeit immer wieder aufrappelte.

Natürlich war Klaus Allofs voll des Lobes über Potemkin: „Ich hatte auf einen Sieg gehofft, aber mit solch einer tollen Vorstellung nicht gerechnet. Er ist schon ein Klassepferd. Ich freue mich sehr.“

Trainer Andreas Wöhler in einem ersten Statement: „Potemkin ist wegen eines Infekts jetzt erst gelaufen. Wegen der Pause und des hohen Gewichts war ich mir gegen solch gute Gegner nicht sicher, ob es gleich reichen würde. Natürlich wussten wir, dass er ein starkes Pferd ist. Aber auch der weiche Boden war ein Fragezeichen. Er hat alles sehr gut gemacht und steuert nun den Großen Dallmayr-Preis Ende Juli in München an. Noor Al Hawa hat gezeigt, dass er auch über weitere Strecken kommt und sich gegen die Älteren gut gehalten. Er kommt für ein Gruppe-Rennen in Frankreich in Frage.“

Sogar Pagino passierte als Vierter noch den Favoriten Wild Chief, der als Fünfter die Erwartungen nicht erfüllen konnte, was noch mehr für Lucky Lion galt, der als Siebter und Letzter einkam, doch kann diese Vorstellung kaum stimmen, weshalb man den Hengst gleich eingehender Checks unterzog. Der Ungar Quelindo war an der Startstelle zurückgezogen worden.

Erfolge des Gestüts Wittekindshof sind gerade in Dortmund immer gerne gesehen, ist doch Besitzer Hans-Hugo Miebach der Ehrenpräsident des Rennvereins. Und gleich im einleitenden 2.000 Meter-Rennen für dreijährige Stuten setzte sich seine Wiener Walzer-Tochter Nordwienerin als 19:10-Favoritin unter Filip Minarik leicht in Szene.

Die von Peter Schiergen aufgebotene Halbschwester der sehr guten Stute North Mum kam von zweiter Position aus früh nach vorne und hielt die sehr gut anpackende Nabila sowie die nach schwachem Start immer besser auf Touren kommende Bourree-Schwester Brighton Blues in gutem Stil ab. Der Henkel – Preis der Diana könnte durchaus auf dem Plan von Nordwienerin stehen.

Und auch eine halbe Stunde später zeichnete sich Jockey Filip Minarik aus – im Sattel der Schlenderhaner Manduro-Tochter Kuna Yala (25:10). Die Halbschwester der Top-Pferde Kitcat, Königstiger oder Karavel überlief am Ende der 1.750 Meter-Prüfung für Dreijährige beim ersten Start überhaupt noch den schon auf Gruppe-Ebene gelaufenen Auenqueller Hengst Molly King (17:10), während Rainmakers dritter Platz zeitig feststand. Auch Kuna Yala besitzt noch ein Engagement für das Stuten-Derby Anfang August in Düsseldorf.

In einem 1.750 Meter-Prüfung galt volles Vertrauen der Ittlingerin Salamati (12:10), doch die Ittlingerin hatte zwar bis kurz vor dem Ziel den Sieg vor Augen, wurde aber kurz vor der Linie sensationell angefangen von Arlington Girl, mit der Filip MInarik seinen Hattrick perfekt machte. Die vierjährige Linngari-Tochter bestritt für den kleinen Stall von Marian Koutny ihr erstes Rennen überhaupt und spurtete tatsächlich bequem an Salamati vorbei zur Quote von 191:10. Da mit Itchy ein bislang noch überhaupt nicht empfohlenes Pferd Dritter wurde, kletterte die mit einem Jackpot von 1.679,18 Euro ausgestattete Dreierwette auf 6.062:10 Euro.

Filip Minarik schaffte im abschließenden 2.000 Meter-Rennen mit Jens Hirschbergers Lipari (16:10) vor Le Tiger Still und Foreign Hill sogar noch Treffer Nummer vier!

Einen besonders ausgefeilten Ritt legte Alexander Pietsch in einem 1.750 Meter-Handicap hin – auf der erst zum zweiten Mal von Dr. Andreas Bolte aufgebotenen Mrs Robinson (111:10). Als einziger Jockey wählte er Ende der Gegenseite die Außenspur und schrägte schnell nach innen an die Spitze. Dort verschaffte er der bisher noch nicht sonderlich aufgefallenen Dai Jin-Tochter einen deutlichen Vorteil, der auch durch die nachsetzenden Holländerinnen Dutch Lady und Sazou Hilleshage nie in Bedrängnis geriet.

Deutschlands führende Amazone Eva-Maria Zwingelstein war auch in Dortmund wieder auf der Siegerstraße: In der Wettchance des Tages (mit einer Garantie-Auszahlung von 20.000 Euro in der Viererwette, einschließlich eines Jackpots von 8.093,19 Euro) führte die Iffezheimerin den von ihrem Lebensgefährten Gerald Geisler entsandten Alta Monte als 30:10-Favorit aus dem Vordertreffen zu einem leichten Erfolg gegen die speedstarke Art Charter, Orotouch und Jogi’s Boy. Die Viererwette bezahlte 2.396:10 Euro. Auch in einem 2.000 Meter-Handicap gab Zwingelstein auf Weltwunder lange den Ton an, doch nach flotter Führung hatte dieses Gespann gegen Vera Henkenjohanns Amorello (76:10, St. Hellyn) zuletzt nichts mehr entgegenzusetzen.

Mit Lucien van der Meulen Haarib (26:10) legte Zwingelstein in einem 1.600 Meter-Ausgleich III gleich noch einen Sieg nach.
Nach drei Ehrenplätzen in Folge schaffte die von Mario Hofer für den Stall Antanando trainierte Princess Alba (36:10) in einer 1.600 Meter-Prüfung einen hauchdünnen Sieg vor dem immer weiter nach außen tendierenden Black Wolf Run und Barocca.
 

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