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„Allofs-Tor“ in der Champions League der Galopper?

Großer Dallmayr-Preis mit Super-Pferden und Star-Jockey Dettori

München 30. Juli 2016

Dass die Champions League nach München lockt, kennt man aus dem Fußball regelmäßig, wenn die Stars von Bayern München zu ihren Top-Spielen in der internationalen Elite-Klasse antreten. Doch auch bei den Galoppern gilt am Sonntag dieses Motto, wenn die German Racing Champions League Station bei der „größten Kaffeeparty der Welt“ auf der Galopprennbahn in München-Riem macht. Mit dem Großen Dallmayr-Preis – Bayerisches Zuchtrennen (Gruppe I, 155.000 Euro, 2.000 m, 7. Rennen um 16:40 Uhr) erwartet die Fans der schnellen Rennpferde der Saisonhöhepunkt 2016 in der Bayern-Metropole, und darauf darf man sich so richtig freuen!

In diesem Highlight treffen einige der besten hiesigen Rennpferde auf einen versprechenden Vollblüter aus Frankreich, besser könnte die Besetzung im Zwölfer-Feld kaum sein. Und auch hier könnte ein Fußball-Promi ein „Tor“ landen – die Rede ist von VFL Wolfsburg-Manager Klaus Allofs: Gemeinsam mit der Stiftung Gestüt Fährhof ist er Besitzer des Wallachs Potemkin (Eduardo Pedroza), der ein echter Siegertyp geworden ist. Sieben seiner zehn Starts verwandelte er in Treffer, zuletzt vier hintereinander, gipfelnd im Großen Preis der Wirtschaft in Dortmund als Jahresdebütant. Da darf man ihm auch hier beste Siegchancen attestieren.

Aber die Gegner haben es in sich. Iquitos (Ian Ferguson) aus dem Hannoverschen Stall von Altmeister Hans-Jürgen Gröschel ist eine der Entdeckungen dieser Saison. Im Großen Preis der Badischen Wirtschaft sorgte er für eine große Überraschung, als er u.a. den mächtig gesteigerten Articus (Marc Lerner), der anschließend die Maxios-Trophy in Hannover gewann, und den damaligen Favoriten Ito (Filip Minarik), der in Riem noch von seinem November-Coup im Pastorius – Großer Preis von Bayern bestens in Erinnerung ist, hinter sich ließ. „Ito ist zurück an der Stätte seines Erfolges vom November. Wir haben Hamburg bewusst ausgelassen. Nun geht es für ihn zurück auf 2.000 Meter, das sollte kein Problem darstellen. Es handelt sich um ein gut besetztes Gruppe I-Rennen mit dem Besten, was Deutschland zu bieten hat und einem Gast aus Frankreich. Ich denke, dass vier Pferde im Feld sind, die einen berechtigten Anspruch auf den Sieg anmelden können. Und Ito gehört mit Sicherheit sazu“, so Itos Trainer Jean-Pierre Carvalho.

Ito, der Sieger im Kölner Gerling-Preis, führt mit 14 Punkten die Champions League-Wertung an, doch Iquitos steht bereits bei 10 Punkten und könnte nun an ihm vorbeiziehen. 

Hocherfreut dürfte man in München am Mittwoch gewesen sein, als eine sehr prominente Nachnennung hereinkam: Aus dem Quartier von Andre Fabre wird Elliptique nach München reisen. Bislang hat der New Approach-Sohn, der in den Farben der Familie Rothschild läuft, zwei Gruppe III-Erfolge vorzuweisen, steht bei einer Gewinnsumme von über 250.000 Euro und konnte sechs seiner 18 Karriere-Starts für sich entscheiden. 

Welche Bedeutung der Große Dallmayr-Preis für das Team von Elliptique hat, zeigt die Wahl des Jockeys. Für den Ritt auf dem Fünfjährigen wurde kein Geringerer als Lanfranco „Frankie“ Dettori verpflichtet. Der in England beheimatete gebürtige Italiener ist einer der erfolgreichsten Jockeys aller Zeiten, ein Superstar der Szene und ein Publikumsliebling auf allen Bahnen in Europa, Asien und Nordamerika. Siege feiert er mit dem berühmten Dettori-Jump aus dem Sattel heraus. 

Im vergangenen Jahr siegte er mit Golden Horn unter anderem im Epsom Derby und im Prix de l’Arc de Triomphe und verbuchte Preisgelder in Höhe von 4,90 Mio. Pfund, womit die Saison 2015 die finanziell erfolgreichste seiner Karriere war, die schon 1988 begann. Insgesamt bringt es Dettori auf 2986 Siege und gewann dabei Preisgelder in Höhe von 44,6 Mio. Pfund. 

Aber auch im weiteren Super-Aufgebot stecken Hoffnungsträger: In diesem Jahr noch ungeschlagen ist die Stute Royal Solitaire (Andrasch Starke) - die von Peter Schiergen für Vereinspräsident Dietrich von Boetticher (Gestüt Ammerland) trainierte Lady wechselt nach dem Sieg in der Badener Meile wieder auf eine längere Strecke. 

Spannend dürfte auch die Frage sein, wie sich die Dreijährigen gegen die älteren Pferde aus der Affäre ziehen: Im IDEE 147. Deutschen Derby blieb Parthenius (Alexander Pietsch) auf der schweren Bahn klar unter seinen Möglichkeiten. Dieser ist ein Bruder von Pastorius, der den Großen Dallmayr-Preis 2012 gewann. Nacar (Koen Clijmans), ebenfalls aus dem Stall von Mario Hofer, gab zuletzt als Dritter in Dortmund hinter Potemkin eine gute Figur ab! Im Dallmayr-Preis wird sogar die Viererwette mit einer Garantie-Auszahlung von 20.000 Euro ausgespielt!

Alle Termine der German Racing Champions League, den aktuellen Punktestand, News und Stories sowie den Livestream des Rennens finden Sie unter www.german-racing.com/champions-league.

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Auch das Rahmenprogramm (neun Rennen gibt es insgeamt) weiß sehr zu gefallen. Im Ausgleich II über 2.200 Meter (6. Rennen um 16 Uhr) sollte der mächtig verbesserte Bergwind (M. Lerner) wieder vorne mitmischen können. Er hatte in Hannover keinen günstigen Rennverlauf und musste dort Rock my World (F. Minarik) den Vortritt lassen.

 

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