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Top-Jockeys, Meeting-Analyse, glückliche Sieger - Derby- Meeting 2016

Hamburg 12. Juli 2016

Über das Wetter zu diskutieren ist müßig - deswegen macht der Vorsitzende des Hamburger Renn-Clubs, Eugen-Andreas Wahler, es auch gar nicht erst. Festzustellen bleibt allerdings beim Blick auf das Derby-Meeting 2016, dass mehr Sonne und weniger Regen dem Sport und den Wettumsätzen in Hamburg gut getan hätten. „Wir haben auch zwischendurch immer wieder mal hinterfragt, ob wir alles getan haben, um ein gutes Derby-Meeting zu veranstalten“, so Eugen-Andreas Wahler, „und wir müssen uns nicht vorwerfen, bei der Vorbereitung und Organisation wichtige Punkte vernachlässigt zu haben.“ Krisenstimmung brach beim HRC keineswegs aus. „Wir haben nicht das Vorjahresergebnis erzielen können“, so Schatzmeisterin Ilona Vollmers, „aber wir haben geschafft, was wir schaffen wollten.“

Für den HRC-Präsidenten und seine Vorstandskollegen gehe es in den kommenden Wochen darum, die Erkenntnisse und Beobachtungen aus sieben Meetingtagen für das kommende Jahr zu bewerten: Was geht besser? Was sollte genauso wieder gemacht werden? Zu den Kernthemen gehört z.B. das gemeinsame Wetten in einen großen Pool - ein Experiment, das mit Genehmigung der Hansestadt Hamburg erstmals auf einer deutschen Bahn stattfand. „Da bleibt für alle noch einiges zu tun“, so Wahler, „eine zentrale Aufgabe wird es sein, einen einfach zu handhabenden Wettschein für das gemeinsame Wetten mit dem Ausland zu entwickeln.“

Politik besucht Derby-Meeting

Erfreut registrierte der Hamburger Renn-Club das Interesse der Hamburger Politik am Renngeschehen und der Bahn in Hamburg-Horn. Als offizieller Vertreter der Stadt war Innen- und Sportsenator Andy Grote beim Derby-Meeting zu Gast und traf dort auch den Finanzsenator Dr. Peter Tschentscher, der das IDEE 147. Deutsche Derby einfach selbst erleben wollte. „Senator Grote hat gleich die Gelegenheit genutzt, seinem Kollegen fröhlich mitzuteilen, dass das Derby-Meeting in der Folge rund drei Millionen Euro Steuereinnahmen für die Stadtkasse bedeutet“, lacht Eugen-Andreas Wahler, „und das man damit den Sport in der Hansestadt gut fördern könne…“

Internationale Spitzen-Jockeys und Hochspannung

Ohnehin ist das Derby-Meeting mit dem absoluten Höhepunkt, dem IDEE 147. Deutschen Derby, ein stets hervorragend besetztes Ereignis - sowohl hinsichtlich der Pferde, als auch der Reiter. In diesem Jahr war erstmals der aktuelle Starjockey Ryan Moore dabei - der Mann mit rund 2700 Siegen wurde eigens für die Nachnennung Landofhopeandglory eingeflogen. Die Derbyhoffnung des Gestüts Coolmore - das zu den größten weltweit zählt - lief allerdings nicht unter die Top-Five. Und auch der Reiter des Derbysiegers Isfahan, der Italiener Dario Vargiu, zählt zu den international erfolgreichsten Jockeys.

Emotionen pur

Der Sieg des Hengstes Isfahan erzeugte Riesenbegeisterung. Susi Wöhler, Ehefrau des Trainers und Züchters Andreas Wöhler, strahlte vor Freude über den Sieg ihres Lieblingspferdes: „Er ist wie Buddha, er ruht in sich selbst. Wenn man zu ihm an die Box kommt, wartet er ab, schaut einen an und kommt dann. Von allen Nachkommen seiner Mutter, ist er ihr am ähnlichsten - er ist ein wirklich liebevolles, wunderbares Pferd. Ich kenne ihn seit dem ersten Tag und er war von Anfang an meins.“

Sharpah Oschmann und Dr. Stefan Oschmann (München) sind Besitzer des Derbysiegers und erlebten ein Wechselbad der Gefühle. Sharpah Oschmann: „Wir waren ein wenig niedergeschlagen, weil sich eines unserer Pferde zuvor verletzt hatte und dann das - Derbysieg!“ Das Ehepaar genoß den Erfolg in vollen Zügen. Holger Faust ist der Manager des Rennstalles Oschmann, er hatte seinem Chef zum Erwerb von Isfahan geraten und freute sich uneingeschränkt. „Das ist unbeschreiblich, ein so wunderbarer Moment, ein so großartiges Pferd.“

Unermüdlich - die Helfer des Derby-Meetings

Sie sind meistens kaum zu sehen und doch ist ihre Anwesenheit von immenser Wichtigkeit. Der Hamburger Renn-Club darf seit vielen Jahren auf die Unterstützung und tatkräftige Hilfe freiwilliger Helfer beim Derby-Meeting bauen. Ob als Stampfer auf der Bahn - um Spuren voran gegangener Rennen zu beseitigen - oder im Arbeitseinsatz auf dem gesamten Gelände - ohne diese Helfer und Mitarbeiter wäre das Derby-Meeting nicht was es ist. In diesem Jahr wurde den Helfern bedingt durch das Wetter viel abverlangt, teilweise krempelten sie auch nachts die Ärmel hoch, um alles dafür zu tun, dass das Geläuf so gut wie möglich geschont werden konnte. Der Hamburger Renn-Club bedankt sich herzlich und voller Respekt für diese großartige Unterstützung.

Quelle: Pressestelle HRC

 

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