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Wai Key Star gewinnt den Großen Audi Preis in überzeugendem Stil

Favorit erfüllt alle Erwartungen

Hannover 21. August 2016

Dieser Sieg hatte nicht die Spur von einer Überraschung. Der Erfolg von Wai Key Star im Großen Audi Sport Preis des Audi Zentrum Hannover war schließlich allgemein erwartet worden. Jedes andere Ergebnis hätte schon den Anstrich einer kleinen Sensation gehabt. Der Dreijährige des Stalles Salzburg gewann das mit insgesamt 55.000 Euro dotierte Gruppe-III-Rennen über 2.000 Meter unter Jockey Eduardo Pedroza in überzeugendem Stil gegen die gleichaltrigen Hengste Capitano und El Loco.

Der dritte Sieg von Wai Key Star bei bislang fünf Starts fügt sich nahtlos ein in die derzeit überragende Stallform seines Trainers Andreas Wöhler. Er und Jockey Eduardo Pedroza hatten noch am vergangenen Sonntag in Hoppegarten mit dem wieder in Bestform gekommenen Protectionist im Großen Preis von Berlin triumphiert. Doch Andreas Wöhler ist vor allem auch der Betreuer des jüngsten Derby-Siegers Isfahan

Bei dessen Sieg im Blauen Band war auch Wai Key Star mit am Start, endete hier allerdings lediglich auf Platz vier. Ungeachtet dessen gab der Hengst in Hamburg-Horn in einem Feld von immerhin 19 Startern aber eine hochanständige Vorstellung.

Heute in Hannover stellten sich ihm nur vier Gegner; sein Engagement in der wichtigsten Prüfung beim sommerlichen Großkampftag auf der Neuen Bult hatte offenbar auf die Konkurrenz abschreckend gewirkt.

Jene, die es gegen ihn gewagt hatten, mussten letztendlich allesamt auch früh gegen den 15:10-Favoriten passen. Und das bereits, als Eduardo Pedroza in dem zunächst von Capitano und El Loco bestimmten Rennen mit Wai Key Star im Einlauf außen in Angriffsposition erschien. Je weiter es dann wurde, desto eindeutiger beherrschte der Soldier-Hollow-Sohn die Szene. Am Ende sogar noch mit einem Vorteil von viereinhalb Längen.
Weder Capitano noch El Loco besaßen gegen ihn irgendwelche Chancen – und die noch dahinter einkommenden Noble House wie auch die Stute Tickle Me Blue schon gar nicht.

Hinter dem Stall Salzburg steht der süddeutsche Besitzer Hans Gerd Wernicke, der vor allem im Turf in München-Riem, jedoch auch in Frankreich mit einigen Pferden engagiert ist. Er hatte Wai Key Star seinerzeit aus der Zucht von Helmut von Fincks Gestüt Park Wiedingen erworben.
Hans Gerd Wernicke dürfte in der Niedersachsenmetropole zweifellos nicht dem letzten Erfolg seines Dreijährigen beigewohnt haben. Denn Wai Key Star gehört offensichtlich zu jenem Typ Vollblüter, der sich mit zunehmendem Alter in der Regel noch erheblich verbessert. Gut vorstellbar, dass der Hengst im 26. Preis der Deutschen Einheit am 3. Oktober in Hoppegarten seinen nächsten Rennbahnauftritt haben wird.
Wo Trainer Karl Demme demnächst seinen Schützling Cassilero unterbringt, ist indes noch offen. Aber eines dürfte sicher sein: Der von Creachadoir stammende Erlenhofer wird schon in einer anspruchsvollen Aufgabe an den Start gehen müssen, denn der Fünfjährige avancierte heute im Preis von meravis schließlich zum Ausgleich-I-Sieger. Das zweitwichtigste Rennen des Tages über 1.400 Meter, das mit immerhin 22.500 Euro Gesamtdotierung ausgestattet war, stand allerdings lange auf des Messers Schneide. Zu guter Letzt war es ein Kopfvorteil, den sich der Gast aus Köln unter Daniele Porcu gegen den nie locker lassenden Jackobo erkämpfen konnte. Gute Momente hatte zudem My Mate, der zwar ohne Siegchance war, doch Platz drei deutlich vor Flashy Approach sowie dem lange tonangebenden Beau Reve und Bellcanto behaupten konnte.

Das Wort „Ausgleich I“ inzwischen im Zusammenhang mit dem am Platz von Hans-Jürgen Gröschel trainierten Itobo zu erwähnen, hat längst keinen unrealistischen Hintergrund mehr. Denn wie der erst in dieser Saison ins Renngeschehen eingestiegene Vierjährige im Preis der Deutschen Bank AG mit seinen Gegnern umsprang, machte mächtig Eindruck. Der Erfolg über den gut endenden Loulou‘s Jackpot sowie Sign und Rock my World gehörte jedenfalls zu den eindrucksvollsten Vorstellungen der gesamten Veranstaltung. Denn Ian Ferguson, der den Wallach von Werner Gerhold bereits bei seinem ersten Treffer in Hannover geritten hatte, konnte bei Itobos drittem Sieg in Folge am Ende den Richterspruch fast bestimmen, wie er wollte. 

