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Team Klug-de Vries in Hochform und tolle Siege von Amun und Wilder Wein

Noor Al Hawa dominiert klar die Große Porsche Europa-Meile

Düsseldorf 11. September 2016

Es kam wie erwartet: Am Ende war der Hengst Noor Al Hawa der schnellste der sieben Starter der Großen Europa-Meile des Porsche Zentrum Düsseldorf, des Top-Rennens beim ersten Großkampftag der Düsseldorfer Herbstsaison. Der Dreijährige aus dem Besitz von Jaber Adullah war schon im Vorfeld als klarer Favorit gehandelt worden. Nicht zuletzt hatte er beim Sommer-Meeting in Deauville ja bereits ein gut besetztes internationales Listenrennen gewinnen können.

Eine Formempfehlung, die Hand und Fuß hatte. Egal, wie man es betrachtete, hiermit musste der Fuchs gegen die heutige Konkurrenz in der mit insgesamt 55.000 Euro dotierten Gruppe-III-Prüfung über 1.600 Meter eigentlich bestens gerüstet sein. 

Eduardo Pedroza hielt ihn im kleinen Feld lange auf einem Mittelplatz, während der alte Haudegen Gereon nicht unerwartet nach vorne ging, vor den sehr eifrigen El Loco und Drummer. Für einen Moment schien El Loco das Rennen allerdings „wegstehlen“ zu können, als er sich schnell an Gereon vorbeischob und damit im Einlauf auch einen bereits nicht unbeträchtlichen Vorteil erlangen konnte.

Doch die Konterattacken folgten auf dem Fuße, vor allem natürlich von Noor Al Hawa. Aber auch Drummer machte zügig Boden auf den Röttgener gut. Gegen Noor Al Hawa sollte es für ihn dann jedoch nicht mehr reichen. Der Schützling vor Trainer Andreas Wöhler setzte sich letztendlich leicht mit anderthalb Längen als 23:10-Favorit und in der Zeit von 1:37,05 Minute gegen Drummer durch, während eine halbe Länge hinter diesem El Loco den dritten Platz gegen seine noch besser ins Rennen findende Trainingsgefährtin Tickle Me Blue über die Linie brachte. 

Gereon wurde am Ende nach hinten durchgereicht; auch die Stute Nymeria und der vor zwei Jahren in dieser Prüfung erfolgreiche Nordico hatten mit der engeren Entscheidung nie etwas zu tun.

Mit Noor Al Hawa könnte es für die bei herrlichem Sommerwetter zahlreich erschienenen Besucher durchaus ein Wiedersehen schon im Oktober geben, da der vom europäischen Spitzenmeiler Makfi stammende Dreijährige noch eine Nennung für den über 1.700 Meter führenden 96. Großen Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf am 2. Oktober besitzt. Alternativ besteht allerdings außerdem noch die Möglichkeit eines Starts in Mailand am 25. September im Premio Vittorio di Capua, einem Gruppe-I-Rennen mit einer Distanz von 1.600 Metern.

Eduardo Pedrozoa ritt heute jedoch nicht nur den heißesten Favoriten des Tages. Genauso ging die größte Überraschung mit auf sein Konto, als es am Toto nach dem Sieg Stute Endeavor einen 236:10-Paukenschlag gab, nachdem die von Waldemar Hickst für den Stall Ramon betreute Cape-Cross-Tochter im Rennen mit der Viererwette alle Prognosen über den Haufen geworfen hatte. Was als Folge eine Superquote von 111.555:10 in der Großwette mit sich brachte,

Ebenso zählte noch der junge Robin Weber mit zu den Doppelsiegern des Tages, und zwar durch Erfolge mit dem von Henk Grewe trainierten und Gina sowie Christoph Holschbach gehörenden Wallach Wisperwind und später noch mit Lucien van der Meulens vierjährigem Meerwind

Doch vor allem schoss einer den Vogel richtig ab, nämlich Jockey Adrie de Vries, der gleich viermal zur Siegerehrung gebeten wurde. Dreimal war er dabei für Trainer Markus Klug erfolgreich, der somit mit einem ziemlich zufriedenen Gesichtsausdruck die Rückreise nach Rath-Heumar antrat.

Vor allem dürfte ihm gefallen haben, wie spürbar verbessert sein zweijähriger Schützling Wilder Wein im Großen Preis von Engel & Völkers Düsseldorf – 92. Junioren-Preis auftrat und seine Maidenschaft auf Listen-Ebene ablegte. Und das noch in einem Rennen, welches früheren Vollblut-Stars wie unter anderem  Lando, Lomitas oder auch Platini schon als Sprungbrett für ihre späteren großen Karrieren gedient hatte.

Der Soldier-Hollow-Sohn des Gestüts Park Wiedingen setzte sich dabei sicher gegen die Außenseiterin De Charlie und gegen Danny Boy durch. Doch waren die weiteren Klug-de-Vries-Siege genauso durchaus bemerkenswerte Erfolge. Schon der erste mit der dreijährigen und vergleichsweise spät debütierenden It’s Gino-Tochter Raameen des Stalles 5-Stars hatte mächtig Eindruck gemacht. Was anschließend kaum weniger auf den Überraschungscoup der Kallisto-Tochter Cheruska von Dr. Günther Jansen zutraf, die sich im als Ausgleich II ausgeschriebenen Engel & Völkers Commercial Preis gegen Memel und Silicon Valley durchzusetzen verstand. 

Sieg Nummer vier schnappte sich der „Fliegende Holländer“  dann noch mit Walter Kohlers Wallach Winley für Trainer Dr. Andreas Bolte.

Zur Chronik dieses prächtigen Renntages auf dem Grafenberg gehört insbesondere aber noch der Erfolg des zweijährigen Amun unter Alexander Pietsch für den Stall Nizza und das Quartier von Trainer Freiherr Christian von der Recke im Preis der Holschbach Immobilien Gruppe – BBAG Auktionsrennen. Wieder setzte sich auch hier ein Soldier-Hollow-Nachkomme in gutem Stil durch. Allerdings lieferten der debütierende Colomano als Zweiter sowie der verbesserte Dia Del Sol auf Rang drei auch keine so schlechte Vorstellungen ab.




 

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