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Erster Doppelsieg einer Stute im Preis von Europa – Hochspannung in der Champions League

Nightflower schreibt Turf-Geschichte in Köln

Köln 25. September 2016

15.000 Zuschauer wurden am Sonntag auf der Galopprennbahn in Köln Zeuge, wie Rennsport-Geschichte geschrieben wurde: Im bedeutendsten Pferderennen 2016 in der Domstadt, dem 54. Preis von Europa (Gruppe I, 155.000 Euro, 2.400 m) schaffte mit Stall Nizzas Nightflower unter Andrasch Starke zum ersten Mal eine Stute das Kunststück, diese Top-Prüfung zum zweiten Mal hintereinander zu gewinnen.

Zwölf Monate nach ihrem ersten Triumph imponierte die Klasse-Lady aus dem Kölner Rennstall von Peter Schiergen, die dem Freiburger Bankier Jürgen Imm gehört, in diesem 9. Lauf der German Racing Champions League mit gewaltigem Speed.

An der Außenseite überrollte Nightflower, die beim 14. Start ihren dritten Treffer feierte und mit der Siegprämie von 100.000 Euro ihre Gewinnsumme auf 518.736 Euro katapultierte, in einem spannenden Endkampf die Konkurrenz mit einer dreiviertel Länge Vorsprung. Das war nach dem zweiten Rang zuletzt im Longines – Großer Preis von Baden eine nochmalige Steigerung.

„Ich bin an vierter Stelle gegangen und hatte schon zu Beginn der Zielgeraden ein gutes Gefühl. Ich hatte sie außen auf der besten Spur. Sie hat alles richtig gemacht. Man darf mit ihr nicht zu früh vorne sein. Gekämpft hat sie riesig. Ich freue mich sehr über dieses Double“, kommentierte Andrasch Starke.

Trainer Peter Schiergen berichtete: „Wir hatten schon einigen Mumm. Obwohl wenig Tempo war, ist sie sehr relaxed galoppiert. Die zweite Jahreshälfte war immer unser Ziel. Gerne möchte ich mit ihr noch ein oder zweimal laufen, vielleicht auch im Ausland. Wenn der Besitzer es möchte, ist auch der Japan Cup in Tokio eine Möglichkeit.“

In jedem Falle geht Nightflower Ende der Saison in die Zucht, wie ihr Besitzer Jürgen Imm bestätigte: „Der Trainer entscheidet, was wir vorher mit ihr machen.“ Das Team von Nightflower bekam die Ehrenpreise von Politiker Wolfgang Bosbach überreicht.

Lange verteidigte sich die Röttgenerin Kasalla bestens an der Spitze und verlor den zweiten Platz erst ganz am Ende mit einem kurzen Kopf an Red Cardinal, den Trainer Andreas Wöhler für 15.500 Euro nachgenannt hatte. „Leider hat uns Kasalla etwas zur Seite genommen, was Schwung gekostet hat“, sagte Trainer Andreas Wöhler, der die weiteren Pläne noch offen ließ. Für einen Start im Melbourne Cup könnte das Rating nicht ausreichen. Kasallas Betreuer Markus Klug sagte: „Es war uns klar, dass kein anderer vorne gehen wollte, daher hat die Stute selbst das Tempo gemacht. Beinahe hätte es geklappt.“

Parvaneh blieb als Vierte ebenfalls dichtauf, ohne eine Siegchance anzumelden. „Es war nicht genug Pace für sie, und die Stute kam zu spät in die Partie. Trotzdem war die Leistung gut. Sie könnte nun in München laufen“, so Trainer Waldemar Hickst.

Der große Sieger aus Baden-Baden und Spitzenreiter der Champions League, Iquitos, kam vom letzten Platz nur noch auf Rang fünf. „Wir konnten die Taktik nicht ändern, aber bei der langsamen Fahrt ging es nicht“, meinte Trainer Hans-Jürgen Gröschel, der die weiteren Pläne noch offen ließ. Der im Besitz von Sheikh Mohammed stehende Elite Army musste am Ende ebenso passen wie Sirius und Serienholde, die laut Trainer Andreas Wöhler „über ihren Formhöhepunkt hinweg“ ist.

Hochspannung herrscht nun in der German Racing Champions League: Iquitos‘ Vorsprung (23 Punkte) ist gegenüber Nightflower (22) auf einen Punkt zusammengeschmolzen. Dritter ist Ito (14 Punkte). Bei den Jockeys hat Andrasch Starke (34 Punkte) Eduardo Pedroza (31 Zähler) abgelöst. Bei den Trainern führt Andreas Wöhler (47 Punkte) weiterhin vor Peter Schiergen (35 Punkte).

Der zehnte und damit vorletzte Lauf der Champions League findet bereits am Montag, 3. Oktober 2016 mit dem pferdewetten.de – 26. Preis der Deutschen Einheit auf der Galopprennbahn in Berlin-Hoppegarten statt.

Alle Termine der German Racing Champions League, den aktuellen Punktestand, News und Stories sowie den Livestream des Rennens finden Sie unter www.german-racing.com/champions-league.

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Die Farben des Godolphin-Stalles von Sheikh Mohammed gaben im Stutenpreis des Gestüts Winterhauch (Listenrennen, 25.000 Euro, 1.850 m) den Ton an, doch die vielen Anhänger der schon zuvor in Baden-Baden in einer ähnlichen Prüfung zweitplatzierten Powder Snow mussten mächtig schwitzen, bis der Triumph im bedeutendsten Rennen des Rahmenprogramms unter Dach und Fach war.

