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Großer Preis der Metallbau Bruckhard geht komplett an die Gäste

Französin Pabouche siegt vor der Britin Gold Sands

Hannover 18. September 2016

Nun waren die Erwartungen von vornherein nicht allzu groß gewesen, dass die hiesigen Stuten heute in Hannover allzu viel bewegen würden. Diese Einschätzung der Lage erwies sich leider als vollkommen richtig: Der Große Preis der Metallbau Bruckhardt GmbH wurde allein unter den ausländischen Gaststuten ausgemacht. Es gewann die aus Frankreich angereiste dreijährige Pabouche mit Fabrice Veron im Sattel vor der Britin Gold Sands sowie Ella Diva und Prairie Pearl, beides Starterinnen, die ebenfalls mit französischen Passen die deutsche Grenze passiert hatten.

Überraschend kam eigentlich nur, dass die für Godolphin startende Pabouche im Vorfeld eigentlich den wenigsten Kredit aus diesem Quartett erhalten hatte, da sie bei einem Start zuvor in Düsseldorf keinesfalls allzu überzeugend aufgetreten war. Aber man weiß hierzulande ja nur allzu gut, dass Pabouches Trainer, Henri-Alex Pantall, alle Deutschland-Expeditionen seiner Pferde stets bestens plant und diese nur höchst selten, ohne zumindest auch nur ein Platzgeld eingaloppiert zu haben, die Heimreisen antreten.

Nach dem über 1.600 Meter führenden Listenrennen und Hauptereignis einer Mammutkarte mit elf Prüfungen, wandert nun die komplette Gesamtdotierung von 25.000 Euro auf ausländische Konten, vorrangig also auf französische.

Vor allem war es ein durchschlagender Schlussakkord, welcher der Dubawi-Tochter  zum Listenerfolg verhalf, nachdem vorher lange Gold Sands die besten Karten zu haben schien, als sich die sich vorne erstaunlich lange haltende Außenseiterin Tendresse dann doch endgültig geschlagen gab. Dann aber rauschten Pabouche, Ella Diva und auch Prairie Pearl heran, indes gelang es lediglich der Godolphin-Stute, die Engländerin noch zu verdrängen.

Vom heimischen Team kam Redenca als Fünfte noch am weitesten. Dahinter folgten Tendresse und Milenia vor dem Rest, der teils beizeiten nicht mehr bemüht wurde, was angesichts der gegebenen Verhältnisse vollkommen in Ordnung war. 

Für Pabouches Siegreiter hatte sich der Trip in die Niedersachsen-Metropole zuvor schon gelohnt gehabt, da er mit Eckhard Saurens 136:10-Außenseiter Weltmeister bereits im Kurd von Lenthe Erinnerungsrennen, welches zur Serie der BBAG-Auktionsrennen gehört, zu einem Erfolg gekommen war. Der von Peter Schiergen vorbereitete Areion-Sohn schlug die Stuten Vallante, Erica und Wiesenlerche. Die nach Rechnung ungleich höher angesiedelten Hengste San Salvador und Noble House folgten erst hinter dem Damen-Trio, und beide waren tatsächlich überraschend schnell völlig aus der Partie.

Der Ausgleich I, das dritte herausstehende Rennen auf der Karte, wurde Beute von Thomas Gehrings Wallach Seewolf, der sich unter Alexander Pietsch für das Pech, welches ihm kürzlich in Baden-Baden widerfahren war, postwendend zu entschädigen verstand. Im Preis der VGH Versicherungen stoppte der Pflegebefohlene von Sascha Smrczek gleichzeitig die Siegesserie von Sun at work, der sich als Zweiter jedoch sehr anständig schlug. Ebenso liefen die auf den folgenden Rängen einkommenden Divisional und Cassilero alles andere als übel.

Da Alexander Pietsch zuvor bereits mit dem dreijährigen Big Lord für den Stall Oberlausitz und für Trainerin Claudia Barsig einen Treffer im Schramm & Schoen Immobilen AG Cup gelandet hatte und er sich zum Abschluss des Tages obendrein noch den Hannoverschen Prüfungspreis mit dem Halbblüter Athou du Nord, den Christian Freiherr von der Recke für Michael Himmelsbach betreut, sicheren konnte, trat der Champion der Saison 2015 die Heimreise sogar als dreifacher Sieger an.

Als doppelt erfolgreich stand Pietschs Kollege Jozef Bojko zu guter Letzt in der Renntagsbilanz. Mit der von Dominik Moser vorbereiteten zweijährigen Artistica gelang ihm zuerst ein sehr überzeugender Sieg für das Gestüt Brümmerhof im Gehrke econ-Cup, ehe er später noch mit der Schlenderhanerin The Dancing Fairy im GKN Geburtstagsrennen förmlich auf und davon ging, denn die von Jean-Pierre Carvalho trainierte Dreijährige siegte mit immerhin fünf Längen.

Überzeugend verlief dazu die Vorstellung der Münchener Stute Miss England aus dem Quartier von Michael Figge, die, geritten von Martin Seidl, mit vier Längen den einleitenden Preis der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover gewann. Was nach Gesamtform der Stute des Stalles Dagobert allerdings nicht so unbedingt überraschend war.

Die von Andreas Suborics gleich zu einem Sieg geführte zweijährige Debütantin Frangipani sorgte jedoch für eine solche. Denn auf den Erfolg der Jukebox- Jury-Tochter aus dem Besitz von Marion Gräfin von Stauffenberg gab es eine Quote von 219:10, obwohl es ja eigentlich kein Geheimnis darstellt, dass Trainer Andreas Löwe seine Novizen oder Novizinnen in der Regel immer in bereits in ausgezeichneter Verfassung präsentiert.

Keineswegs unerwähnt bleiben dürfen außerdem die beiden Amateurrennreiter Ron van Eck und Dennis Schiergen. Erster gewann auf dem Höchstgewicht Zazoulino den Preis des Calenberger Kreditvereins für den Stall Brieftaube und Trainer Stefan Richter, während der Zweitgenannte mit dem Sieg auf Alwin nach dem Buchmacher Albers-Rennen für gute Stimmung beim Rennstall Passendorfer Wiesen und bei Trainerin Angelika Glodde sorgte.



 

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