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Hält die Serie von Torqueville?

Eine sportliche Mixtur aus Turf und Trab zum Beginn der Herbstsaison

Magdeburg 7. September 2016

Es geht weiter im Takt: Nachdem die Frühjahrssaison in Magdeburg ganz im Zeichen des in diesem Jahr zu feiernden Jubiläums am Herrenkrug gestanden hatte, beginnt am Samstag hier die Herbstsaison. Ähnlich wie teils in Hamburg-Horn oder oft auch in Saarbrücken wird dem Publikum in Magdeburg ein aus Turf und Trab kreiertes sportliches Wechselspiel offeriert. Insgesamt sind es 10 Prüfungen, wobei die Vollblüter mit dem mit 12 Startern gut besetzten Preis der Firma Wilhelm Hoyer dabei um 14.00 Uhr den Anfang machen.

Abseits vom Geschehen auf dem grünen Rasen darf das Magdeburger Publikum sich aber auch auf den Besuch eines Mannes freuen, dessen Name zurzeit im bundesdeutschen Galopprennsport in aller Munde ist. Und zwar auf den hannoverschen Trainer Hans-Jürgen Gröschel, den Betreuer des Hengstes Iquitos, der am letzten Sonntag als Gewinner des jüngsten Longines Großen Preis von Baden für so viel Furore sorgte und der mit diesem Triumph zugleich zum aktuellen Spitzenpferd in der German Racing Champions League 2016 aufstieg.

Auf den 73-jährigen Nestor des Trainerkollegiums von der Neuen Bult wartet im Herrenkrug höchstwahrscheinlich ein wahrer Gratulationsmarathon mit Händeschütteln ohne Ende. Hier in Magdeburg kennt man Hans-Jürgen Gröschel ja noch aus alten DDR-Zeiten, als er bereits zu den führenden Männern seines Fachs gehörte. In diesen vielen Jahren gewann er so gut wie alles, was es im damaligen DDR-Turf zu gewinnen gab, inklusive natürlich vieler Magdeburger Top-Rennen.

Und vielleicht kann ja auch die ihm anvertraute Stute Chancy (Filip Minarik) unter den Farben von Dr. Ratbod Rudolph am Samstag hieran anknüpfen, selbst wenn im wichtigsten Handicap des Tages die Papierform momentan weniger für sie zu sprechen scheint. Eher sieht es fast danach aus, als könne sich im Preis der Städtischen Werke Magdeburg – 7. Rennen, 17.00 Uhr – der Wallach Cash the Cheque (Martin Seidl) zum Favoriten aufschwingen und sich letztendlich für das jüngste Pech in Bad Doberan mit einem Erfolg entschädigen.

Doch ist er in diesem 1.800-Meter-Test natürlich keineswegs die einzige Option. Wie es selbstverständlich genauso genug Alternativen zum Wallach Torqueville (Melina Ehm) im Preis Hydro Wacht GBR – 9. Rennen, 18.00 Uhr – gibt. Aber dieser Sohn des sehr guten englischen Beschälers Halling genießt vorab bereits den Ruf, das mit Abstand interessanteste Pferd unter den acht Kandidaten zu sein.

Denn im Erfolgsfall wäre es für Torqueville schon der fünfte diesjährige Sieg. Zwar haben Erfolge immer viele Väter. Die Serie des Fünfjährigen stellt jedoch vor allem Marc Timpelan ein exzellentes Zeugnis aus, der sowohl sein Besitzer als auch sein Trainer ist. Er hat es jedenfalls verstanden, den zuweilen als „schwierigen Kantonisten“ etikettierten Torqueville mit viel Geduld richtig in die Spur zu bringen. Ob die Serie nun auch in Magdeburg weiter Bestand hat, wird man also sehen. 

Champions League

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