Login
Trainerservice
Schliessen
Login

Serienholde empfiehlt sich für den 158. Henkel Preis der Diana

BMW-Siegerin trotz „Stolperstart“

Düsseldorf 26. Juni 2016

Viel fehlte nicht mehr daran, dass das gestrige Top-Rennen beim BMW-Renntag auf dem Grafenberg auch noch ohne die heiße Favoritin auf die 2.100 Meter lange Reise gegangen wäre, sprich: dass sie beim mit insgesamt 25.000 Euro dotierten BMW Preis Düsseldorf nur noch reiterlos den Kurs absolviert hätte. Nach einem wahren „Stolperstart“, bei dem sich Jockey Eduardo Pedroza nur mit einer gewissen Akrobatik im Sattel halten konnte, endete der letzte Auftritt von Serienholde vor ihrem Start 158. Henkel Preis der Diana dennoch mit dem allgemein erwartetet Erfolg. Aber auch die krasse Außenseiterin Flemish Duchesse, die vor der französischen Gaststute Elennga den Ehrenplatz einnahm, verkaufte sich durchaus eindrucksvoll.

Trotz dieser widrigen Umstände lieferte Serienholde eine ansonsten in jeder Beziehung sehr gute Generalprobe für Düsseldorfs zweiten Stutenklassiker am 7. August, welche das Wittekindshofer Lager ebenso wie Trainer Andreas Wöhler zuversichtlich stimmen dürfte. Vor allem auch, weil die Zweite des vorjährigen Preis der Winterkönigin erst Anfang dieses Monats erstmals in die Saison eingegriffen hatte und erneut den dabei in Dortmund bereits gewonnen Eindruck,  dass sie über Winter nichts verlernt hat, vollends bestätigte. Zudem zeigte die Soldier-Hollow-Tochter, dass sie auch kämpfen kann, wenn es mal schwierig wird.

Allerdings brachte sich mit einem wirklichen Klasseauftritt auf schwerem Boden außerdem Flemish Duchesse noch mit ins Gespräch. Als nur mit einer halben Länge unterlegene Zweite unterstrich sie nach einem Rennen von der Spitze aus, dass sie in dieser Klasse nicht nur leben, sondern richtig mitmischen kann. 

Die lange am Schluss des Feldes auszumachende Elennga endete gut, wenn auch etwas spät. Auf der Dreijährigen des Aga Khan sollte eigentlich Frankreichs Star-Jockey Christophe Soumillon im Sattel sein. Doch der war tags zuvor auf einem Provinzplatz gestürzt, sodass Filip Minarik den Ritt in den grünen Rennfarben übernahm.

Keineswegs schlecht hielt sich Sarandia als Vierte, während Milenia und Fosun keine Rolle spielten. Da Adelaide Rose und Intendantin im Stall geblieben waren, hatte sich das Feld letztendlich auf nur noch ein halbes Dutzend Kandidatinnen reduziert.

Regen, Regen und immer wieder Regen. Trotz zwischenzeitlicher kleiner Phasen, in denen der Schirm einmal nicht aufgespannt werden musste, litt man auch auf dem Grafenberg unter der gestern das gesamte Rheinland förmlich überflutenden Wetterlage. Auf noch jungfräulichem Geläuf ging eigentlich nur das einleitende Ponyrennen über die Bühne. 

Danach wurde es für sämtliche zwei- und auch alle vierbeinigen Akteure zunehmend schwieriger. Bis auf kleine Ausnahmen gab es mehrheitlich jedoch formkonforme Resultate. Und zum Glück kamen gleich zu Beginn alle Beteiligten mit einem Riesenschrecken davon, als bei dem das seriöse Programm einleitenden Preis der BWM Niederlassung Düsseldorf noch einige Trampler verträumt auf dem Geläuf marschierten, ohne dabei Notiz von dem herannahenden Feld zu nehmen. 

Gottlob ging alles gut; die Warnungen des Rennkommentators und die Sirene der Rennleitung erreichten die Adressaten noch rechtzeitig, womit das Publikum sich dann voll und ganz dem spannenden Finale zwischen der von Andreas Suborics noch gerade in den rettenden Hafen bugsierten Ittlingerin Red Ruby und dem eindrucksvoll debütierenden Shadow Chaser sowie dem ansprechend laufenden Cobra Royal widmen konnte.

Der Reiter von Trainer Mario Hofer gewann im Verlauf des Tages dann auch noch das beste Handicap auf der Karte, den BMW Hans Brandenburg Preis, der ein kompletter niederländischer Triumph wurde. Schließlich gehören sowohl der Sieger My Mate als auch der zweitplatzierte Lord of Leitrim den The Dutch Master Stables, für Lucien van der Meulen auch als Trainer zeichnet. Platz drei nahm hinter der holländischen Übermacht der treue Cassiliero ein.

Einen ersten Dutch-Stables-Treffer und mithin auch von Lucien van der Meulen hatte es vorher schon bei den Amateuren gegeben, als Ron van Eck einmal mehr in den letzten Wochen einen sauberen Ritt auf Meerwind hinlegte und sich gegen Betsy Coed und Ohne Tadel durchzusetzen verstand. 

Souverän punktete später auch Philip Jonkharts Wallach Tjerk unter Alex Pietsch als weiterer Starter aus dem benachbarten Königsreich gegen All Percy und Excelling Oscar im Preis zum 27. BMW Renntag in Düsseldorf. 

