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Katar-Derby-Sieger findet wieder zurück auf die Siegerstraße

Rogue Runner – wer denn sonst?

Krefeld 12. September 2016

Skeptiker gab es eigentlich so gut wie keine. Der Preis von Wettstar by PMU, der heute den spätsommerlichen Krefelder PMU-Termin bei noch hochsommerlichen Temperaturen abschloss, musste eigentlich eine leichte Beute des vierjährigen Wallachs Rogue Runner werden. Was dann auch so kam. Der Vierjährige, Ende des vergangenen Jahres immerhin zum Derby-Sieger des Emirats Katar avanciert, gewann unter Andrasch Starke völlig ungefährdet.

Es war der erste Sieg des Wallachs von Eckhard Sauren seit seinem Triumph in Nahost; in dieser Saison hatte er den Faden so gut wie gänzlich verloren, es lief einfach nicht mehr viel zusammen. Dass er jetzt in einer – zugegebenermaßen harmlosen Aufgabe – leicht mit vier Längen die Konkurrenz stehen ließ, hat zwar noch nicht viel zu bedeuten. Der Erfolg könnte aber durchaus ganz gut für die Psyche des Schiergen-Schützlings gewesen sein. 

Die vermeintliche Gefährlichkeit, die hier und da der englischen Importstute La Superba angedichtet worden, erwies sich allerdings als Mär. La Superba zeigte als Zweite vermutlich das, was sie kann. Um Rogue Runner zu gefährden, dafür reichte es jedenfalls nicht. Offensichtlich wurde aber, dass der nach über einem Jahr Pause erstmals wieder aufgebotene und inzwischen zum Wallach beförderte Summer Paradise noch einen weiten Weg zu gehen hat, um wieder zur alten Stärke zu finden. Dass er am Ende das dritte Geld an Caro Linka verlor, war so gesehen fast die eigentliche Überraschung des Rennens.

Unmittelbar vor dem Auftritt von Rogue Runner hatte das Team Schiergen-Starke bereits einen Sieg mit der dreijährigen Lysanda verbuchen können, die genauso wie Rogue Runner als 14:10-Favorit zum Zuge kam. Die Lando-Tochter, die im Gemeinschaftsbesitz des Gestüts Ittlingen und von George Strawbridge jr. steht, hatte im Preis von wettstar.de - Pferdewetten weltweit allerdings etwas mehr Mühe als erwartet, um mit der außen permanent angreifenden Footloose und dem innen gebrachten Diamond klarzukommen.

Die Bahn im Stadtwald war heute überaus schnell. Und wer über einen flotten Antritt verfügte und flink aus den Boxen herauskam, der konnte tatsächlich stets einen nicht zu unterschätzenden Vorteil ausspielen. Exemplarisch dafür gleich zu Beginn schon der Preis den Weingutes Kiefer, bei dem der von Andreas Helfenbein resolut nach vorne geschickte Veteriano seine frühe Führung nicht mehr abgeben musste und Atlas Royal sowie Hedda auf die Plätze verwies. Der Rennnachmittag begann also mit einem niederländischen Erfolg, für den Hugo Anton Peters sowohl als Trainer als auch als Besitzer zeichnet.

Auch Jazz Bay sah man beim Preis des Weingutes Markgraf von Baden stets vorne mitmischen. Aus einer jederzeit guten Ausgangsposition brachte Ioannis Poullis den Wallach von Hans Gölz aus dem Stall von Ira Ferentschak dann Mitte der Geraden an die Spitze, die er dann bis ins Ziel zu behaupten vermochte, auch wenn sich Seal Rock wie auch Danuvius nie geschlagen gaben und zuletzt Charles Darwin noch auf den sprichwörtlichen Rollschuhen angeflogen kam, was ihm immerhin Platz zwei einbrachte. 

Sam, der Wallach von Sabine Gossens, die auch seine Trainerin ist, zeigte sich dann im Preis der Kanzlei Wierzimok-Rechtsanwälte ebenfalls früh vorne, vor allem aber auch deutlich besser aufgelegt als bei den Starts zuvor. Mit Dennis Schiergen im Sattel reichte es diesmal sogar zu einem Erfolg über Humpry und Rock Charm, die den Sabiango-Sohn zwar kurz zu packen schienen, doch ihn nie wirklich ernsthaft zu gefährden vermochten.

Einmal vorne, immer vorne, lautete zudem das Resümee nach dem Preis der 1. Krefelder Marine e.V., der an die Stute Dynastie des Galopp Club Deutschland ging. Adrie de Vries saß auf der Pflegebefohlenen von Markus Klug dabei jederzeit auf dem Pferd, das alles unter Kontrolle hatte. Der in guter Haltung angreifende Theo Danon zog in der Distanz zwar noch unübersehbar an, letztlich aber nicht mehr an ihr vorbei. Immerhin war Theo Danon jedoch ein souveräner Zweiter, nämlich fünfeinhalb Längen vor dem von Viscount Vert angeführten Rest.

Dann aber gab es auch eine große Ausnahme, die gewissermaßen die Regel bestätigte. Für diese Ausnahme sorgte der Wallach Lunar Prospect, der gleichzeitig den zweiten niederländischen Erfolg sicherstellte. Cindy Klinkenberg machte es auf ihm ganz anders als sämtliche Sieg-Reiter zuvor. Sie rückte mit dem Siebenjährigen, der ebenfalls von seiner Besitzerin, Mary Berrevoets-Ulivel, vorbereitet wird, von weit hinten kommend außen unwiderstehlich heran. Zum Leidwesen des Anhangs von Jarak, der zuvor bereits alles zu seinen Gunsten geklärt zu haben schien, dennoch aber knapp verlor, während Favorfoot Danon dahinter noch an den lange prominenten Cabanello und Ohne Tadel vorbei auf Platz drei lief.


 

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