Mit einem etwas knapperem Sieg hatte der „Ascot Tag“, der auch wieder eine Menge Prominenz heraus zur Neuen Bult gelockt hatte, jedoch seinen Anfang genommen, als sich die debütierende Ravensbergerin Winterjagd, die den Ernst-August-Galerie-Cup im Übrigen mit Scheuklappen bestritt, gegen die Favoritin New Look durchzusetzen verstand. Zwar wurde es zuletzt noch ein Vorteil von einer halben Länge, doch hatte die Favoritin die Partie lange Zeit offen gehalten, ohne allerdings den vielversprechenden Tages-Auftakt des Wöhler-Pedroza-Teams verhindern zu können. Für Perfect Approach, eine Trainingsgefährtin von New Look, endete der Rennbahneinstand hier noch mit dem dritten Platz.

Die von großen Vorschusslorbeeren begleitete Premiere von Winterjagds Trainingsgefährtin Windjammer im htp-Cup endete jedoch mit einem zweiten Platz der 28:10-Novizin. Einen dicken Strich durch die Rechnung aller Favoritenwetter machte hier Ricardo Cantonis Stute Qool aus dem Quartier von Trainer Markus Klug. Mit der Soldier-Hollow-Tochter, die nach einem ziemlich nichtssagenden ersten Versuch in Bremen in der Zwischenzeit offenbar einen guten Sprung nach vorne machen konnte, sorgte Adrie de Vries mit einem resoluten Ritt beizeiten für eine endgültige Entscheidung und gleichzeitig für eine 144:10-Überraschung. Die dem gesamten Feld Gewichtsvorgaben leistende Arazza wusste Qool ebenfalls nichts entgegenzusetzen, bestätigte unter den gegebenen Umständen als Dritte jedoch ihren hannoverschen Erfolg vom 12. Juli.

Mit einem Außenseitersieg endete zudem das Rennen der Staatsoper Hannover, welches der von Lutz Pyritz vorbereitete A Miracle unter Marc Lerner für Christine Gräfin von Kageneck gewann. In einer zunächst lange offenen Partie, in der die Chancen breit verteilt blieben, erarbeitete sich der Mamool-Sohn zum Schluss noch einen Vorteil von anderthalb Längen vor den am Platz trainierten Trainingsgefährten Foreign Hill und Shy Moon aus dem Gröschel-Lot.

Viel Beifall gab es nach dem Rennen mit der Viererwette natürlich für den Siegreiter Michael Cadeddu. Aber vor allem galt der Applaus nach dem Preis der tegeler Gruppe Marc Timpelan, seines Zeichens sowohl Besitzer als auch Trainer des Wallachs Torqueville, der als nicht einfacher Kantonist gilt. Wie auch immer, der Halling-Sohn blieb heute komplett in der Spur und auf Linie. Ja, er galoppierte seine Gegner sogar förmlich aus den Schuhen. Mit einem Vorsprung von fünfeinhalb Längen passierte er das Ziel vor Astigo, Copy Cat und Orela.

Seiner Favoritenstellung gerecht wurde danach dann der dreijährige Shadow Chaser des Stalles Grafenberg. Für Marc Lerner, der die ihm gebotenen Chancen am Quartier von Trainer Waldemar Hickst gut zu nutzen versteht, summierte sich in der meravis-Trophy damit zugleich der zweite Tages-Erfolg, der letzten Endes noch eine fast leichte Angelegenheit wurde. Was umso mehr zählt, als der Sieg vor einer hart kämpfenden Konkurrenz zustande kam. Denn zwischen Zanini, Diokletian und Voodoo auf den nächsten Plätzen notierte der Richter schließlich nur Halsabstände.

In die Niederlande wanderte danach der Audi Q2-Cup durch den Wallach All Percy, dem Nachwuchsreiter Tomaso Scardino auf dem letzten Wegstück eine immer größer werdende Dominanz verschaffen konnte. Erst drei Längen hinter dem Vertreter des The Dutch Master Stables von Lucien van der Meulen erreichte Real Promise das Ziel. Gefolgt von Süße Maus, Winola und dem Favoriten All Win auf den nächsten Rängen.

Und auch das Finale des Großkampftages in Hannover sah noch eine mit gewaltiger Autorität die Gegner in den Schatten stellende Gewinnerin, und zwar die Stute Nemesis des Rennstalles Germanius. Auf der Pflegebefohlenen von Eva Fabianova ließ Jockey Bauyrzhan Murzabayv  im Preis des Deutschen Traditions-Fahr-Club nichts mehr anbrennen und sicherte der Dashing-Blade-Tochter in der Endphase ein komfortables Polster von sechseinhalb Längen vor Iggy. Der wiederum seinerseits klar vor Joy the world Platz zwei nach Hause brachte, während das Höchstgewicht bis zuletzt dem Druck von Texas Scramble sowie Danon Perth ausgesetzt blieb.





 

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