Denn die Pilotin Amazona war an der Spitze auf guten Vorsprung ausgerissen, aber auf dem letzten Wegstück bekam nicht nur die 21:10-Favoritin Powder Snow aus dem französischen Erfolgsquartier von Henri-Alex Pantall Flügel, auch Monaco Show wurde immer zwingender. Drei Pferde stürmten in Linie dem Ziel entgegen, und Powder Snow hatte einen kurzen Kopf Vorsprung. Jockey Aurelien Lematre in einem ersten Kommentar: „Es war ein sehr schnelles Rennen. Mein Pferd war sehr relaxed. Die Stute hat sehr guten Speed gezeigt. Schon zweihundert Meter hatte ich ein gutes Gefühl.“

Monaco Show (im Besitz von Jaber Abdullah) machte das Doppel der Dubai-Eigner komplett, die Lady gab sich nie geschlagen und blieb einen weiteren kurzen Kopf vor der immer weiterstiefelnden Amazona, die sich von der Spitze blendend schlug. „Leider haben die anderen beiden Stuten sich gegenseitig mitgezogen“, so Trainer Jean-Pierre Carvalho. La Dynamite konnte als Vierte als einzige weitere Kandidatin Anschluss halten.

Hochveranlagte Zweijährige dürfte man in der einleitenden Meilen-Prüfung gesehen haben. Und jubeln durfte am Ende Klaus Allofs, der Manager des VFL Wolfsburg. Denn der für ihn und die Stiftung Gestüt Fährhof angetretene Campanologist-Sohn Lantang (22:10, E. Pedroza) landete nach dem Ehrenplatz beim Debüt in Baden-Baden den fälligen Erfolg. Mit der Rennerfahrung legte der Favorit am Ende gegen den kaum schlechter gehenden Debütanten Kastano, der nach nicht optimalem Start schnell Boden gutgemacht hatte, ausreichend zu. „Er setzt immer noch nicht ganz das um, was er kann. Denn er ist ein sehr gutes Pferd“, erklärte Siegtrainer Andreas Wöhler, der noch offen ließ, ob Langtang den Preis des Winterfavoriten in drei Wochen ansteuert. Kastano sollte sich bei nächster Gelegenheit schadlos halten. „Es hat sich bemerkbar gemacht, dass der Sieger ihm ein Rennen voraus hatte“, so sein Betreuer Markus Klug. Sant Angelo hielt an der Spitze bestens stand und wurde guter Dritter.

Nur eine schwächere Leistung stand im Formenspiegel von Black Wolf Run (65:10). Und der im Besitz des belgischen Stalles Molenhof stehende Wallach klärte unter Andreas Helfenbein im Happy Birthday-Rennen (in Anlehnung an den Geburtstag von Renn-Vereins-Präsident Eckhard Sauren; Ausgleich III, 1.400 m) früh die Fronten vor der Favoritin Salamati und Tableforten. „Es musste einfach einmal klappen, was zuletzt mit ihm los war, wissen wir nicht“, kommentierte Trainerin Nadine Verheyen. Vizepräsident Ferdinand-Alexander Leisten sprach eine kurze Laudatio für Eckhard Sauren und sang gemeinsam mit dem Publikum „Happy Birthday“.

Eine gewaltige Überraschung gab es im ersten Viererwett-Rennen (Ausgleich IV, 1.850 m) durch den Dreijährigen So Soon (292:10) aus dem Neusser Quartier von Marion Weber. Im allerletzten Galoppsprung bekam der Areion-Sohn mit Andreas Helfenbein (zweiter Tagessieg) noch Exceed My Budget, Humpry und Zuzu Angel zu fassen. Die Viererwette bezahlte 300.000:10 Euro, wurde also einmal getroffen. „Beim vorletzten Start hatte sich So Soon angekündigt, und zuletzt ging er zu weit außen herum“, erläuterte Marion Weber.

Auch im reifen Alter von acht Jahren hat der einstige Gruppesieger Theo Danon immer noch einige Klasse. In einem 1.850 Meter-Ausgleich III beendete der Wallach zum Toto von 54:10 nach drei Ehrenrängen seine Platzserie und setzte sich nach einem sauberen Ritt von Francesco Ladu sicher gegen Power Euro, Be My Star und Global Love durch. „Besitzer Guido Schmitt hat vom Computer aus Mallorca alles beobachtet“, sagte Trainer Mario Hofer. „Francesco hat Theo Danon gut geritten, denn man muss ihn punktgenau einsetzen. Der feste Boden, der für diese Jahreszeit ja nicht mehr selbstverständlich ist, war auch wichtig.“ Power Euro, Be My Star und Global Love machten die Viererwette perfekt, die 78.204:10 Euro bezahlte.

Seinen dritten Treffer in Folge markierte wieder mit gewaltigem Speed der von Andrea Friebel in Solingen vorbereitete Holtby (42:10, St. Hellyn) in einem 2.200 Meter-Ausgleich IV vor Navio und Las Fuentes.

Sensationell ist die Steigerung von Egbert Schäfers Northern Rock (41:10), der mit Bayaisaikhan Ganbatbeim achten Start den sechsten Erfolg im 2.200 Meter-Ausgleich III schaffte. Erstaunlich, wie der Wallach aus dem Düsseldorfer Quartier von Sascha Smrczek an der Spitze gegen Jungleboogie und Agosteo immer wieder anzog. „Wir waren heute wegen der Distanz etwas skeptisch, aber er hat sein Tempo runtergestiefelt. Am 3. Oktober geht es in einem Ausgleich I in Hoppegarten“, so der Coach.

Im abschließenden 1.850 Meter gab Rennstall Darbovens Nacar (46:10, E. Pedroza/A. Wöhler) einen Einstand nach Maß. Der dreijährige Novize schnappte ganz knapp und mit großem Speed noch den Favoriten Nacar.



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