In zukunftsträchtiger Manier hatte sich nach guter Tempotaxierung von Andreas Helfenbein  vorher daneben bereits der von Miltcho Mintchev gesattelte dreijährige Linardo von Litex Commerce mit einem Sieg im BMW M Performance Preis über Aramon und Sadalbari in Szene gesetzt.

Die einzig wirkliche Überraschung notierte der Richter im Prinzip lediglich nach dem Rennen mit der Viererwette, dem Preis der BMW Händlergemeinschaft Düsseldorf, dessen Schlussphase ganz im Zeichen des von Martin Seidl gesteuerten Raoul stand, gegen den weder Anaximenes noch Glamour Girl und Bin Manduro etwas ausrichten konnten.

Der BMW i8 Preis markierte mit einem Erfolg der Stute Power of Paradise, die Eva Maria Herresthal im Sattel hatte und die mit The Paco Kid sowie Crisis Averted zum Schluss keinerlei Probleme mehr bekam, das Finale des traditionellen Grafenberger BMW-Renntages. 

Als alles vorbei war, zogen schließlich auch Wolken und Regen zunehmend ab. Düsseldorf und Umgebung erlebte also immerhin noch einen schönen, sonnigen und sommerlichen Samstagabend.



 

Weitere News

  • Einigung der Rennvereine über eine „Mitteldeutsche Galoppserie 2017“, 6 Rennen werden in ein Punktwertungssystem eingeschlossen

    Rennbahnen in Dresden, Magdeburg und Leipzig starten Mitteldeutsche Galoppserie

    Dresden, Leipzig, Magdeburg 20.01.2017

    Der Dresdener Rennverein 1890 e.V., der Leipziger Reit-­ und Rennverein Scheibenholz e.V. sowie der Magdeburger Renn-­Verein e.V. werden in diesem Jahr erstmals miteinander kooperieren und gemeinsam eine „Mitteldeutsche Galoppserie 2017“ ins Leben rufen.

  • Erster Renntag in Wambel im neuen Jahr

    Dortmund 18.01.2017

    Am kommenden Samstag beginnt auf der Galopprennbahn in Dortmund-Wambel mit einigen Neuerungen die Galoppsaison 2017. Acht Rennen stehen auf dem Programm, erster Start ist um 17 Uhr, der Eintritt ist frei. Das gastronomische Angebot ist weiter verbessert und der Dortmunder Rennverein bietet auch eine Viererwette mit einer garantierten Gewinnauszahlung von 10.000 Euro.

  • Vier Pferde wurden gestrichen

    82 Pferde noch im Derby-Aufgebot

    Köln 16.01.2017

    Wer gewinnt das Rennen des Jahres? Am 2. Juli 2017, dem ersten Meetingssonntag bei der Derby-Woche in Hamburg, wird mit dem IDEE 148. Deutschen Derby das große Highlight 2017 ausgetragen.

  • Eva Maria Herresthal führt nach ihrem Sieg im „Preis der Perlenkette 2017“

    Ohne Tadel sichert erste Punkte

    Neuss 14.01.2017

    Noch ist nichts entschieden, aber das erste Punktepolster für die diesjährige Entscheidung im „Preis der Perlenkette“ hat sich Amateurrennreiterin Eva Maria Herresthal heute in Neuss schon einmal gesichert. Mit 10 Punkten übernimmt sie zunächst einmal die Führung im Klassement. Was sie weiter daraus machen kann, wird man bei den nächsten beiden Läufen sehen. Garant für diese ersten Zähler war der Wallach Ohne Tadel, dessen Besitzer und Trainer Dirk Lüker in Personalunion ist. Den 1. Lauf zur Albers & Sieberts Buchmacher GmbH – Perlenkette 2017 gewann Ohne Tadel gegen Mountain View und Magic Quercus.

  • „Preis der Perlenkette“ – seit 1961 bestehende Traditionskette im deutschen Turf

    Via Neuss nach St. Moritz

    Neuss 12.01.2017

    Das mondäne St. Moritz in der Schweiz ist im Winter nicht nur Anziehungspunkt für die Schönen und die Reichen oder für besonders gut betuchte Wintersportfreunde. Vielmehr reisen seit Jahrzehnten auch immer wieder schnelle Vollblüter aus Frankreich oder Großbritannien und nicht zuletzt aus der Bundesrepublik stets aufs Neue in Richtung Engadin. Und zwar vor allem hin zum Großen Preis von St. Moritz, jenem weltweit bekannten Galoppspektakel auf dem Moritz-See. Gerade die aus Deutschland waren in jüngerer Vergangenheit dabei sehr erfolgreich. Wobei sich nicht wenige hiervon ihren letzten Schliff dafür während der Winterrennen in Dortmund oder Neuss geholt hatten. Am Samstag – erster Start um 16.30 Uhr - wird die Neusser Sandbahn ein weiteres Mal zur Probebühne für den „White Turf“ in der Schweiz, diesmal genutzt von Eugen-Andreas Wahlers Wallach Interior Minister.

 
 

Newsletter abonnieren

Champions League

GERMAN RACING

Erlebnissport der Extraklasse.
Unter der Dachmarke “GERMAN RACING” werden spannende Pferderennen und stimmungsvolle Veranstaltungen auf den deutschen Rennbahnen abgehalten. Seit 188 Jahren bestehen Pferderennen als ältester organisierter Sport in Deutschland. Ein echter Klassiker!

Imagefilm

GERMAN RACING Imagefilm