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Zweijährige Alwina erfüllt die hohen Erwartungen

Über 9.000 Zuschauer am PMU-Renntag

Bad Harzburg 27. Juli 2016

Der Top-Trend hält an: Bei strahlendem Sonnenschein und bestem Rennwetter war die Galopprennbahn in Bad Harzburg mit 9.180 Zuschauern auch am dritten Meetingstag bestens besucht. Und auch in Frankreich konnte man alle acht Prüfungen am Mittwoch über die PMU live verfolgen.

Gleich zum Auftakt gaben sich die Zweijährigen die Ehre. Und mit der von Henk Grewe in Köln vorbereiteten Alwina (16:10) landete die heiße Favoritin nach dem Ehrenplatz in Hamburg den allseits erwarteten vollen Erfolg. Die Areion-Tochter war unter Michael Cadeddu nach baldiger Führung auf der Zielgeraden früh souverän und gewann in versprechendem Stil gegen Sunshine Reaggae, Areia und Plethon, während Leierspielerin vom Start verwiesen worden war.

„In Hamburg war Alwina auf einer ungünstigen Spur unterwegs, auf der an diesem Tag kein Pferd gewonnen hat. Wir haben uns für einen Start hier entschieden, da es das einzige 1.200 Meter-Rennen derzeit war. Nun steuern wir mit ihr das Auktionsrennen für Stuten in Baden-Baden an. Der Sieg freut mich sehr für Trainer Henk Grewe“, erklärte Holger Faust vom Gestüt Karlshof.

Zum ersten Doppelsieger des Meetings avancierte in einem 1.200 Meter-Handicap der immerhin schon Elfjährige Danon Perth (48:10). Robin Weber führte den Wallach aus dem Stall von Minoka Lindemann in Hannover zu einem ungefährdeten Start-Ziel-Erfolg über Zazoulino und Porcupine Creek. Und das drei Tage nach dem ersten Coup am Sonntag für den Stall Rabenklippe von Buchmacher Bernd Albers. „Danon Perth ist wie ich, je oller, desto doller“, scherzte der Besitzer. „Doch Spaß beiseite, er ist so richtig gut drauf. Und die fünf Kilo Gewichtserlaubnis hat ihm außerdem geholfen. Am Sonntag läuft er hier noch einmal.“

Der letzte Erfolg von Chancy (47:10) lag schon eine Weile zurück, doch mehrfach war die Stute aus dem Stall von Hans-Jürgen Gröschel (ebenfalls aus Hannover) nur knapp an einem Sieg vorbeigeschrammt. Im 2.000 Meter-Ausgleich III raufte Filip Minarik mit ihr einen hauchdünnen Vorsprung gegen den Österreicher I do nach Hause, hinter dem Wameera als Dritte ebenfalls gut anpackte. „Chancy war oft zu früh eingesetzt worden. Sie besitzt etwas Potenzial, muss aber speziell geritten werden, da sie nur einen kurzen Speed besitzt. Filip Minarik hat das heute wirklich gut gemacht“, erläuterte Gröschel.

„Das war wie eine kleine Arbeit für sie“, gab Jockey Eduardo Pedroza nach einer Maidenprüfung für Dreijährige über 1.550 Meter zu Protokoll, nachdem die von Andreas Wöhler vorbereitete Fährhoferin Redenca ihrer Rolle als 13:10-Favoritin Start-Ziel gegen Runahead und Sweet Moments sehr überzeugend gerecht geworden war. Ihr dritter Platz in einem Listenrennen im Frühjahr (vor der späteren Gruppesiegerin Shy Witch) reichte natürlich zur Lösung dieser Aufgabe völlig aus, nachdem Redenca in den klassischen 1.000 Guineas nichts zu bestellen hatte. Der Escada-Cup in Baden-Baden könnte bald ein Ziel für sie sein.

Die Stallform der Kölner Trainerin Sarah Weis könnte kaum besser sein. Nach den beiden Erfolgen in Hamburg feierte sie in der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 1.850 m) einen besonderen Sieg mit Pascani (66:10), den ihr Mann Alexander mit viel Energie gegen den heranstürmenden Jarak nach Hause brachte. „Das war mein erster Treffer in Bad Harzburg. Ich hatte etwas Bedenken wegen des Berges, denn Pascani ist schon ein wenig wie eine Diva, aber es hat alles bestens funktioniert“, sagte die Betreuerin. Ivrea und Springtime Love vervollständigen die Viererwette, die 100.000:10 Euro bezahlte. Zwei Wetter bekamen jeweils 5.000 Euro ausgezahlt.

Altmeister waren nach dem 1.200 Meter-Ausgleich III top, denn der erfahrene Iffezheimer Trainer Wilfried Schütz triumphierte mit dem Achtjährigen Dragoslav (78:10). Denn Hengst, der auf Sand oder Gras stets sein bestes gibt, landete nach einem maßgerechten Timing von Alexander Pietsch gegen Goldbraid und Sol Y Vida einen sehr gefälligen Speed-Sieg. „Ich habe schon einmal mit Dragoslav gewonnen, als er dreijährig war“, gab Pietsch zu. Und Wilfried Schütz schilderte: „Er hat sich im Rennen viel Zeit gelassen. Der Boden war heute ideal.“

Einmal mehr gab es ein sehenswertes Jagdrennen (über 4.000 Meter), in dem zum wiederholten Mal an diesem Tag der älteste Teilnehmer den Ton angab: Der elfjährige Wallach Sekundant (38:10 landete unter Mark Quinlan nach vielen Platzierungen den verdienten ersten Saisonerfolg. An der Spitze musste sich der Veteran aber strecken, doch konterte er die stark wirkende Schlussattacke von Stromberg sicher, während der Tscheche Green Rocks als Dritter schon mit Abstand folgte. „Im vergangenen Jahr war Sekundant hier sehr unglücklicher Zweiter. Er mochte den Boden, und war das einzige Pferd mit Erfahrung für diesen Kurs. Mannheim, Honzrath oder Frankreich sind nun mögliche Ziele“, ließ Trainergatte Peter Gehm durchblicken.

Ein Siegertyp war Aconito (ein Treffer bei 23 Starts) wahrlich nicht, aber im abschließenden 2.400 Meter-Ausgleich IV landete der Wallach aus dem Stall von Rudolf Storp zum Toto von 50:10 endlich wieder einen Volltreffer, der mit viel Speed unter Daniele Porcu (vierter Meetingssieg) gegen den Favoriten Morius Victus und die von diesem im Finish zumindest irritierte Nicoletta auch sehr leicht ausfiel. „Aconito ist von einem ehrlichen Laufen zwar noch etwas entfernt, aber vielleicht lernt er es mit zunehmendem Alter wie manche Menschen“, scherzte Storp.



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